Mittwoch, 31. Mai 2017

Verbessertes Krisen-Management mitten in der "kognitiven Umstrukturierung"

Es zeichnete sich schon in den letzten zehn Tagen beim Praktizieren der ex-Dissoziations-Übung nach Janice Walton-Hadlock ab: In der Phase 1 dieser Übung geht es ja um die notwendige Umschaltung (kognitive Umstrukturierung) von "Krieg" auf "Frieden" und von "Dissonanz/Hader" auf "Harmonie".
Bei der inneren Visualisierung des eigenen Hirns (vgl. den Post vom 10.  Februar 2017) trat wie gewohnt so eine dicke, unförmige graue, eher dunkelgraue Masse in Erscheinung (siehe dortige Abbildungen), die der Blogger als sein Hirn benannte. Ein Gedanke kam automatisch: Dieses etwas vollgestopfte Etwas war bereits so aufgebläht - wie sollte dort "Frieden" eingefüllt werden? Doch offenbar nur, wenn von dem Dunklen, dem Schwarzen etwas abgelassen würde. - Weniger Schwarz-Sehen; dann kann "himmlisches Licht" nachfliessen. Denn: Wann kommt es zum Krieg? - immer dann, wenn die Schwarz-Seher das Sagen bekommen und Szenarien der Apokalypse avisieren, die nur vermeidbar seien durch Krieg, durch eine Offensive, einen Präventivschlag. Fazit: Statt schwarze nunmehr helle, farbige Szenarien anderer Art in die Visualisierung der ex-Dissoziations-Übung einfliessen lassen. - Danach wurde es bei der Visualisierung leichter eine schlüssige Umwandlung der übervollen grauen Masse (Hirn) in die freundliche,  animierte Form des kleinen weisslich-hellgrau sich wölbenden Hirns mit Armen und Beinen vorzustellen, das den veränderten Status - mehr Frieden - repräsentiert. Vgl. sie bitte die grafischen Abbildungen in den Protokollen über die ersten ex-Dissoziations-Übungen in den Posts von Februar und März 2017 in diesem Blog.

So geschieht es nun in jeder "Trocken-Übung" der kognitiven Umstrukturierung. Und so geschah es auch heute Vormittag um 10.30 Uhr am 31.05.2017 live auf einer Fahrt im Hamburger Stadtviertel Eimsbüttel:

Die "Krise" begann mit der Feststellung, dass der vordere Reifen des Pedelec-Dreirads (siehe Abbildung im vorangehenden Post) platt war.  An eine Weiterfahrt war nicht zu denken - die Beine konnten beim Absteigen vom Dreirad den Körper mühsam im Gleichgewicht halten.

Positiv war die sofortige Suche nach Lösungen des Sachproblems - statt der gewohnten unruhigen Angst vor dem Freezing. So kam es auch nicht zum Stupor, sondern zu einer holperigen Weiterfahrt auf dem platten Reifen zu einer etwa 1 Kilometer entfernten Fahrrad-Werkstatt.  Blogger und Dreirad waren zunächst in  Sicherheit. Ein Reparaturtermin wurde vereinbart; das Dreirad verblieb dort.
aus Denkgewohnheiten aussteigen bei Parkinson

Mittlerweile war die L-Dopa-Wirkung auf ca. 20 % gesunken, das Gehen wurde mühsam, und ein Taxi für den Heimweg kam nicht in Sicht. - und wieder einmal  KEINE Apokalypse im Hirn des Bloggers; stattdessen die gut gelaunte sachliche Ausschau nach Helferpersonen, die bei der Taxisuche unterstützen könnten - denn das mobile Telefon des Bloggers lag auf der Kommode im Flur der Wohnung. Das Gehen reduzierte sich auf Schrittlängen von 20 cm; aber alles ohne Phobie, ohne Zittern oder Gleichgewichtsschwankungen. -  Es fühlte sich alles gewohnt an, wie auf den jede Woche einmal praktizierten "Geh-Übungen ohne L-Dopa-Medikation" mit der Hilfe einer Pflegeperson, die dabei  ihre hilfreiche Hand reicht. - Nur fehlte diese Person in diesem Fall. Umso größer die hier gezeigte Eigenleistung nach umstrukturierten Denken.
Parkinson erfordert Umdenken - ergebnisoffen und mutig


Eimsbüttel wäre auch heute in der "Not" nicht Eimsbüttel, wenn sich nicht ein Kleingewerbetreibender finden würde, der bzw. die helfend eingreift. Die indische Kiosk-Betreiberin mit Lizenz der Gelben Post zögerte mit ihrem Taxi-Ruf nicht eine Sekunde, und es vergingen keine zwei Minuten bis zum erlösenden Schritt ins Taxi. Pünktlich bei der Ankunft zu Hause trat die - lange verzögerte - Wirkung der letzten 25 mg L-Dopa-Medikation nun doch ein, und erhobenen Hauptes konntte der Blogger unter den Augen von zehn bis zwölf Passanten zum Hauseingang schreiten. - Apokalypse? - Hier jedenfalls nicht!

Der Leser dieses Posts vergleiche dieses Szenario einmal mit dem im vorangehenden Post beschriebenen Szenario des Besuches per Dreirad auf dem Friedhof.
gemütliche Jazz-Kneipe: Herausforderung bei Parkinson wegen der Enge

Die nächste Bewegungs-Krise drohte am Pfingstsonntag, den 5. Juni 2017: von 11 - 14 Uhr Jazz-Frühschoppen-Besuch mit einer aus Köln stammenden Band, die in Hamburg gastierte. Die kleine Jazz-Kneipe war schon proppenvoll bevor die Musiker begonnen hatten. Der Blogger stand vor der Herausforderung, sich an kreuz und quer stehenden Stühlen, besetzt mit laut redenden Gästen, vorbei und hindurch zu schlängeln, um einen Sitzplatz an der hinteren Wand mit Blick auf die Band zu bekommen. Zwischendurch galt es, alte Bekannte wieder zu erkennen und zu begrüßen. - Nicht selten sind in den letzten 5 Jahren derartige Herausforderungen in Freezing der gesamten Körperhaltung, vornüber gebeugt und stundenlang anhaltend, geendet. Vorgestern geschah dies nicht.
Die gewisse Art von Angst vor der Enge und vor verstellten Fluchtwegen - sie war wie weggeblasen. Stattdessen heitere Gelassenheit und Freude mitten in der Jazz-Gemeinde sein zu können! Beine und Füße taten ihren Dienst - zugegebenermaßen unter morgendlicher L-Dopa-Medikation von 25 mg pro Stunde.

Typisch für eine nicht bewältigte Krise (= Herausforderung mit parkinson-typischen Fehlreaktionen)
ist der unerwartete Telefon-Anruf, dessen lautes Klingeln nicht durch ein paar Schritte hin zum dort lagernden Telefon beendet werden kann - stattdessen in einem Freezing (= Stupor) des gesamten Körpers des Bloggers ausartet - zwei Meter entfernt vom Abheben des Geräts und Beenden des Alarm-Geklingels. Jedes Läuten ein Beweis absoluter Immobilität des betroffenen Parkinson-Patienten im 21. Jahr der Erkrankng und im Zustand ohne L-Dopa-Medikatin von 9.00 bis 21.00 Uhr.
Telefon.Läuten löst oft Freezing (Stupor) aus bei Parkinson

Ganz anders am 5, Juni 2017: Es läutet das mobile phone in 8 Metern Entfernung. Ruhigen Schrittes geht der Blogger darauf zu. Aber der Anrufer legt sehr schnell wieder auf. - Nun aber kein Ärgern darüber, sondern - wie es sich gehört - Nachschauen, ob Anrufer bekannt ist. Ist bekannt, also sofortiger Rückruf.
Und das Beste: von Seiten des Bloggers kein übliches Krächzen der Stimme, kein peinliches Stammeln oder Stocken des Redeflusses, sondern klares und gut verständliches Sprechen mit dem Angerufenen. - Welch ein Segen kann Normalheit sein!!!   -

 Der Ehrlihkeit geschuldet muss der Blogger kleinlaut anmerken, dass die deutliche Verbesserung des Sprechens und der Stimme durchaus vorübergehender Natur war. Schon nach einer Stunde nahm das Stammeln und Krächzen wieder Oberhand. - Zu dieser Thematik kündigt der Blogger detaillierte Protokoll-Aufzeichnungen an. Auch wird der Versuch einer theoretischen Interpretation der beobachteten Veränderungen des Sprechens und des Stimmklanges gewagt.

Beginnt so die "kognitive Umstrukturierung"?

