Mittwoch, 18. Juli 2018

Balanceakt über Abgründe der Neurobiologie und der Psychologie bei Parkinson

Bei seinem Balanceakt über den Abgründen der neurologischen Modi und der Persönlichkeitsanteile in der Dissoziation muss der Blogger jederzeit diese Fragen beantworten:
Balanceakt - Skulptur von Stephan Balkenhol

# Welcher der für mich in Frage kommenden neurologischen Modi herrscht in meiner gegenwärtigen Situation?
(Vgl. STUCK ON PAUSE, by Janice Hadlock, Five Branches University, Santa Cruz, Ca., U.S.A., hier im Blog vielfach erörtert und zitiert). Anmerkung: nach Auffassung von Janice Hadlock hat der Parkinson-Patient keinen Vollzugang zum limbischen System mehr. Er hängt fest in der Endlosschleife einer Fehlkognition, Kann Feinheiten - 'Amazing Grace' (Unverhoffte / verwirrende / verwundernde Gnade) - weder wahrnehmen noch wertschätzen; sie nennt dies "auf Pause festgesetzt".)

# Hat die seit Ausbruch ihres Morbus Parkinson in 1996 dominante Persönlichkeit  des Bloggers – die sich selbst, wenngleich unwillentlich, dauerhaft auf Pause gestellt hat – tatsächlich noch die Oberhand?  = Modus I  - das limbische System im parasympathischen Modus ist weitgehend unzugänglich -

(Tendenziell steht die geistige Positionierung dieser Persönlichkeit unter dem Stern des Verlustes seines natürlichen Gottvertrauens - als Ersatz müssen Spott, Satire und die Philosophie des Existenzialismus herhalten.)

# Ist bereits der warnende Ruf: „Achtung Freezing-Gefahr“ vernehmbar? = Modus II oder Modus III, je nach überwiegendem Persönlichkeitsanteil des Augenblickes

# Oder lebe und handele ich schon „wie ein normaler Mensch“, d. h. wie die lange unterdrückte wirkliche Persönlichkeit? (Letzteres wäre der Fall, wenn die beiden psychotherapeutischen Behandlungen des Bloggers Früchte getragen haben, insbesondere die Kognitive Restrukturierung (Verhaltenstherapie seit Herbst 2017. Hierbei geht es um die Rückführung des menschlichen Geistes zu dem Grund seiner Entstehung, vgl. Andrew Newberg, Eugene d'Aquili, Vince Rause: Der gedachte Gott - Wie Glaube im Gehirn entsteht, Piper Verlag 2003, S.246, Zitat Nr. 12, vgl. Scan-Bild, über die Bedeutung des limbischen Systems für den Glauben)

in: Andrew Newberg. Der gedachte Gott - Wie Glaube im Gehirn entsteht, Piper Verlag 2003
-       entweder im sympathischen = Modus III
-       oder im parasympathischen Modus - = Modus IV - des limbischen Systems.


# Mit welcher Veränderung meines neurologischen Modus oder in der Dominanz meiner Persönlichkeitsanteile muss ich  angesichts kalkulierbarer Ereignisse rechnen?

- Jeder kennt das oft persiflierte Schema: Wenn ein cholerischer Schwiegervater (zum Beispiel) am Wochenende zum Kaffee kommt, gibt es Zoff , und mit großer Sicherheit würde die Persönlichkeit dominieren, die sich vor 22 Parkinson-Jahren selbst unabsichtlich auf Dauer-Pause gestellt hat. – Uralte „Standpunkte“ werden betoniert, der Tonfall ist gereizt, der Nachmittag verdorben. -

# Das Schalten des "Vierganggetriebes"
Dem Blogger kommt die Erkenntnis, dass die jeweilige Selbst-Einordnung in einen der Modi I - IV auch davon abhängig ist, ob sie mit eigenem Willen verändert bzw. erreicht werden kann. Der im Modus I herrschende Verzweifler kann dies offenbar nicht. - Der in Folge kognitiver Restrukturierung wieder zur Nutzung seines limbischen Systems fähige halb-genesene Alt-Patient im 22. Jahr mit Morbus Parkinson ist dazu in der Lage. Beweis? - Heute, am 19.07.2018. zwischen 11.30 und 12.30 Uhr schaltete ich mich selbst von Modus II auf Modus IV mit der Hilfe der hier im Blog geschilderten Standard-Übung im Geiste ("Du liebevoller Schöpfer des Universums...", vgl. Janice Hadlock: STUCK ON PAUSE) - danach schrieb der Blogger diesen Text zur oben abgebildeten Fundstelle in Andrew Newberg's Werk.

"Für deine Liebe zu deinen Kreaturen sage ich meinen Dank von Herzen.  Sie offenbarte sich - wie stets - zur rechten Zeit." dein Rudi Traugott

# Ich will "das Getriebe" kennen lernen und das Gefühl für den richtigen Gang zur rechten Zeit entwickeln!
(Notabene: Posttraumatische Belastungsstörungen sind auf Störungen des Limbischen Systems zurückzuführen, vgl. auch Marc-Peter Hurni's Dissertation im Fach Psychologie über die Verursachung des Morbus Parkinson, Universität Granada, Espana - in Spanisch)

Wie gelang das oben behauptete gelungene Hochschalten von Modus II auf IV? -

Auf dem Sofa liegend in der letzten Phase des Entzugs von L-Dopa um ca. 11 Uhr, doch ohne die ersehnte Ruhe der drogen-freien Zeit bis ca. 21 Uhr zu finden. Der Blogger begann mit der Standard-Übung (s. o.), und ohne groß nachzudenken ergänzte er seine Verbalisierung und Visualisierung mit der Shiatsu-Übung der Aktivierung des Dreifachen Erwärmers (San Jiao) über die Punkte 1, 3 und 4 auf den Rücken beider Hände. Dann wurde es hell, warm und freundich um ihn herum...vgl. auch Post vom 19.04.2012 in diesem Blog.