Donnerstag, 11. Mai 2017

Entlarvt: dissoziative Störungen des Bewusstseins bei Parkinson

Hier wird der Frage nachgegangen, wie es möglich ist, dass eine durch ein frühkindliches Trauma ausgelöste dissoziative Störung ("überall droht Gefahr - auf mein Gefühl der Sicherheit ist kein Verlass!") jahrzehntelang vom erwachsen Gewordenen unerkannt bleibt, sich sogar so weit verstärkt, dass daraus die Grundlage eines Morbus Parkinson idiopathischer Typ entsteht.Vgl auch den Link im letzten Teil 3. dieses Posts "Protokoll des Bloggers..."

Mit Hilfe der kognitiven Therapie (kognitive Umstrukturierung) haben sich nun schon viele ex-Parkinson-Patienten von diesen Fesseln der dissoziativen Störungen ihres Bewusstseins befreien können. Parkinson-Symptome gehören für diese Therapierten der Vergangenheit an. Auch der Blogger folgt diesem Weg. -

Zur Thematik der durchaus Stück für Stück eingrenzbaren und beherrschbaren Parkinson-Symptome verweist der Blogger auf den Post vom 19.07.2016 in diesem Blog: "Parkinson-Symptome..." Damit wird dann zwar das Leben des Patienten fühlbar erleichtert - eine Gesundung vom Morbus Parkinson ist bei diesen "Korrektur-Maßnahmen" nicht zu erwarten. Ein guter Anfang sind Hände, die nicht mehr zittern, aber allemal. Ohne Hirn-Sonden. Packen sie es an, gestalten sie selbst ihren Therapieplan für die 25 oder 30 unwillkommenen Störungsformen unseres Krankheitsbildes!

Nach einem Vierteljahr intensiven Praktizierens der ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock, a.a.O., ist die Frage gestattet, welche Erkenntnisse und Einsichten daraus bisher erwachsen sind.
Hier sind die Antworten des Bloggers:

1. Psychische Veränderungen

1.1. "Sicheren Ort" entdeckt

In der 12. Woche des Praktizierens wurde erstmalig bewusst, dass die eigene Wohnung als absolut sicherer  Ort empfunden wurde. Dasgleiche gilt aauch für bestimmte Häuser und Wohnungen einiger guter Freunde und Verwandten. Sicher vor dem Eindringen ungebetener Besucher, aber auch sicher vor dem Sturz, dem Hinfallen bei Stupor. - Die so empfundene neue Sicherheit ging einher mit einer ungewohnten Selbstkontrolle bei schwierigen Dreh- und Streckbewegungen, die der Blogger tagsüber L-Dopa-frei vollziehen muss. Schon das Öffnen einer Badezimmertür, danach das Eintreten und Tür-Schließen ist ohne "schwierige Drehbewegungen" nicht zu erreichen. Bevor solche "riskanten" Bewegungen in Gang gesetzt werden, gibt es nun plötzlich den Augenblick des Nachdenkens, des Vordenkens und - des Lächelns. Und es funktioniert.

Anders als vorher wurde es plötzlich als beruhigend und erholsam angesehen, wenn der Blogger zwischendurch einmal auf seinem Sofa Platz nahm und aus dem Fenster schaute.

1.2.  dissoziative Störungen des Bewusstseines über "Gefahr im Verzug"

Neu ist das Erleben der Einsicht, dass die Welt des Morbus Parkinson aus typischen dissoziativen Störungen des Bewusstseines  des Patienten und deren Rückwirkung durch die Gesellschaft auf ihn besteht.

1.2.1. der Gestörte nimmt seine Umwelt fehlerhaft wahr:

                     Beispiel: Supermarkt = Feindesland, Kriegsgebiet

Schon am Eingang zum Supermarkt erste Geh-Hemmungen in den Beinen; bei Übernahme des Einkaufswagens droht das Fehlen der passenden  Münze, was zu einem Stocken des Kundenverkehrs führen kann, dessen Urheber der Gestörte wäre usw. - Am Ende wird jeder Supermarkt-Einkauf zum Spießrutenlauf, begleitet von dem einen oder anderen Sturz auf den harten Steinboden in Folge eines Stupor. - In Wahrheit ist der Supermarkt ordentlich geführt und praktisch organisiert.

1.2.2.  die Umwelt nimmt den Gestörten fehlerhaft wahr (und bestärkt damit den vom Gestörten gehegten Verdacht, dass Gefahr im Verzug sei)

Am ehesten merken es Kinder und Hunde: "Mit dem da, der dort gekrümmt und taumelnd umher tappert, stimmt etwas nicht. am besten, man alarmiert alle Umstehenden." Dies geschieht in Form des Anbellens oder des Rufes "Alter Mann, böser Mann!" quer über die Straße. - Spätestens beim dritten Ereignis dieser Art, zieht der Patient es vor, im Hause zu bleiben - ohne Stupor.

1.2.3. Einsicht über Fehlinszenierungen des Selbst

Fehlinszenierungen des Selbst sind die Folge eines gestörten Bewusstseins. Letzteres will es nicht wahr haben, dass der Mensch so liegt wie er sich bettet: Er verkleidet sich mit Ledermantel und Schlapphut und ist verwundert, dass ihm, dem Gestörten, peinlich empfundene Aufmerksamkeit geschenkt wird. So werden seine Schritte immer langsamer bis er mit den Händen an der Wand entlang schlurft. - Das gleiche Outfit im Karnevalszug und bei bester Laune: der große Hit. Im Nachhinein wird vieles klarer, aber das zeitidentische Bewusstsein erfasst es nicht als "Finte" im Kampf gegen XY.

1.2.4. Einsicht in den Selbstbetrug des "Fast-Siegers"

Der Parkinson-Patient fühlt sich wie ein Boxer, dessen Trainer zu früh das Handtuch in den Ring geworfen hat. Damit habe der Trainer ihm die Chance genommen, doch noch "ganz groß" raus zu kommen. Die dissoziative Störung manifestiert sich an seiner Selbstüberschätzung und der Aberkennung der Kompetenzen anderer Beteiligter.

1.3. "Alte" dissoziative Störungen des Bewusstseins "enttarnt"

Psychologen und Psychiater, die sich mit dissoziativen Störungen des Bewusstseins von Parkinson-Patienten befassen, stellen immer wieder die Frage: Sind es zwei oder tatsächlich nur eine Persönlichkeit, mit der/denen man es zu tun hat, wenn unterschiedliche Züge des Charakters auffällig werden.

Der Blogger hat aus seinem Erleben hierzu die folgende Antwort: Es ist nur eine Persönlichkeit, mit der wir es zu tun haben. Diese eine Persönlichkeit verwirklicht sich jedoch unter zwei stark von einander abweichenden Modi des Nervensystems. Die Modi heißen "Fliehen oder Kämpfen " (2) und nach Ausbruch des Morbus-Parkinson "Nahe-Tod-Schock" (4) einschliesslich verschiedener, im Zeitablauf erlernter Kaschierungen. Der Modus (1) tritt nicht selten bei lichten Augenblicken in Erscheinung.  Dabei kommt es auch zu Vermischungen mit den Modi (3) und (2).

Wie fühlt sich das Leben an für einen Parkinson-Kandidaten, der permanent im Modus (2) lebt, statt wie seine Mitmenschen im Modus (1)?  - Die Störung seines Bewusstseins liegt nun darin, dass er sein Empfinden und Verhalten eben nicht als speziell  oder abweichend von der Normalität empfindet. - Anders ist es, wenn wir die Rezeption seines Verhaltens im Kampf oder Flucht-Modus (2) bei seinen Nächsten betrachten. Sein kaum verhohlener Ehrgeiz erheischt dabei durchaus Anerkennung, aber auch Kritik, wenn Winkelzüge deutlich werden, die der Gestörte zur Sicherung seiner persönlichen Zielerreichung gemacht hat oder die ihm zu machen unterstellt werden: Du bluffst zu viel! - Wir wissen nie, woran wir sind mit dir! sind typische Reaktionen seiner Umwelt. - Ganz sensible, sehr gute Freunde schaffen es gelegentlich den als (1) kaschierten Modus (2) zu enttarnen:
"Immer wieder kommt es vor, dass du Aussagen machst, die du ganz bestimmt nicht so meinst, wie du es sagst. Daran müssen wir 'mal gemeinsam arbeiten!" (Original-Ton eines damals neuen Freundes, den der Blogger in 1980 kennen lernte.)

Beispielsweise kommt es im späteren Stadium des Morbus Parkinson vor, dass der Schlafmodus (3) inklusive dem REM-Schlaf-Modus bereits während des Tages wirksam wird: Dies äußert sich in schlaffen Lähmungen, die auftreten, sobald der Erkrankte sich flach auf ein weiches Bett legt. An ein Aufstehen ist dann nicht mehr zu denken - auch wenn das Bewusstsein halbwegs klar erscheint.

Die Definitionen von (1) und (4) folgen der TCM, nicht der westlichen Schulmedizin. Details sind bei Janice Walton-Hadlock nachzulesen, a.a.O.:
1) spielerische Neugier
2) Kämpfen oder Fliehen
3) Schlaf
4) Nahe-Tod-Schock

Vor Ausbrechen der typischen Parkinson-Symptome sind verschiedene auffällig "unbeholfen"
erscheinende Charakterzüge des Bewusstseinsgestörten in seiner Dissoziation von "Vernunft" und "Herz/Bewusstsein" erkennbar. Im einzelnen sind diese kurz hier im Blog unter Post vom 24.03.2017 "Burlala" und vom 21.10.2015 "Parkinson-Charakterzüge" beschrieben. 

1.4. "Unsicheren Ort" entdeckt
Am 24.05.2017 erlebte der Blogger, wie seine mühsam zurück gewonnene Mobilität und Standsicherheit im Gefühl des Gleichgewichtes abrupt Schiffbruch erlitten. Der Ort war das Familiengrab des Bloggers auf einem großen Hamburger Friedhof. Um 10 Uhr morgens bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher fiel der Blogger aus dem Stand zu Boden, wenige Meter von der Grabstätte entfernt. Voraus gegangen waren schon unerwartete Geh-Hemmungen vor dem Betreten des Friedhofs beim Einkauf von jungen Nelkenpflanzen, die auf dem Grab platziert werden sollten. --
In der Bewegung des zu Boden Stürzens, konnte der Blogger sich noch kurz am Transportkorb seines neben ihm abgestellten pedelec-Dreirades kurz festhalten, aber nicht verhindern mit dem Rücken zuerst auf den Kiesweg zu fallen. Danach war - trotz voller L-Dopa-Medikation an diesem Ausflugsvormittag - an ein Gehen im Sinne von Vorankommen durch Bewegungen der Beine dann für eine Stunde ca. nicht mehr zu denken. Sicher fühlte sich der Blogger nur noch im ergonomisch geformten Schalensitz des Dreirads - und auch die Heimfahrt von 13 Kilometern wurde danach problemlos bewältigt. -
Sicher auf dem Dreirad bei Standunsicherheit

Heftige Hemmungen der normalen Schrittbewegungen der Beine hielten bis zum folgenden Vormittag an und wurden erst durch ein einstündiges Vollbad im Hamam-Stil (vgl. Post vom 17.01.2017 in diesem Blog) mit Hilfe der Pflegeperson auf ein Normalniveau zurück gebracht. - Dieses Erlebnis legt die Schlussfolgerung nahe, dass durch den Besuch der Grab- und Erinnerungs-Stätte aller Personen, die in der Kindheit - 1943-1949 - von Bedeutung waren, eine Belastungssituation entstanden ist, die auf traumatische Erlebnisse in ebendieser Zeit zurück zu führen ist. vgl. im einzelnen alle Posts in diesem Blog, die sich mit dem Themen "frühkindliches Trauma", Dissoziation und psychisch induzierte Parkinson-Erkrankung befassen.
--- Heute, am 26.05.2017, 14 Uhr, sind die geschilderten Bewegungsstörungen abgeklungen.

wird fortgesetzt ! 

2. Behebung von Einschränkungen der Mobilität und der Motorik

 Der Blogger verweist auf seine  in diesem Blog veröffentlichten Protokolle seit dem 10.02.2017.

Im Mai 2017 hat der Blogger sein gutes Niveau der Motorik vom Jahre 2014 wieder ereicht und übertroffen. Tagsüber bewegt sich der Blogger frei von L-Dopa-Medikation.

3. Einsichten / Protokoll des Bloggers über dissoziative Störungen

Das Erleben der Einsicht "Hier und jetzt bist du in Sicherheit" dokumentiert die kognitive Ent-Störung. Die Stimmung hebt sich deutlich, kommt aber nach ein paar Tagen wieder auf normal bzw. stabil zurück.

 Dieser neuartige Erlebnisinhalt ist - wie könnte es anders sein? - natürlich von ungeahnter Dauer und unzuverlässiger Vorhersage gekennzeichnet. Heute, am 16. Mai 2017 ist so ein Tag der Validitätsprüfung der sich andeutenden Umstrukturierung: Ein schwüler, nasser Frühlingstag ohne viel körperliche Bewegung. Stattdesen ein stark herunter gefahrener Muskeltonus und Schwiierigkeiten beim echten Aufwachen - es erinnert eher an ein Dahindämmern mit offenen Augen. - Doch zum Glück gab es einen Übungstermin um die Mittagszeit für das L-Dopa-freie Ausgehen im belebtesten Viertel von Hamburg-Eimsbüttel - in Begleitung einer Pflegekraft. Und es lief beinahe wie am Schnürchen: 1,2 Kilometer im Regen, mit roten Ampeln, hetzenden Passanten und Baulärm von mehreren Seiten. Mehrfache Zögerlichkeiten beim Gehen, aber keine Phobie und kein Stupor. An der Hand der Pflegekraft. Gute Laune auf der gesamten Strecke.
großspuriges Muskelspiel in der Umstrukturierung

17.05.2017  Das Ziel der Kognitiven Umstrukturierung ist ja die Ablösung des Hirns von seiner früh übernommenen Führungsrolle. Übergeben werden soll die Stafette an das Herz, das hierfür besser geeignet (stärker gerüstet ) ist als das Hirn.- Auffällig ist seit 3 Tagen eine innere Auseinandersetzung der vorgenannten Kontrahenten: Herz und Hirn. - Die Führungsrolle wird nicht so leicht abgegeben.
Nachts voll L-Dopa gepumpt spielt sich das Hirn groß auf. Tagsüber L-Dopa-frei ist das Herz doch recht kleinmütig - was sich sofort in heftigen Geh-Störungen und Stimmungsschwankungen zeigt. Von den Sprechstörungen ganz zu schweigen...
Herz dankt Hirn für gelungene Führung in Sicherheit

Sprachstörungen tauchen im Rahmen der ex-Dissoziations-Übung regelmäßig in dem Teil auf, wo sich das Herz beim Hirn für die jahrelangen Dienste bedankt, die das Ziel hatten, das Herz vor Gefahren zu schützen. - In der Affirmation stockt an dieser Stelle meist der Redefluss - da läuft noch nicht alles rund!
Probleme bei der Übergabe der Stafette: ist HERZ stark genug?



"Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung."

Mit kognitiver Therapie (kognitive Umstrukturierung) auf dem Ausweg von der Selbst-Gefangennahme und vom Selbst-Anprangern, das Morbus Parkinson genannt wird.


Mittwoch, 19. April 2017

Ex-Dissoziations-Übung: Parkinson-Blogger zieht Zwischenbilanz

Nach 9 Wochen unermüdlicher Ausführung der 4-teiligen ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock zieht der Blogger - im 21. Parkinson-Jahr - Bilanz:
Parkinson: das Herz entdecken !

1.  Visualisierungen
Die Visualisierung des 1. Teils der Übung;  Herz sucht  FRIEDEN + HARMONIE (vgl. Post vom 10.02.2017)  gelingt nun immer besser.
- Das Herz wird zunächst als medizinisches Objekt eingeführt
- und vor dem Hintergrund des Lichts dann davon erfüllt;
- nach dem Vorbild der all-flexiblen Figur aus dem Kinderbuch BARBAPAPA, entwickelt sich beim Blogger  aus dem zunächst fast weißem Herzen die um ein Vielfaches voluminösere Figur des BARBAPAPA in Herz-Form und in rosa Farbe 
BARBAPAPA in Herz-Form visualisiert

- Das Rosa erlaubt dann auch leichter den Übergang vom Barbapapa-Herz zum realen Licht-Objekt "Heart in Manhattan" (siehe Posts ab 10.02.2017). Denn schließlich soll das zunächst kleinere Herz ja das zunächst größere Gehirn (graue Masse) in sich aufnehmen bzw. absorbieren.

- Wenn das Gehirn bei der Visualisierung zu einem von strahlendem Licht erfüllten Organ zu überführen ist in das Organ, das HARMONIE, d.h. Gleich- oder Zusammenklang mit dem Herzen, sucht, stößt es auf das Herz im Manhattan-Kunstobjekt - kurz nachdem das hier nebenstehende rosafarbige Herz zu dem erleuchteten rosafarbigen Acrylglas-Objekt der street art geworden ist.