Fall-Beispiel Shopping Center-Tour


Von innen betrachtet fühlte sich  

„der Balanceakt über die neurologischen Modi

vor, während und nach einem Shopping Center-Besuch des Bloggers am 17.07.2018 etwa so an:


Uhrzeit, Ereignis
Empfindungen,

innere Bilder;

neurolog. Modus
Medikation, subjektiv empfunden
Motivation, geplante Aktion
9 Uhr Frühstück
Ruhe vor dem Sturm, Modus IV
Zu hoch, Füße bleiben unruhig,
Halsmuskeln zerren
Reisefertig machen, Krimskrams nicht vergessen
9.30 h, Abfahrt mit Pedelec-Dreirad Richtung Shopping Center (7 km, 25 Celsius)
Überall am Dreirad klappert es beim Durchfahren von Schlaglöchern der Straße ; das wird ein harter Tag,
Modus III
Medikation OK: 25 mg L-Dopa synthet.,
+ 60 mg L-Dopa pflanzlich um 9.30 Uhr,
Fahrtwind kühlt
30 Minuten bis zum Shopping Center, dort Jackett und Hose finden, anprobieren, mit Freunden treffen, einkaufen und: weiter fahren mit Pedelec,  6 km bis Eimsbüttel, Pedelec parken und sichern
10 Uhr, Ankunft Shopping Center, Umsteigen auf City Scooter innerhalb des Shopping Center, Übersicht des dortigen Angebots von Herren-Bekleidung
 "ist doch nicht so schlimm wie erwartet!?"
 es scheint alles OK zu sein - doch unverhofft kommt oft! - zu früh in Sicherheit gewogen in Folge des angenehmen 
Modus III,
der aber schnell kippen kann (siehe unten).
Nicht Ausrutschen beim Rollern mit dem City Scooter!
10.30 Uhr, Treffen mit Freunden, Anproben usw.
 "ziemlich beste Freunde"
alle nehmen aufeinander Rücksicht
 unverändert OK
Keine Hektik zeigen, aber ehrlich auf Hilfebedarf hinweisen.
11.15 Uhr, Weiterfahrt nach Eimsbüttel
Der „Boxer“ wurde am Boden liegend angezählt: 5 Minuten geordnet auf dem Rücken am Boden liegend Wirbelsäule gestreckt. Danach auf das Pedelec.
Der dominante Persönlichkeitsanteil ist nun nicht mehr der „normale Mensch“, sondern die anscheinend normale Person:

Modus II, kein Freezing aber die Warnglocken läuten.
Er steht wieder fest auf beiden Füßen. Zum Schluss den Helfern ein Bild des gemeinsamen Erfolgs zeigen.
11.40 Uhr, Stop auf Parkbank im Schatten hoher Bäume
Keine Radumdrehung weiter! – es droht ein Kriechen auf dem Zahnfleisch in das Treppenhaus. Nur das nicht. Disziplin!
Zurück auf
Modus III,
die Angst vor Freezing ist gewichen, die Schönheiten der Natur kommen ins Bewusstsein
Bei Rückkehr das Gesicht wahren.
Zeit spielt keine Rolle.
12 Uhr, Ankunft am Ziel, Abstellplatz des Pedelec vor dem Boutique-Schaufenster, nicht in dunkler Tiefgarage.
Hier kommt einer, der fast alles im Griff hat. Dessen Coach nicht das Handtuch zu früh in den Ring wirft.
In der Nacht auf den 18.07.2018 kam der parasympathische Modus IV - endlich - wieder zum Zuge.
Ich hätte die 2-fache Menge L-Dopa nehmen können (170 statt 85 mg), hätte so aber schon im Shopping Center aufgegeben - als Feigling.- Modus III
nachmittags 17.07.2018

L-Dopa unterstützt Feigheit.
Ausruhen und die Aktion später analysieren.

Dies geschieht hier gerade jetzt (am 18.07.2018, 15 Uhr). - um 17 Uhr nach Fertigstellung der hier gezeigten Tabelle.
Klar Modus IV


# Zurück zur Original-Größe: mittelmäßig ( im parasympathischen Modus IV** rückblickend auf Modus I und II  der ehemals dominierenden anscheinend normalen Persönlichkeit) - Nachtrag vom 23.07.2018