- Es hat einige Wochen gedauert bis eine stimmige Visualisierung zustande gekommen ist. Je stimmiger optisch, desto überzeugender die inneren Veränderungen des Adepten dieser Übung, die immerhin das Ziel hat, aus der Parkinson-Erkrankung heraus zu führen. Dafür lohnt sich - meint der Blogger - der Aufwand eines sorgsamen Visualisierens.

- Denn: Bewegung setzt eine Visualisierung ihrer selbst im Gehirn voraus. Diese ist gestört und bedarf der Erneuerung!

2. Nebenwirkungen
Neue Formen auffälliger Nebenwirkungen wurden nicht beabachtet.

3. Motorik und Mobilität
Die Mobilität ist auf dem Niveau vor der Übung stabilisiert.
Am 19.04.2017  sowie am 25.04.2017 gelang nach einigen Wochen der Unterbrechung endlich einmal wieder die Übung des Gehens außer Haus in belebter Geschäftsstraße ohne L-Dopa-Medikation von 13.15 bis 13.30 Uhr, an der Hand der Pflegeperson.
Kind im 15. Monat geht frei
Während des kurzen Rundgangs einige Zögerlichkeiten beim Gehen, aber kein Freezing (kein Stupor). Das Hinaustreten aus der Haustür ins Freie einer belebten Geschäftsstraße gelang ohne die Hand der Pflegeperson besser als mit.- Bei der Rückkehr war es dann umgekehrt: An der Hand ging's besser.

Die wöchentliche Übung des Gehens außer Haus ohne L-Dopa-Medikation ist am 3. Mai 2017 sehr erfolgreich verlaufen: ca. einen Kilometer gegangen mit nur einem kleinen Stopp kurz vor dem Ende, als Reaktion auf laut redende Passanten, die aus einem U-Bahn-Schacht heraus auf die Straße traten. Insgesamt ungewöhnlich zügige Gehweise - an der Hand der Pflegeperson.

In den beiden "Ausflügen" ohne L-Dopa im April 2017 wurde wieder deutlich: Beim Durchschreiten eines schmalen Durchgangs zum Treppenhaus sind heftige Hemmungen in den Beinbewegungen zu überwinden. -
bei Parkinson: oft ist Treppensteigen leichter als Gehen in der Ebene
Sobald das Treppenhaus ereicht ist, gibt es keinerlei Störungen beim Hinab- oder Hinauf-Eilen der ca. 40 Treppenstufen bis in das zweite Stockwerk. Nicht einmal leichte Verzögerungen der Treppensteigen-Bewegungen sind festzustellen. Die Hand bleibt dabei grundsätzlich am Treppengeländer und rutscht daran entlang. - Sicherheit ist dadurch gewährleistet!

Täglich werden von ca. 9 bis 22 Uhr in der allein bewohnten Stadtwohnung ohne Medikation (also auch ohne jedes L-Dopa) alle Wege im aufrechten Gang ohne jede Gehhilfe gemeistert, die Mahlzeiten zubereitet, eingenommen und jeweils danach die Küche aufgeräumt.
Das Gehen erfolgt mit unregelmäßigen Schritten bis hin zu tänzelndem Laufschritt, je nach Gegebenheit.

Die Wiederkehr der Musiker-Kompetenz muss hart im Fokus gehalten weden, wenn sie Bestand behalten soll. Nichts gibt's gratis.

4. Stimmungslage
Die psychische Gesamtstimmung ist deutlich widerstandsfähiger, beständiger, improvisationslustiger als vor Beginn der ex-Dissoziations-Übung des Parkinson's Recovery Project von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S.A.

5. Schlaf
Deutliche Verlängerung von Durch-Schlaf-Zeiten bis zu 3 Stunden. Dabei weniger drastisch ausgeprägte schlaffe Lähmungen. Allerdings ist der Blogger nachts unter voller L-Dopa-Medikation von ca. 25 mg pro Stunde -- bei 8 Stunden Schlaf insgesamt 250 mg L-Dopa + 50 mg pflanzliches Levodopa von Mucuna Pruriens (Samtbohne) zu Beginn der Nachtruhe.
Schlafunterbrechungen sind teilweise mit euphorischen Stimmungen verbunden, die Unruhe mit sich bringen.
Am 26.04.2017 wieder einmal 4 Stunden "am Stück" durchgeschlafen, d.h. ohne, dass der Blogger jede Stunde seine 25 mg Portion L-Dopa nachwerfen muss.

Traum-Erlebnisse verändert: Im  Rahmen der ex-Dissoziationsübung werden im Teil 1 FRIEDEN und HARMONIE "erbeten". Dies muss der Grund dafür sein, dass nun schon zum 2. mal im Traum die Persönlichkeit von Wladimir Putin nicht als "Herrscher Russlands", sondern als geschätzter und sehr kooperativer Geschäftspartner für ein Kultur-Projekt gemeinsam mit dem Blogger - im Traum - agiert. Verständiges Lächeln und kleine freundliche Gesten untereinander kennzeichnen die Atmosphäre. - Wer hätte so etwas für möglich gehalten ? Vgl. Protokolllierung der Übungen zur ex-Dissoziation vom 22.03.2017 (Stichwort "Trauminhalte") im Post vom 13.03.2017 in diesem Blog.

Es fühlt sich so an als würde das Nervensystem nachts nicht mehr tendenziell zum Schock-Modus des Freezing tendieren sondern zum Modus der Wachheit und der Experimentier-Freude. Vgl. zu den 4 Modi des Nervensystems die Ausführungen im Post vom 11.04.2017 in diesem Blog. - Womöglich sind die neuen, für den Blogger gänzlich ungewohnten Schlaf-Erlebnisse auch bloß Ausdruck des normalen Schlaf-Modus. Letzterer schliesst ja auch die neurologische Besonderheit des REM-Schlafes inklusive der  schlaffen Lähmung mit ein. - Ein Parkinson-Patient wird  von ständig veränderten Konditionen geplagt. Das Bio-Sytem findet kein Gleichgewicht - oder nun endlich doch?

Gleichzeitig ändert sich nachmittags auch der frühere Modus 2 (Kämpfe oder Flieh) in den Modus 3 (Schlaf) . Damit ist eine verstärkte Gang-Verunsicherung verbunden: Schlurfen oder antriebslos Verharren ohne eigentliche Stupor-Befindlichkeit. Diese Veränderungen in der bei Parkinson grundsätzlich aus dem Gleichgewicht gekommenen Modi des Nervensystems sind nicht im Voraus berechenbar; es kommt täglich zu nicht geringen Überraschungen.

6. Typische Parkinson-Symptome
- Tremor: nicht vorhanden mit Ausnahme in Form einer Begleiterscheinung eines Stupor - der alle par Tage vorkommen kann beim Klingeln des Telefons oder der Haustürglocke.

- Rigor: nicht vorhanden. Muskeltonus eher zu schwach.

- Sprachstörung (Aphasie): nur beim Telefonieren oder im Rahmen der ex-Dissoziations-Übung als "Fehlen der Worte" wahrnehmbar. Sogar der Begriff "Harmonie" muss in der Übung nicht selten warten bis das Nervensystem des Bloggers ein Aussprechen des Wortes "erlaubt".

Zum Glück gibt es Hilfe durch Akupunktur (auch elektrisch) und Akupressur von Du Mai 14 und Du Mai 15  an der Halswirbelsäule! dies gilt auch für Dysarthrie. Du Mai 14 heißt "Da Zhui".

"Da Zhui verbindet Sprache mit Herz." (Achim Eckert) q.e.d. - "Herz" im Sinne der TCM steht übrigens für Bewusstsein, und nicht schlicht für "Gefühle"!  vgl. Schaubild
bei Aphasie und Dysarthrie: Du 14 u. Du 15 akupressieren


- Stimmstörung (Dysarthrie): wie bei Sprachstörung, teilweise bis zur totalen Unverständlichkeit, sobald eine von vielen Möglichkeiten von Stress wirksam ist. Innerhalb von Sekunden versagen die Stimmbänder ihren Dienst bzw. missachten die vom Willen ausgehenden Befehle: ein jammervolles
Hauchen oder Krächzen statt volltönender Stimme. - Die Nähe der ex-Dissoziations-Übung zur Neurolinguistik ist wohl auch der Grund dafür, dass bei den laut gesprochenen Affirmationen stets eine veränderte Stimmhöhe und Klangfarbe hörbar wird.