Das allmähliche Versinken der ego-geblähten Persönlichkeit, die im Modus I und Modus II vorherrscht, fühlt sich - von innen - nicht nur gut an. Der auf andauernde Pause festgesetzte Modus I ist psychisch und subjektiv derart unerträglich, dass der Blogger - wie die meisten Parkinsonpatienten - allerlei innere Reizmittel erfunden haben, die ihm über die gröbste psychische Selbstzerfleischung hinweg helfen. Welche Bestandteile diese innerlich gemischten Cocktails aus Adrenalin, Noradrenalin, Hormonen, Nervenbotenstoffen usw. auch aufweisen - sie führen dazu, dass die dominante Persönlichkeit sich bedeutender, besser, angenehmer empfindet als sie es tatsächlich ist. - Ernüchterung könnte man das nennen; einen Kater nach Suchtmittelgenuss natürlicher Art. Weder betört jetzt noch die eigene Augenfarbe beim Blick in den Spiegel, noch sitzt das T-Shirt richtig locker. - eher einzwängend!! Nichts deutet auf Grandeur, auf irgend eine Art von Überdimensionierung hin. Trüb ist das Dasein im Mittelmaß nach 22 Parkinsonjahren, von denen 15 mit der Pharma-Droge des synthetischen Levodopa freien Willens verschlimmert wurden. -

Der Blogger aber bleibt standhaft. Er hält das Mittelmaß für sich selbst als "gut genug". Das ist 'mal ein Anfang. Kein Tag ohne Tagesentzug = L-Dopa-Ferien von ca. 12 Stunden.
Stolz empfindet der Blogger dennoch ganz innen drin... wenn er auf seinem Pedelec-Chopper-Dreirad vormittags bei 30 Grad Celsius neben 100 LKWs die Landstraße herunter surrt, dabei höllisch auf alte Schlaglöcher in sogenannten Radwegen und neue, hellgrau-konturenlose unerwartete Stufen aufpasst in der Gewissheit, selbst auch nur als "Gottes Ameise" diese Leistung erbringen zu können und darüber demütig und dankbar zu lächeln. - Rudi Traugott radelt heimwärts - neuerlich technisch unterstützt von Roderich Th. in Sülldorf.
Glyconschlange im Asklepios-Kult

**Beweis für den momentan beim Blogger um 18 Uhr herrschenden neurologischen Modus IV ist die Tatsache, dass er soeben, beim Läuten der Haustürglocke in seiner Wohnung zögerungs- und hemmungsfrei durch den längeren Hausflur geschritten ist und die Tür dem Besucher geöffnet hat. Dies ist seit 8 Jahren nicht mehr passiert. Beim Klingelton setzte unweigerlich Modus III ein: FREEZING - ohne erkennbaren Grund. - Oft musste der Blogger die letzten Meter auf dem Boden zur Haustür hin kriechen !! eine Chimäre aus Schlange und Krokodil!

Heute - 25.07.2018 - herrscht seit dem Aufwachen um 6 Uhr der Modus III Sympathicus vor: Und der Blogger konnte hierüber sprechen. Es fühlt sich an wie das Dasein vor 20 Jahren; etwas gehetzt, klare Analyse des Tages-Solls: Formulierung des Widerspruchs zur Ablehnung des Antrags auf Pflegegrad 3. Das fraß 6 Stunden Arbeitszeit für knapp 5 Seiten Text.
(it is tea time now - five o'clock - indeed) beloved God saves his ants like me - Amazing Grace

und heute, am 26.07.2018, stellt sich seit 0 Uhr nachts der parasmpathische Modus IV meines limbischen Systems vor: 2 x 3 Stunden Durchschlafen mit jeweils 1 Kapsel Mucuna Pruriens Extrakt a 60 mg pflanzliches L-Dopa. Kein innerer Drang zum frühen Aufstehen morgens. Erheben aus dem Bett um 8.30 Uhr ohne zusäzliche Medikation von synthetischem L-Dopa. -
Etwas tranige, aber  nach innen wachsame Stimmung. Motorik anfangs stotternd, dann schleichend OK. Keinerlei Ideen von Tarzan-Gehabe, sondern ein Lauschen nach inneren Stimmen. Diese besänftigen mein Gemüt. Und das Vorbereiten des Frühstücks geschieht "von selbst" (!), wie durch eine Marionette, die vom Himmel aus geführt wird."Nicht abschweifen heute; dran bleiben!",, lautet der Auftrag. 
"Ich hab Dich verstanden, liebevoller Erschaffer der Welt, und folge Dir mit liebendem Herzen!" Dein Rudi Traugott

Heute, am Freitag, dem 27.07.2018 kann ich es endlich sagen, wie es sich nun von innen anfühlt: "Tarzan" hat sein Aktionsfeld in mir geräumt und sucht sein Glück anderswo. Drinnen öffnet ssich ein Hohlraum, der ausgefüllt werden will mit dem Gefühl der verborgenen wirklichen Persönlichkeit.  und ihrer Suche nach Liebe. Parasympathischer Modus IV - Abdanken der anscheinend normalen Persönlichkeit kommt voran.
Astrud G. sings Bossa Nova 1962 in Dutch TV Show
In youtube ruft der Blogger 56 Jahre nach ihrer TV-Film-Produktion Bossa Nova Songs mit dem jungen Holländer Ruud Brink (Tenorssophon) , Pim Jacobs (Piano) und "Sweetest of all girls in 1962" Astrud Gilberto (vocal) auf und geniesst ttränenreich bei 36 Grad Hitze ONLY TRUST YOUR HEART und  IT MIGHT AS WELL BE SPRING - erst jetzt erkennend, wovon sie spricht.  Die mächtige Diana Krall schrumpft mit demselben Song heutzutage auf Mittelmaß zusammen. - Allein Astrud's Outfit und teenage face expression  of coolness - eine Augenweide und passend zu den lässig, aber fein akzentuierten Tönen ihrer Stimme und ein Herzöffner für die Ewigkeit. "Thank you, my beloved Creator for creatures as Astrud" Rudi Traugott on your way back to his roots


# Wie kann ich vorausblickend für meine eigene Sicherheit sorgen?

wird fortgesetzt !

Mittwoch, 4. Juli 2018

Shiatsu-Therapie bewegt limbisches Nervensystem in RIchtung des parasympathischen Modus

Das SPOT ON SHIATSU Festival am 30.06.2018 in Hamburg brachte am vergangenen Samstag dem Parkinson-Blogger eine neue Erkenntnis. Und  diese Erkenntnis  war direkt verbunden mit den persönlichen Erlebnissen und Selbsterfahrungen "am eigenen Leibe" und im eigenen Geist:

# In jedem der doppelseitigen Shiatsu "Produkt-Prospekte" (siehe Fußnote am Ende dieses Posts) wird der Leser darauf aufmerksam gemacht: Es ist Ziel und Methode der Shiatsu-Therapie, den sympathischen Modus  im Nervensystem des unruhigen oder gar gehetzt wirkenden Patienten auf parasympathisch umzuschalten. Vgl. im einzelnen Post vom 11.06.2018 mit Erläuterungen zu den Modi des Nervensystems sowie Post vom 16.03.2018 über die spezielle Variante von Parkinson-Patienten im "Pausen-Modus" des zentralen Nervensystems, das nicht mehr auf den parasympathischen Modus zurück schalten kann. - Erst müsste die dominierende Parkinson-Persönlichkeit "verschwinden" bzw. abdanken  (These von Janice Hadlock, DAOM, in "Stuck on Pause").
Erlebnisse vom 30.06.2018 - hier im Blog dokumentiert

# Ein solches "Umschalten" auf den Ruhe auslösenden bzw. anzeigenden parasympathischen Modus ereignete sich tatsächlich beim Blogger am 30.06.2018 im Shiatsu Zelt Nr.2 im Schanzenpark um 11 Uhr. Zunächst ist es nur "wonniglich", was da ausgelöst und vom Blogger empfunden wurde. (.. als Kleinkind, das von seiner Mutter tröstend sachte in die Arne genommen wird und sein Schluchzen leise beendet..)

Weitere Stationen des Umschaltens vom Stress hin zum Leben in Geborgenheit folgen und werden hier nachgezeichnet.

# Damit kommt Shiatsu auch auf seine Herkunft, seinen Ursprung, zurück; das Tui Na bzw. Jin Tui Na, wie es von Janice Hadlock, MAO, Santa Cruz, Ca., U. S. A., so eindrücklich geschildert wird in seiner Rolle bei der Behandlung des Morbus Parkinson. -

Denn Shiatsu definiert sich als japanische Weiterentwicklung des chinesischen Tui Na, des "Haltens traumatisierter Teile oder Regionen des menschlichen Körpers".

Shiatsu aber geht in die bestimmte Richtung einer Verlängerung und Vertiefung dieses Heilungsweges durch gezielte Kommunikation mit lädierten Funktionen bzw. Teilen des Körpers - und des Geistes. (Vgl. auch Post vom 16.04.2018, endend mit dem Dank gegenüber dem liebevollen Schöpfer des Universums.)

# Shiatzu enttarnt Rosstäuscher und sogar einen "Tarzan"
Tarzan Boy bleibt übrig

Eine bisher nicht bekannte  Shiatsu-Praktikerin kümmerte sich etwa 20 Minuten um den wackelig vor ihr stehenden 75-jährigen Blogger mit 22 Parkinson-Jahren auf dem Buckel. Der Blogger war gerade von einer schmalen Sitzbank rückwärts zu Boden gekippt und stand wieder,  aber nicht sehr fest,  auf den Beinen (vollgepumpt hier mit 100 mg synthetischer L-Dopa-Medikation).

Das Kippen von der Bank machte die Überlastung deutlich, die durch eine voraus gegangene 40-Minuten umfassende Übung des "Qi Gong der Fünf Elemente" - im großen Zelt in einerr großen Gruppe - entstanden war.  Dort inmitten ca. 35 Qi Gong Adepten trainierte so der Blogger in direkter Nacbarschaft zu seiner gut bekanten und hoch geschätzten Shiatsu-Praktikerin M.. - Nach 40 Minuten beendete ein Krampf im rechten Oberschenkel des Bloggers diese sportlich anspruchsvolle Qi Gong-Übung vorzeitig.