- Schreib-Störungen: Schreiben in der eigenen Handschrift nahezu unmöglich; in gedruckt geschriebenen Buchstaben mit großer Mühe realisierbar.

Erkenntnis: Es ist die gewohnte Handschrift, die bei Parkinson verlorengeht, mit ihren individuellen
Ausprägungen der Buchstaben-Formen und -Verbindungen. - Was dennoch weiterhin funktioniert, ist das Schreiben in der Schulschrift, wie die meisten sie kennngelernt haben. Das geht zwar langsam, ist aber recht sicher und kann von anderen Menschen gelesen werden.

7. Brain Vibration No. 4
Wie ganz am Anfang der Übung vor 10 Wochen treten um den 1. - 3.05.2017 heftige Vibrationen der Beine und des linken Arms sowie der linken Hand im zeitlichen Zusammenhang mit den Übungen auf. Es sind aber deutliche Unterschiede zu den Beobachtungen vor zehn Wochen festzustellen:

- Die Beinbewegungen treten nur im Liegen auf. Sie ähneln den Bewegungen, die ein Taucher mit Schwimmflossen an den Füßen macht: ein heftiges Rütteln von 3-4 Sekunden; dann: wohlige Entspannung.
- Gänzlich neu sind die Bewegungen, die - isoliert vom rechten Arm - am linken Arm auftreten. Der Arm schlägt ohne Beteiligung des Willens auf das linke Knie. - In anderen Fällen macht die linke Hand schnelle Greifbewegungen, wie man sie im Training für verschiedene Sportarten kennt.

Beide Bewegungsformen treten auf gegen Ende der vierteiligen ex-Dissoziations-Übung von Dr. Janice Walton-Hadlock, Santa Cruz, Ca., U.S.A.

Fazit:
Weitermachen. Üben, üben, üben.





Dienstag, 11. April 2017

Parkinson-Blogger war 2 Jahre neurologisch auf "Pause" festgesetzt (stuck on pause)

- ACHTUNG. Janice Hadlock's Stuck on Pause-script is in the process of re-writing and including new research data. This following Post here on musician's ON-  and OFF-phases is correct - but the given explanations are not based on the actual text of Stuck On Pause.- 
(Comment of 14 March, 2018)
 
In ihrem neuesten Forschungsbericht über die vier neurologischen Modi der chinesischen Medizin liefert Janice Walton-Hadlock das "missing link" (das fehlende Verbindungsstück) für eine theoretische Analyse der teilweisen und der gänzlichen Heilungen vom Morbus Parkinson, idiopathischer Typ: "Stuck on Pause" ist der Titel ihres Berichtes über den letzten Forschungsstand. Analysiert werden Parkinson-Patienten, die teilweise genesen sind, aber immer wieder in typische Parkinson-Symptome/Härtefälle zurückfallen. Vgl Webseite von Parkinson's Recovery Project, Latest Research
2007 mit Joe Policastro (Chicago) am Bass im Jazz-Club Bonn

Dies gilt auch für den Blogger, der bis 2012 als Gitarrist regelmäßig Konzert-Auftritte mit Jazz Bands absolvieren konnte.
- Dann kam diese musikalische Kompetenz für 2 Jahre zum Erliegen. Hände und Finger versagten ihren Dienst.
- Im Jahr 2014 wurde die Kompetenz wiedererlangt.
- Im Jahr 2015 kam diese Kompetenz vollkommen zum Stillstand, "Stuck on Pause", um
- im April 2017 komplett zurück zu kommen.
Unterarme, Hände und Finger handeln wieder koordiniert - ohne Anstrengung, allerdings nicht ohne L-Dopa-Medikation im 21. Jahr mit dem Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ.

Janice erklärt solche Fälle dadurch, dass solche "Pausen" durch angelernte Verhaltens- und Denkweisen entstehen, die derartige Ein-/Aus-Schaltungen bewirken. Aus diesem Grund zielt ihre Parkinson-Therapie darauf ab, solche Denk- und Empfindungs-"Fehler" abzustellen. Hierzu wurde die 4-teilige ex-Dissoziation-Übung gemeinsam mit Psychologen der Kognitiven Therapie entwickelt. Einzelheiten entnehmen sie bitte den voraus gegangenen Posts in diesem Blog.

Das Nervensystem des Bloggers war bezüglich seiner mit den Händen auszuführenden Musikertätigkeit (Gitarre, Banjo, Mandoline u.ä.) auf den neurologischen Modus Nr 4
gesetzt worden. Vgl. nachfolgende Übersicht.
2002 mit der Wolverines Jazz Gang in der Bonner "Harmonie"

Die traditionelle chinesische Medizin unterscheidet vier neuologische Modi (= Organisationsweisen) des menschlichen Nervensystems, die sich in den elektrischen Strömungseigenschaften voneinander unterscheiden:

1) spielerische Neugier
2) Kämpfen oder Fliehen
3) Schlaf
4) Nahe-Tod-Schock ( = auf Pause geschaltet)

Modus 4 löst ein auf bestimmte Tätigkeiten zielendes Erstarren ("freezing") aus. Meistens sind Beine und Füße die Leidtragenden bzw. "Schuldigen", die um nichs zu  bewegen sind, ihre Pflicht wieder aufzunehmen. Erst die durch wiederholte Übungen zu erlernende neue Denk- und Fühlweise kann aus dem Modus 4 heraus in den Modus 2 typischerweise führen.

In Bezug auf die Kompetenz des Gitarre-Spielens wurde der Modus 4 in Folge von zwei Monate durchgehaltenen Übens der neuen Denk-, Fühl- und Erkenntnisweise am 9. April 2017 gestoppt und in Modus 1 umgeschaltet. "Thanks, Janice,  for your advice!"

Das zurück gewonnene Gitarre-Spielen ist natürlich nur eine von Dutzenden durch Parkinson eingebüßten Kompetenzen. - Ordentliches und halbwegs fallsicheres Gehen draußen in Stadt und Land konnte der Blogger nur unter den hier im Blog geschilderten Bedingungen verwirklichen. Jedes hinaus-in-die-Welt-Gehen ist noch ein großes "Abenteuer". Menschenansammlungen und -ströme muss der nur halb genesene Blogger noch meiden. - Der Prozess der kognitiven Restrukturierunng muss noch weiter voran schreiten. Das 4-stufige Trainingsprotokoll von Dr. Janice Walton-Hadlock wird mindestens fünf mal täglich durchgezogen - und beruhigt jedes mal das Gemüt. - Unermüdlich voran kommen.


Nachtrag vom 28.02.2018
 JWH: "... a way to reverse-engineer the brain's pause-bound striatal and thalamic inhibitions"

Janice  WH found it;  see "Stuck On Pause",  Parkinson's Recovery  Project, Santa Cruz, Ca., U.S.A.,
           

Montag, 10. April 2017

Musiker-Kompetenz zurückgewonnen durch Kognitive Parkinson-Therapie

Seine vor zwei Jahren im 19. Jahr mit Parkinson verloren gegangene Musiker-Kompetenz hat der Blogger am 9. April 2017 zurückgewonnen. Dokumentiert wird diese Tatsache durch das nebenstehend wiedergegebene Video und Foto.
Nach zwei Jahren Freezing läuft am 9.4.2017  alles wieder rund
Verloren ging diese Tätigkeit als Musiker nahezu komplett durch emotionale Umstände und Erlebnisse, die den Blogger hemmten, die altgewohnten Gitarrengriffe z. B. abzurufen. Es war wie ein Freezing der Hände und Unterarme, nicht unähnlich dem bekannten Parkinson-Stupor der Füße und Beine. - Dies ist jetzt, d.h. zwei Monate nachdem der Blogger mit der von Dr. Janice Walton-Hadlock in Santa Cruz, Ca. U.S., entwickelten ex-Dissoziations-Übung begonnen hat, Vergangenheit:

- Die Hände haben plötzlich kein Problem mehr, die glatten Flächen des kleinen Guitaron zu halten und in Koordination mit der rechten Schlaghand die richtigen Saiten und Bünde zu treffen. "Thanks, Janice. Your therapy brought me back to a musician's life with 60 (out of 73) years of fine amateur jazz, blues and swing music behind me."