Was sich durchgesetzt hatte, war die Wahrheit über des Bloggers überhöhten Ansprüche an sich selbst. Das war nicht zu übersehen: "Tarzan" war auf die Schnauze gefallen; das Ego zurechtgestutzt auf Kleinformat. (Vgl. Post vom 1.08.2017 über Hirn-Schaltkreise, insbesondere Schaltkreis Nr. 7 für Gefahrensituationen; Entkommen aus der 'dirty road'-Falle, Le Doux)

Joseph LeDoux' Emotional Pathways




# Shiatsu entdeckt verkörperlichte Emotionen - Zugang und Schlüssel zum Unbewussten? (Die moderne Hirnforschung  kommt auf andere Weise zu vergleichbaren Ergebnissen; siehe Schaubild und das Zitat Joseph Le Doux' über "the dirty road" bei der Wahl des Fluchtweges im Angstszustand)

Es wäre ja auch zu schön gewesen: ein Treffen am sonnigen Samstagmorgen mit drei interessanten Damen und ein glatter Einstieg in die bunte und lebensbejahende Shiatsu-Welt. Der Einstieg gelang in der Tat, aber offensichtlich nicht als Star-performance, sondern als reality pur:  der Blogger am Boden liegend und innerlich nach Mammi wimmernd. Und gerade dieses Wimmern nach dem Rückwärtsfallen von der Bank im Samurai Shiatsu-Zelt erhielt vier Tage später seine angemessene Interpretation. Zum Vorschein kam  des Bloggers Erinnerung an eine wahre Begebenheit vor ca. 30 Jahren als seine damals ca. 2 Jahre alte jüngste Tochter in der Wartehalle eines Flughafens rückwärts von einer Sitzbank ohne Rückenlehne mit ihren Kopf auf den Boden fiel und einige Sekunden vergingen bevor sie schreien konnte... Shiatsu öffnet Schleusen, rührt an traumatische Erlebnisse und ihre lebenslangen Verdrängungen durch Aufdeckung ihrer Verkörperlichungen. So z. B. die geschilderteen Selbstvorwürfe über ein totales Versagen gegenüber den Schutzbedarf des geliebten Kleinkindes...

Was hatte die im Samurai-Shiatsu-Zelt für Kinder tätige Therapeutin angeboten und getan?
- Sie bot dem lädierten Blogger eine 20-Minuten dauernde Behandlung an. Dabei konnte er auf einem bequemen und sicheren Stuhl mit Rückenlehne Platz nehmen. Als die hinter dem Rücken des Bloggers stehende Shiatsu-Therapeutin ihre Handflächen nahe an die Aussenseiten der Oberarme und an die äußeren Schultern brachte und diese sanft berührten, entwickelte sich das leise Wimmern im Inneren (siehe oben). - Das leise Weinen kam dann am Sonntag, dem Tag nach dem 30.06.2018 immer wieder auf - wirkte gar nicht belastend, störend oder furchterregt, sondern eher besänftigend:  "Du bist nicht Schuld an dem Sturz deines Kindes rückwärts von der Bank ohne Lehne!"- und es ist ja, Gott sei Dank, nichts passiert! (Rudi Traugott)

# Shiatsu auch für Laien begrenzt nutzbar
Und wer oder was hatte den Blogger in das Samurai-Shiatsu-Zelt für Kinder geführt? - Da waren Mutter mit Tochter im Kita-Alter, die lernen wollten, wie sie selber diese respektvolle Shiatsu Handlungs- und Behandlungsweise für den täglichen Gebrauch nutzen können. - Ganz offensichtlich gelang auch dieses.

# Shiatsu bewegt limbisches System in Richtung Parasympathicus
Nun wird es von Tag zu Tag klarer, und die Möglichkeiten der Unterscheidung nach erkennbaren Kriterien nehmen zu: Der Blogger kann ab jetzt schnell die  Frage beantworten, welcher Modus gerade im limbischen System vorherrscht:

- Kann er den Wunsch, seine Fußnägel zu schneiden, realisieren oder behindert ihn dabei eine fehlende Fokussierung der Linsen seiner Augen? - Solange diese sich anpassen können, ist der parasympathische Modus gegeben. - weitere Anhaltspunkte finden sie im Post vom 11.06.2018.

Doch Achtung ist geboten. Dieser Test wirkt nur im Zustand des Patienten gänzlich ohne Medikation, auch ohne pflanzliches L-Dopa (mucuna pruriens = Juckbohne) und nur in dem erreichten Zustand der fast gelungenen Kognitiven Umstrukturierung.

Zum Thema 'welcher neurologische Modus liegt jetzt vor?' vgl. Post vom 16.03.2018, zu Kapitel 15 von STUCK ON PAUSE. Zitat der Anmerkung des Bloggers vom 11.07.2018:
Fazit:

Eine strukturelle Dissoziation auf Grund einer traumatisierenden Erfahrung im Kleinkindalter kann sich im späteren Leben des Erwachsenen zu einer "Schaltung auf Dauer-Pause" transformieren, wenn vorher eine weitere Traumatisierung hinzu tritt, die in Verbindung steht mit einer faktischen oder tief so empfundenen Lebensbedrohung des späteren Parkinson-Patienten. - Erst muss für das Kind 'der liebe Gott tot" sein, dann fällt das ZNS des Erwachsenen einer womöglich nur vorübergehenden Lebensbedrohung zum Opfer. Es schaltet dauerhaft auf Pause. (Diese Formulierung stammt vom Blogger und ist nicht von Janice Hadlock autorisiert. Hamburg,  den 11.07.2018)

Janice Hadlock's "zwei-Koffer-Modell" für Morbus Parkinson mit Trauma-Auslösung im psychischem Bereich in der Kleinkindzeit, vgl Abbildung im vorgenannten Post:

1.
dominante Persönlichkeit im neurologischen Modus "festgesetzt auf Pause"
versus
2.
untergeordnete Persönlichkeit im sympathischen oder parasympathischen Modus des limbischen Systems

# Shiatsu bewirkt motorische Stabilisierung durch Aufdeckung und Neutralisierung posttraumatisch wirkender unvorhersehbarer Störungen bei naiv in Kauf genommenen Belastungen.
Am Exempel des "Rundgangs Eimsbüttel-Nord" am 5.07.2018 wird dies im Post vom 29.06.2018  nachträglich aufgezeigt.



Fußnote:

Herausgeber der Produkt-Prospekte:
GESELLSCHAFT FÜR SHIATSU IN DEUTSCHLAND E V.
Eimsbütteler Str. 53-55, D-22769 Hamburg, www.shiatsu-gsd.de
Shiatsu - wirkt auf das limbische System zu Gunsten parasympathischer Aktivierung (s. o.)

Shiatsu im therapeutischen Anwendungsfeld - heilen
Shiatsu in der Begleitung von Menschen mit psychosomatischen Leiden - heilen und begleiten
Shiatsu mit Menschen mit Behinderungen - dasein und begleiten
Shiatsu in der Begleitung der letzten Lebensphase - dasein und begleiten
Shiatsu in der Arbeit mit Kindern in Praxis, Schule und Kita - anregen und begleiten

 Duft Qi Gong I bei youtube

Verpasst hatte der Blogger das "Duft Qi Gong" Training, welches früh am morgen auf dem Shiatsu-Festival in Hamburg zum Mitmachen angeboten wurde. 

Schauen sie selbst auf die Webseite der Shiatsu-Praktkerin Heidemarie Bräuer mit ihrem Video Duft Qi Gong I - Entgiftung und Ausleitung - zum Mitmachen, auch für immobile Parkinson-Patienten 1. - Der Blogger macht jetzt täglich mit beim Duft Qi Gong I Training. Sie auch ?



Freitag, 29. Juni 2018

Krisen-Management by city-scooter - not only for bankers or consultants

Projekt:
Gehirn-Schaltkreis Nr. 07/2018
zur Überwindung der motorischen und psychischen Krise Nr. 7
bei Fortbewegung ohne L-Dopa.

Der kleine City-Tretroller aus Aluminium wird zum Aufbau eines neuen Gehirn-Schaltkreises eingesetzt, nachdem er sich als "Seenot-Retter für den gestrandeten Blogger" in Motorik-Krisen bewährt hat; vgl. Motorik-Krise Nr. 6.


Schon im März 2015 hatte sich das kleine Transprtgerät im Tageseinsatz mit L-Dopa-Medikation im Off-Stadium für den Blogger bewährt, vgl. VIDEO city scooter im Heußweg, Hamburg-Eimsbüttel, von links oben kommend - der Blogger auf dem city scooter fährt vor.
city scooter klappbar + extra leicht als "Beiboot" gegen Freezing

Nun hilft der Roller nicht nur "in Seenot" beim Rücktransport Gestrandeter, sondern wird zum Bestandteil des Mobilitätskonzeptes vom Schaltkreis Nr. 07/2018. Er wird vom "Rettungsboot" zum Beiboot  des Kapitäns - geeignet für jede Art von Ankerplatz und An-Land-Gang.

Für Landratten:
Der city scooter wird von der Pflegeperson von Anfang an mitgeführt und dem Blogger bei Bedarf zugereicht und überlassen. Mit dieser Ausrüstung kann der Blogger dann jede Art von Wagnis eingehen und Widerstände überwinden - statt wie bisher blindlings vorwärts zu streben und dabei immer auf Risikominimierung achten zu müssen.
... und immer in Erwartung des GAU,  des FREEZINGs ohne Aussicht auf Bewegung oder Entkommen. Schluss damit.

Am 5.07.2018 folgte die Probe auf das Exempel, hier dokumentiert:

Dem neuen Schaltkreis 07/2018 wurde eine äußerst kräftig wirkende Sicherung eingebaut. Diese besteht darin, dass eine Re-Mobilisierung im Falle eines typischen "Freezing" (= 100 %ige Immobilisation des Parkinson-Patienten) jederzeit durch den Einsatz des von der Begleitperson mitgeführten City-Scooters erreicht werden kann.

Tatsächlich gewöhnt sich das Gehirn daran, dass es Ausschau hält (die 5 Sinne einsetzt), um potenzielle Auslöser eines Freezing zu entdecken. Dann wird die Geh-Bewegung vorsorglich ein wenig reduziert und das Signal "Scooter-Einsatz" gegeben. - Optisch elegant erfolgt dann der Wechsel vom "freien" zum Scooter-gestützten Gehen oder - besser noch - zum Rollern.

Zwei Kilometer Gehstrecke wurde am 5.07.2018 auf diese Weise erstmalig erschlossen - in einem Straßenviertel zwischen dem Unna-Park und der Schopsstraße in Eimsbüttel-Nord. Zeitaufwand: 45 Minuten. Das letzte mal in Ruhe und guter Laune betreten im Jahre 1948 als der Blogger dort in der Schopstraße als Kleinkind mit Mutter und Schwester in einem Raum zur Untermiete bei braven Leuten wohnte.