- Seine Kompetenz gewann der Blogger zurück morgens um 10 Uhr. In dieser Zeit wirkt die nachts durchgehende L-Dopa-Medikation von 25 mg pro Stunde + 1 mg Azilect + 50 mg Amantadin optimal. Zwei Stunden später, d.h. ab 12 Uhr geht diese Kompetenz vorüber gehend verloren, da der Blogger nach 10 Uhr morgens komplett Medikations-Ferien feiert - bis abends um 21 Uhr zur Vorbereitung der Nachtruhe.Abends ist also ein Musizieren nicht möglich - mitten in der Nacht womöglich ja.
2005: Blogger am Banjo mit den Riverside Stompers

- Die Beschäftigung mit der Musik und das aktive Musizieren mit anderen waren für den Blogger "Zeit seines Lebens", wie bei vielen Musikern (z.B. der New Yorker Star-Dirigent James Levine, vgl. Post vom 15.04.2016 in diesem Blog; oder Kurt Masur, Dirigent des Gewandhaus-Orchesters in Leipzig, der vor etwa zehn Jahren an Parkinson erkrankte und unlängst verstorben ist),  eine lange bewahrte Herzensangelegenheit auch im fortgeschrittenen Parkinson-Zustand.

- Der Blogger hatte noch vor zwei Jahren mit einem Jazz-Trio ein paar alte Standard-Stücke eingespielt und als private CD verteilt. - Danach keinen Ton mehr. Unterarme, Hände und Finger versagten ihre Dienste, sobald der Wunsch aufkam, eines der vielen Saiteninstrumente des Bloggers anzufassen und zum Klingen zu bringen. -

Zu den vor zwei Jahren aufgenommenen Stücken gehörte auch der Titel, den der Blogger hier im Video flötend bzw. pfeifend vorträgt: THE GLORY OF LOVE.
Viel Spaß dabei! - Auf der privat CD wird natürlich auch der dazugehörige Text gesungen bzw. gekrächzt und durch drei weitere Instrumental-Improvisationen bereichert.

(Aber bitte keinen Vergleich: Levine dirigierte in der Metropolitain Oper bis zu seinem 22. Parkinson-Jahr!)

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung von Janice Walton-Hadlock können sie hier im Blog in den Posts seit Anfang Februar 2017 finden bzw. im Original auf Englisch bei Janice nachlesen. Nur Mut - Wir sehen und erleben doch, wie es voran geht, wenn das Herz wieder die Gesamtverantwortung für den Menschen übernimmt. Denn darum geht es beim Ausstieg aus dieser speziellen Form der Dissoziation, die für den Morbus Parkinson grundlegend ist. Lesen sie hiezru die Protokolle des Bloggers in den drei voran gegangenen Posts in diesem Blog, insbesondere den Post vom 10.02.2017. Dort finden sie eine kurze Beschreibung dieser 4-teiligen Übung. Wie lautet es am Ende des Teils 1 der ex-Dissoziations-Übung? - HARMONIE - Na wenn das kein eindeutiger Hinweis auf die Musikanten-Tätigkeit ist:

"Teil 1: Hirn- und Herz-Visualisierung, Affirmation/Gebet FRIEDEN UND HARMONIE"

- Einher ging dieses Wiedererwachen mit einer erfreulichen Stabilisierung des Motorik des Bloggers. Diese war in den letzten 3 Wochen deutlich krisenhaft und konnte sich erst langsam stabilisieren.

- Die 4-teilige ex-Dissoziations-Übung ist seit Anfang Februar 2017 fester Bestandteil der Tagesroutine: mindestens 5, besser 7 oder 8 mal pro Tag jeweils 5-6 Minuten.

- Nebenher studierte der Blogger das Standardwerl von David. D. Burns "FEELING GOOD", Kognitive Therapie / "Mood Therapy" - auch in Deutsch erhältlich.

- Zur Vorbereitung auf die recht knappe ex-Dissoziations-Übung hat der Blogger Janice' zwei Standardwerke, jeweils letzte Fassungen studiert inkl. Yin Tui Na. Letzteres wurde nur gelesen, keine der dortigen Übungen des Yin Tui Na wurden bisher angewandt. Leider !

- Die ketzerische Frage an die herrschende Meinung in der Neurologie wird erlaubt sein:
Wie passen diese erlebten Erfahrungen über regenerierte Kompetenzen zu der These von den zu Grunde gegangenen Zellen der substantia nigra beim Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ? -

1965:  Blogger mit der Canal Street Jazz Band in Hamburg

"Futsch is futsch, und hin ist hin!", weit gefehlt. Man muss nur die PAUSE-Taste finden, sie lösen -
und weitermachen wie zuvor. Gedanken und Gefühle stehen im Weg - nichts sonst.

Einzelheiten über die "Pause"-Schaltung lesen sie bitte im Post vom 11. April 2017 in diesem Blog.

Freitag, 24. März 2017

Parkinson-Patient muss seine dissoziativen Charakterzüge erkennen

Ohne eine hart zu erarbeitende Umkehr bei den für Parkinson typischen dissoziativen Charaktereigenschaften gibt es kein Vorankommen bei der Stabilisierung der Symptome.
Hierzu sind im Post vom 27. Oktober 2015 Anschauungs-Beispiele gegeben, wie z.B. "Flinte ins Korn werfen".

Sehr anschaulich ist auch die Charakterisierung des Bauernlümmels Burlala in dem plattdeutschen Volkslied "As Burlala"
Burlala Pub in der Lüneburger Altstadt



Dissoziativer Charakter?
Charakterzüge des norddeutschen Bänkellied-Helden "Burlala"

Das Lied vom Bauernjungen Burlala. Bekannt in den Interpretationen von Claire Waldoff, Lale Andersen und von Tönne Vormann in seinem Münsterländer Platt. Es finden sich Hinweise, dass es im Umfeld der Jugendbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde, aber schon Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt war. Die Melodie scheint wesentlich älter zu sein und aus dem 17. Jahrhundert zu stammen.
As Burlala in 10 Strophen (plattdütsch)

In jeder der insgesamt zehn Strophen wird eine Anekdote erzählt, die einen der vielen auffälligen Charakterzüge Burlalas illustriert:


Burlala mimt den Gernegroß, gibt seiner Mutter unnütze Kommandos schon aus dem Kinderwagen.

Burlala will sein Unwissen mit Hilfe unerlaubten Vor-Sagens seiner Mitschüler vor dem Lehrer verbergen.

Burlala haut gern mal über die Stränge, widersetzt sich der Obrigkeit.


Burlala lebt unbeschwert und gern auf Kosten anderer

Burlala hält sich für attraktiv  und übersieht seine Defizite

Burlala verwechselt als Soldat den Kriegsdienst mit Selbstjustiz

Burlala ist ein Angsthase, schiesst mit Kanonen auf Spatzen.

Burlala will frühzeitig sterben, tröstet nebenher noch seine Eltern.

Burlala ist davon überzeugt, dass Petrus für ihn einen Platz im Himmel reserviert hat. 

Burlala riskiert sogar dem Herrgott gegenüber eine kesse Lippe; den Himmel beurteilt er als "erträglich".



Kommentar des Bloggers:

Zunächst ein Geständnis bzw. Bekenntnis:
Im Alter von 4 bis 7 Jahren etwa war dem Blogger das Lied von Burlala bestens bekannt; damals ein Gassenhauer. Als Junge ging der Blogger davon aus, dass im Grunde er selbst in diesem Text beschrieben wurde - immerhin wurde er von seinen Spielkameraden "Rallala" gerufen. Klingt doch auch recht ähnlich, oder?

Nun, 70 Jahre später:
Einen solchen Mistkerl wie den besungenen Burlala sollte man doch leicht enttarnen können. Aber weit gefehlt: dieser Burlala schlüpft bei seinen Untaten gern in den Rock des heiteren Spaßmachers (daher das Wort "burlesk") oder des charmanten Bittstellers und bleibt unerkannt.
Burlala personifiziert eine dissoziative Persönlichkeit im hier relevanten Parkinson-Zusammenhang und im Hinblick auf die ex-Dissoziation-Strategie. 

Blog-Nutzer, denen die Eskapaden des Burlala allzu derb anmuten, können wundervolle Kennzeichnungen des dissoziativen Charakters auch in Walter Benjamins Essay aus dem Jahre 1931 "Der destruktive Charakter" nachlesen. Trreffender geht es wohl kaum.

Auszug Zitat Walter Benjamin (1931):

"...Der destruktive Charakter ist jung und heiter. Denn Zerstören verjüngt, weil es die Spuren unseres eigenen Alters aus dem Weg räumt; es heitert auf, weil jedes Wegschaffen dem Zerstörenden eine vollkommene Reduktion, ja Radizierung seines eignen Zustands bedeutet. Zu solchem apollinischen Zerstörerbilde führt erst recht die Einsicht, wie ungeheuer sich die Welt vereinfacht, wenn sie auf ihre Zerstörungswürdigkeit geprüft wird. Dies ist das große Band, das alles Bestehende einträchtig umschlingt. Das ist ein Anblick, der dem destruktiven Charakter ein Schauspiel tiefster Harmonie verschafft. ...