Das Terrain:
Fast zu 100 % im Krieg unzerstörte Altbauen aus der Zeit um 1900; mit begrünten Innenhöfen, kleinen Läden im Erdgeschoss und Balkonen in jedem Stockwerk, vielen mittelgroßen Bäumen an den richtigen Stellen gepflanzt. Eine Kirche, ein Marktplatz. Kleine Gartenlokale für unaufgeregte Jungeltern mit Babies oder Kleinkindern; Kita-Böllerwagen-Omnibusse für je 8 Krakeeler gemeinsam unterwegs. Flügellahme Früh-Rentner und rüstige Greise beleben das hiesige Stadtbild. Pflegeeinrichtungen mit gut besuchtem Treff-Cafe. Ein Klönschnack im kleinen Hofladen für Öko-Angebautes über vergangene Zeiten; eine junge Mutter stillt auf der Bank vor dem Hofladen in der Morgensonne ihr entspanntes Baby, scherzt dabei mit Kunden und Passanten. -
Sind wir schon im deinem Paradies, liebevoller Schöpfer des Universums? - Ich finde: ja! , dein Rudi Traugott.

- Und dieses bliebe unerfahrbar ohne das segensreiche weil beruhigende Wirken der im Hirn-Schaltkreis 07/2018 eingebauten Sicherung, d. h. durch den mitgeführten Scooter, der ein Entkommen aus dem selbst gebauten Angst-Gefängnis jederzeit erlaubt. Und das alles

- im Zustand ohne L-Dopa-Medikation während der täglichen 12-stündigen Drogen--Ferien
- im 22. Jahr mit Morbus Parkinson.

 Probier es selbst aus, lieber Mit-Parkinson-Patient !

Montag, 25. Juni 2018

Enttäuschung löst psychische und motorische Krise Nr. 7 aus

Seit dem 21.06.2018 verstärken sich von Tag zu Tag motorische Hemmungen der Gehbewegungen in Beinen und Armen. Hände, Finger, Nacken und der Rumpfbeuger sind davon nicht betroffen. Wie bereits im Post vom 21.06.2018 angedeutet ist ein Verursacher bzw. Auslöser dieser motorischen Krise eindeutig identifizierbar: Es ist die von der privaten Krankenversicherung des Blogger ausgehende Nachricht, er habe von Seiten der Pflegeversicherung keine Erweiterung der Leistungen zu erwarten. Sein gesundheitlicher Status rechtfertige keine zusätzlichen Leistungen.
Vgl. auch Post vom 2.08.2016 (Hundertwasser / Pflegeversicherung / Mobilität)

Sämtliche "neuen Schaltkreise" des Bloggers in Bezug auf mobilitätsbezogene Geh- und Lauf-Trainings unter gewissen Konditionen fielen aus. Übrig blieb allein der Schaltkreis "ultima ratio Fußball". Hierbei wird die fast vollkommene Hemmung der Bewegungen der Beine beim Gehen durchbrochen von einem auf dem Boden plazierten Gegenstand, der abwechselnd mit dem linken bzw. rechten Fuß vorwärts gekickt wird; ähnlich dem Dribbling beim Fußballspiel. - Dies fühlt sich an als erlaube das zentrale Nervensystem durchaus Beinbewegungen, doch nur solche, die nicht vorrangig der Fortbewegung des Körpers dienen. Denn das Kicken z.B. eines am Boden liegenden kleinen Kartons oder einer Schachtel zählt für das ZNS offenbar zur Rubrik "Spiel + Sport". Das ist gut so, denn wie sonst sollte der Blogger sein Wohnzimmer durchqueren? vgl Post vom 7.12.2015 "Kick den Karton" in diesem Blog. Zum Training der für das Gehen verwendeten Muskulatur verbleibt auch das "Marschieren auf einer Matratze", das vom ZNS toleriert wird. Heute, am 26.06.2018, kam die Erfahrung hinzu, dass das freie Gehen ohne L-Dopa im behüteten, privaten Garten ebenfalls noch funktionierte, wenn auch eingeschränkt auf ca. 3 Minuten. - Heute, am 27.06.2018, nach einer Pedelec-Dreiradtour quer durch die Millionenstadt Hamburg (13 km von Sülldorf nach Eimsbüttel) steht fest: die Motorik-Krise Nr. 7 ist nach einer Woche abgeklungen. Das vorsichtige Gehen ohne L-Dopa im Garten und in der Wohnung funktioniert wieder. Die "Sicherungen" der selbst geschaffenen neuen Schaltkreise des Gehirns konnten nach einer Woche zurück gesetzt werden.

Es ist möglich, dass die zu beobachtende Revitalisierung der neuen Gehen-ohne-L-Dopa-Schaltkreise auf die Behandlung der Shiatsu-Heilpraktikerin am 26.06.2018 und der Nachbearbeitung durch den Blogger zurückgeführt werden kann. Das ZNS fühlt sich seit heute Morgen um 6 Uhr fast normal an. Die Nacht verlief ohne unangenehme schlaffe Lähmungen.

Details zu den motorischen Veränderungen in der Mobilitäts-Krise Nr. 7:

Nachts
Nach einer 100 mg Tablette Madopar (synthetisches L-Dopa)  eine halbe Stunde vor der Bettruhe folgt eine Stunde später eine Kapsel mit pflanzlichem L-Dopa von 60 mg plus die übrigen Bestandteile der Samtbohne Mucuna Pruriens. Exzellenter, tiefer Schlaf von 4- 5 Stunden einschließlich Phasen von Träumen mit angenehmen, interessanten Inhalten, die sich oft auf eine Korrektur früherer Urteile bzw. Beurteilungen des Bloggers beziehen. Feinheiten dieser Art werden im Rahmen der "Enttäuschungs-Krise" eher gefördert als reduziert. Es fühlt sich so an als werde ein Vorhang voller Illusionen, der die Realitäten lange verdeckte, hinweg gezogen. Was sichtbar wird und bleibt, ist die Erkenntnis, dass im Leben nichts geschenkt wird - stets kommt, wenn auch meist verzögert, eine späte Rechnung für die empfangene und für gratis genommene Leistung.