Der destruktive Charakter sieht nichts Dauerndes. Aber eben darum sieht er überall Wege. Wo andere auf Mauern oder Gebirge stoßen, auch da sieht er einen Weg. Weil er aber überall einen Weg sieht, hat er auch überall aus dem Weg zu räumen. Nicht immer mit roher Gewalt, bisweilen mit veredelter. Weil er überall Wege sieht, steht er selber immer am Kreuzweg. Kein Augenblick kann wissen, was der nächste bringt. Das Bestehende legt er in Trümmer, nicht um der Trümmer, sondern um des Weges willen, der sich durch sie hindurchzieht..."



Montag, 13. März 2017

Raus aus der Parkinson-Dissoziation durch Kognitive Therapie nach Burns

Seinen Einstieg in den Ausstieg aus der Parkinson-Dissoziation hat der Blogger im voraus gehenden Post vom 10. Februar 2017 protokolliert. Alles möglichst exakt nach den Empfehlungen von Janice Walton-Hadlock in RECOVERY FROM PARKINSON'S.  Wie sie dort im Protokoll nachlesen können, blieb der Blogger in einer Art Mobilitätskrise stecken. Diese ist inzwischen - jedenfalls teilweise - behoben, und die Aktion geht weiter. Das Gehen ohne L-Dopa funktioniert halbwegs  wieder. Unter L-Dopa-Medikation fuhr der Blogger heute vormittags mit seinem Pedelec-Dreirad im Chopper Style von "partmobil" 15 Kilometer durch den Hamburger Stadtverkehr; problemlos bei nur 2 Grad Celsius !


Die Mobilitätskrise ging wohl zurück auf die entstandene Angst vor dem Erlebnis allzu heftiger innerer Umwälzungen. Mit solchen muss in der Tat gerechnet werden. Der notwendigen Beruhigung des verunsicherten Nervensystems dient die von Janice in ihrem Buch empfohlene Vorübung jedes Probanden durch die Lektüre eines Standardwerkes der US-Cognitive Therapy, David D. Burns'
FEELING GOOD,  (Die Kognitive Therapie geht zurück auf Aaron T. Beck, M.D.)
Zum Glück gibt es dieses Werk von Burns auch in Deutsch, siehe nebenstehende Abbildung.

Ein Blog-Nutzer mag fragen, ob David Burns in seinem Standardwerk  explizit auf den Morbus Parkinson eingeht. - Antwort des Bloggers:"Nach meiner Kenntnis geht er nicht explizit auf die Parkinson-Krankheit ein, wohl aber auf zwanghafte Angststörungen, Dissoziation, posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen u.v.a.m.

Nachdem Janice Walton-Hadlock nachgewiesen hatte, dass ohne eine vorliegende Angststörung das Signal "ERSTARRE" vom Nervensystem nicht gewählt werden kann, kümmerte sich das Forscherteam in Santa Cruz, Ca., USA, um eine Lösung für eben diese Art von Angststörung, die einem Tod-Stellen des Organismus gleicht. Und dafür wurden die therapeutischen Ansätze von Burns' Cognitive Therapy genutzt. Die Vorgehensweise für Parkinson-Patienten ist allerdings strikt an den Wortlaut der 4-stufigen ex-Dissoziations-Übung gebunden und trägt der Erkenntnis Rechnung, dass das Nervensystem des Parkinson-Patienten von der "fixen Idee" ausgeht, dass dieser Mensch nirgendwo in Sicherheit sei. - Derartige unumstößliche innere Überzeugungen sind es auch, die Burns als Urheber z. B. von Depressionen enttarnt hat. - Viel Erfolg bei ihrer eigenen Jagd auf fixe Ideen!"
Herz entlastet Gehirn von der Verantwortung für Sicherheit


weitere Protokollierung der 4-teiligen Übung ex-Dissoziation:

07.04.2017
Ein Meilenstein wurde erreicht: der Blogger hat das oben beschriebene und abgebildete gelbe Kognitive Therapie-Buch von David D. Burns, FEELING GOOD The New Mood Therapy, komplett durchgearbeitet. Nur die letzten 250 Seiten über Psychopharmaka für Depressive hat der Blogger nicht gelesen. Diese sind für unsere hier verfolgten Zwecke nicht relevant.  Damit steht dem Blogger jetzt ein geeignetes Handwerkzeug für psychische Problemfälle zur Verfügung. Beck's Kognitive Therapie.
Thanks, Dr. Burns and Dr. Aaron T. Beck! (Dr. Burns' Methodik geht zurück auf Aaron T. Beck.)

Die motorische Krise des Bloggers ist der Normalität gewichen. Auffällig daran ist, dass eine Beruhigung der Motorik erst festzustellen war, als der Blogger zwei sehr schöne gesellschaftliche Einladungen abgesagt hatte, und zwar aus Gründen instabiler Motorik !!

Auch im Rahmen der Übungen selbst ist erstmalig  ein innerliches Bild entstanden (visualisiert), in dem am Ende des Teils 2 der Übung - als das Herz wieder seine Verantwortung übernehmen wollte bzw. sollte - ein Kind im Alter von 7 bis 8 Jahren auftaucht, das sich mit eingezogenem Hals und Zeigefinger vor dem Mund heimlich, still und leise aus der Szene schleicht. Dies war offenbar das Herz, das seinen eigenen Verkündungen - noch - keinen Glauben schenken wollte.- Es wird immer spannender, wie Janice Walton-Hadlock es auch angekündigt hatte.  Fazit: weitermachen!


03.04.2017
Die schon seit dem 14. März sich abzeichnende "motorische Krise" hat gestern Abend und auch heute Morgen zwei Ausrufungszeichen verdient:

- Am 02.04.2017 ereignete sich abends um 20 Uhr ein parkinsontypischer Sturz des Bloggers zu Boden, rückwärts gegen einen Beistelltisch. Voraus ging das Umherschauen im dunklen Wohnraum auf der Suche nach der schnell lokalisierten Decke und der Versuch, diese Decke an einen anderen Ort zu bringen.  Ohne jede Ankündigung verlor - alles natürlich im gewohnten Zustand ohne jede Medikation (letzte L-Dopa-Mediktion 9 Uhr morgens 25 mg) - der Blogger sein Gleichgewicht und fiel rückwärts in eine Zimmerecke. Mit nicht sehr erheblichen Prellungen und Abschürfungen am hinteren Becken und in der Kreuzbeingegend kam der Blogger davon. Die darauf folgende Nacht war dann trotz der um 21 Uhr einsetzenden L-Dopa-Medikation durch schlaffe Lähmungen und lange Wachphasen geprägt.

- Am 03.04.2017 traf dann morgens um 11 Uhr der "Freezing-Blizzard" den Blogger beim Absteigen von seinem Pedelec-Dreirad "partmobil avanti". Es ging keinen Schritt weiter. Die Frühlingssonne schien. Dies war sehr ungewöhnlich, denn normalerweise ist die Gehfähigkeit des Bloggers nach dieser gewohnten einstündigen Dreirad-Tour von 14 Kilometern optimal.

Fazit: Nach den vielen neuen Übungen von Janice Walton-Hadlock und David Burns ist der vom
Biosystem gemische "Neuro-Transmitter-Cocktail" offenbar ein anderer geworden, oder er hat seine gewohnte Wirkweise verändert.
Der Blogger ist zuversichtlich, dass sich dabei wieder ein Gleichgewicht finden und einpendeln wird.  Aber: gleichzeitig noch vorsichtiger werden.!  Es wird nicht einfach sein.








29.03.2017
Janice Walton-Hadlock schlägt in ihrer Kurzbeschreibung der 4-teiligen ex-Dissoziations-Übung vor, dass der Praktizierende ein Herz visualisiert, das mit einem Mund zum Sprechen ausgestattet ist. In der Übung kann es so selbst die Ich-Rolle des Affirmierenden übernehmen. - Der Blogger benutzt für seine Visualisierung das  nebenstehende Bild "Herz spricht unüberhörbar" (mit Megaphon).
Herz spricht unüberhörbar, Phase 3 der Übung


28.03.2017
Vor zwei Tagen gab es eine bemerkenswerte Variation in der nächtlichen Traumtätigkeit:
Anders als am 22.03.2017 wurde eine konfliktbehaftete Person aus dem früheren Geschäftsumfeld des Bloggers  nicht  als sympathischer Charmeur, sondern hier als hinterhältiger Trickser wahrgenommen und in der Traumszene mit einem mittelstarken Faustschlag ins Gesicht für seine üble Tat "belohnt". - Dabei fällt dem Blogger auf, dass im Traum kaum Verfremdungen der Personen erkennnbar wurden. Lediglich zeitliche Verschiebungen waren deutlich. - "FRIEDEN und HARMONIE" heisst demnach keinesfalls Unterwerfung. Selbstverteidigung bleibt gestattet! - sicher auch ohne den geträumten Faustschlag, welcher in Folge des alters- und zustandstypisch durchaus realistischen Auftritts des Bloggers - nicht wirklich verletzend hätte enden können.

27.03.2017
Die im Rahmen der ex-Dissoziationsübung zu leistende Visualisierung erweist sich im Laufe der Gewöhnung an das 4-teilige Übungsmuster als schwierigster und entscheidender Bestandteil des inneren Ablaufs. Dabei ist nach Erfahrung des Bloggers besonderes Augenmerk auf die Farben zu legen:
Weißes Licht steht dabei für den Begriff Frieden (weiße Friedensfahne!)
Farbe rot steht dabei für den Begriff Harmonie.
Fazit: Erst dann kann der Praktikant vom Frieden auf Harmonie wechseln, wenn er innerlich das Gehirn bzw. sein Herz als mit weißem Licht angefüllt visualisiert hat.
Das hier im Post vom 10.02.2017 abgebildete hellrote Herz in Manhattan, New York City, ist auf diese Weise gut geeignet, die Annäherung von Gehirn und Herz zu veranschaulichen. "Man trifft sich auf dem Trottoir..." Das hellrote Herz wirkt dabei etwa wie eine Art Magnet.. -
Viel Freude bei ihrer eigenen Übungspraxis wünscht der Blogger!

Vgl. Post vom 10.02.2017 mit angedeuteter Kurzbeschreibung der 4-teiligen Übung. Die obigen Feststellungen beziehen sich auf das Ende des 1. Teils der Übung, die Visualisierung des Vorganges der Füllung mit "FRIEDEN" und mit "HARMONIE".

23.03.2017
Auffällig wurde in den vergangenen zwei Wochen der ex-Dissoziations-Übung nach Dr. Janice Walton-Hadlock, dass dem Blogger in zwei wichtigen Fällen die Kontrolle über die gewünschten Formulierungen in persönlichen Schriftsätzen an besonders verehrte Personen entglitten ist. - Erst ein paar Tage nach erneutem Durchlesen der beiden Texte tauchten Spuren einer unerwünschten Verfälschung entscheidender Aussagen auf - so als hätte sich der "Verstand" eingeschlichen und die in der Übung gesuchte "Herz"-Position unterminiert. Das, was auf dem Papier zunächst als "herzlich" gemeint war, klang später ironisch, ja sogar etwas giftig. Solche Entgleisungen sind zwar peinlich, müssen bei guter Gelegenheit erklärt werden - repräsentieren aber klar eine neuartige Gefahrenzone, die als solche wiederum "keine Sicherheit" signalisiert. (Reden ist Silber, Schweigen ist Gold ?) - Das Herz wird wachsamer werden mit der Zeit. Wir befinden uns ja erst am Anfang des Weges zum Machtwechsel von "Gehirn" zum "Herzen".

22.03.2017
Auffällig sind die zu beobachtenden Veränderungen des Schlafverhaltens seit dem Beginn der 4-stufigen Übung ex-Dissoziation:

A.  Schon ab 20 Uhr kommt der Wunsch auf, dass sich der Blogger einiger Qi Gong Übungen unterzieht und dann schlafen legt. Früher, vor noch einigen Monaten, kam dieser Wunsch erst 2 Stunden später, d.h. um 22 Uhr, auf.

B. Vergangen sind die für Parkinson-Patienten typischen Zeiten aggressiver Träume, die sich z. T. in heftigen Fußtritten und Faustschlägen gegen "Traum-Angreifer" äußerten. Teilweise katapultierte sich der Blogger hinaus aus dem Bett und fand sich auf dem Fußboden vor dem Bett wieder. - Heutzutage träumt der Blogger von zufällig zustande kommenden privaten bzw. geschäftlichen Begegnungen mit bestimmten auffälligen Persönlichkeiten, die sich aber gegenüber dem Blogger jovial, humorvoll, warmherzig und mitfühlend verhielten: Im 3 Träumen traf er so mit Trump (1x) bzw. Putin (2x) zusammen und erfreute sich an deren Umgangsformen. - Wer hätte dies jemals für möglich gehalten? Der Blogger jedenfalls nicht. - Gibt es womöglich doch noch "sichere" Aufenthaltsorte für die dissoziierte Parkinson-Persönlichkeit? - Die Übungen werden es an den Tag bringen; die Träume nehmen eine Antwort womöglich vorweg!

21.03.2017
Die motorischen "Problemchen" des Bloggers in Folge des intensiven Übungsprogramms zwecks Überwindung der Dissoziation häufen sich leider: - immer wieder Stupor -

1. nachts verstärken sich Erlebnisse nahezu kompletter - jedoch vorüber gehender -  medikamenten-bedingter Stupor, d.h. schlaffe Lähmung der Gliedmaßen und des Beckens; TROTZ allnächtlich durchgängiger Medikation von 25 mg L-Dopa je Stunde. Bei Stupor keine Chance, eine bequeme Lage im Bett einzunehmen oder gar aufzustehen. Grund: Resistenz gegen L-Dopa (?)

2. tagsüber keine Chance für das außer Haus Geh-Training in  der L-Dopa-freien Zeit von 11 - 21 Uhr; psychogener (dissoziativer) Stupor (Starre) = Parkinson-Krise beim Versuch, vor die eigene Haustür zu treten. Nicht ein einziger Schritt ist möglich; aber vorsichtig rückwärts Gehen funktioniert, wenn eine Begleitperson mit hilfreicher Hand gefunden ist. Vgl. auch "Parkinson-Freezing - "Rühr dich nicht..." im Post vom 8. September 2015 in diesem Blog.

3. äußerst schwache Leistungen beim Gehen daheim in der L-Dopa-freien Zeit

4. moderate Panikattacken, wenn die vielen zu einer selbständigen Haushaltsführung erforderlichen Leistungen vor Augen geführt werden
Aber der psychische Zustand ist recht stabil; besonders, wenn es sich erweist, dass durch systematisches Vorgehen eine Herausforderung nach der anderen bestanden wird. - Immer langsam voran! - und natürlich. weitermachen, denn wo gibt es schon etwas geschenkt?

16.03.2017
Inzwischen steckt der Blogger mittendrin in den Übungen zur Überwindung Kognitiver / gedanklicher Verzerrungen von David D. Burns. Vgl. Tabelle. Dabei fällt auf, dass die Qualität der eigenen Motorik des Bloggers unmittelbar davon abhängig zu sein scheint, dass er nachlesbare Erkenntnisse und Urteile produziert; das Niederschreiben als Motorik-Selbsthilfe. Warum nicht?
Modell einer Angst auslösenden Situation inkl. gedanklicher Verzerrungen und deren Auswirkungen typisch für Parkinson










M.-P. Hurni's These von der "dissociative conversion disorder" bei Parkinson


15.03.2017
Der Blogger hat sich nun entschlossen, die 4-teilige Übung "ex-Dissoziation" wieder zu intensivieren, d.h. fünfmal pro Tag die jeweils rund 10 Minuten umfassenden Übungen komplett durchzuziehen. In diesem Kontext tauchte bei den Schlüsselbegriffen FRIEDEN und HARMONIE im Teil 1 ein neuer Begriff aus dem Erinnern auf: Das Herzenhören. Der Blogger kennt den Begriff als Titel des Romans von Jan-Philipp Sendker. In dem Roman geht es um die Überwindung aller Begrenzungen durch Liebe, die auf dem Herzenhören basiert. - interessanter Aspekt,
David D. Burns' FEELING GOOD wird nun parallel durchgearbeitet. Dies hat den Vorteil, dass viele Arten von Extra-Motivationen und Aha-Erlebnissen die insgsamt anstrengende Arbeit heiterer und leichter machen.

14.03.2017
Die wöchentliche Übung "Gehen außer Haus im Großstadt-Gewimmel ohne L-Dopa-Medikation in Begleitung einer Pflegeperson" verlief heute Vormittag "im Sande". Mehrere Freezings nötigten den Blogger nach 50 Metern zum Abbruch der Übung. Innerhalb der eigenen vier Wände waren die motorischen Hemmungen weniger ausgeprägt, jedoch ebenfalls klar erkennbar.