Nachts sortieren sich dann nach langen Träumen die Gedanken, und die Entscheidung fällt: Der Blogger erhebt Einspruch gegen den Bescheid seiner Pflegeversicherung und bereitet sich auf die Gegendarstellung vor. Wie heisst es doch? "Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt."

Tagsüber
Das Geh-Vermögen ist schon morgens um ca. 8 Uhr stark beeinträchtigt. Wenn - in dieser Motorik-Krise Nr. 7 - der Blogger nicht ab 6 Uhr stündlich 50 bis 60 mg L-Dopa einnimmt (davon die Hälfte synthetisches L-Dopa), kommt kein sicheres Gehen nach dem morgendlichen Aufstehen zustande.
Das sind dann immerhin 150 - 180 mg L-Dopa innerhalb von 3 Stunden bis 9 Uhr. -

Ansonsten muss das Frühstück ausfallen, und der gesamte Vormittag wird "vertrödelt" mit dem alltäglichen Entzug aus der L-Dopa-Medikation. Dieser Entzug erfordert 4 Stunden in Ruhelage auf der Couch, d. h. möglichst ausserhalb des weichen Bettes und halbwegs angekleidet. - Etwa um 13 Uhr haben sich dann sämtliche unangenehmen Nebenwirkungen der L-Dopa-Medikation von der Nacht verflüchtigt. Was folgt, ist die Zeit der eingeschränkten, aber locker angenehmen Zeit des Gehens und Werkelns im Hause ohne Spastiken in den Extremitäten und des Halses. -

Seit der Krise Nr. 7 hat sich leider das Vermögen des Bloggers, in der Wohnung hin und her zu gehen, abrupt verschlechtert. Nur noch das oben geschilderte Dribbling mit dem Pappkarton macht den Boden begehbar.

Alarm am Magen- und am Milz-Pankreas-Meridian !
ST = Magen-M., SP = Milz-Pankreas-M., KI = Nieren-M.

Die heutige Shiatsu-Therapiestunde ergab eindeutig: Die Akupunkturpunkte Magen 32 - 39 (zwischen Lenden und Knien) sind derart schmerzhaft gereizt, dass nur diese Schlussfolgerung bleibt:
Die Motorik-Krise Nr. 7 manifestiert sich an einer Rückkehr zur typischen Ausgangslage einer Parkinson-Erkrankung: der bioelektrische Strom, der beim gesunden Menschen die Beine abwärts bis  in den zweiten Zehen fließt, bleibt bei Magen 41 in der Mitte des Unterschenkels stecken, staut sich und fliesst rückwärts. Bei seiner unnatürlichen Rückwärtsbewegung schiebt sich der Strom über die Kreuzungspunkte mit anderen Meridianen in deren Aktionsfelder und bringt dort das fein ausgewogene Zusammenspiel aller Organe und Funktionen durcheinander.(These von Janice Hadlock, Five Branches University, Santa Cruz, Ca., U.S.A.)

Gleichzeitig zu der Auffälligkeit der Aku-Punkte Magen 32 bis 39 kommt auch bei der Shiatsu-Bearbeitung der in Bauchhöhe gelegenen Aku-Punkte Magen 20 bis 25 ein mulmiges Gefühl auf. Da stimmt etwas nicht. Milz-Pancreas-Meridian-Punkte 14, 15 und 16 sind nah. Der obere Bauch steht unter hohem Druck.
Die Shiatsu-Heilpraktikerin rät dazu, die gefundenen Symptome ernst zu nehmen. Der Blogger folgt ihrem Rat und recherchiert in "Das Tao der Akupressur und Akupunktur - Die Psychosomatik der Punkte", von Achim Eckert. Bei Eckert findet der Blogger auf der Seite 139:
MP 14 Fu Jie = Bauchknoten
MP 16 Fu Ai  = Wehklage des Bauches
sagen nicht schon die Namen der Punkte alles über des Bloggers Befürchtungen, seinen Kleinmut und die noch fehlende Angriffslust? - Aber die soll sich ab heute (27.06.2018) ändern; versprochen!
(Klingt dies nicht wie eine Beteuerung  der deutschen Mannschaft in der Vorrunde der Fußball-WM  2018 in Russland vor dem Spiel gegen Südkorea ?) - Der Bauch ist die Drehscheibe der Stimmungen und Gefühle. Alle hier gelegenen Punkte und auch die in den Leisten plazierten werden nun bearbeitet. Mit den Fingern drücken oder mit dem elektrostift stimulieren !!
vgl auch Heart-Mind-Split-Acupuncture, Post vom 24.06.2015.
vgl. auch den Post von

Freitag, 20. Oktober 2017

Selbst-Orientierung beim Ausstieg aus Struktureller Dissoziation

über Verkörperlichung schädlicher Emotionen in den Yin-Organen....

Der Muskeltonus ist in der jetzigen Krisenwoche mittags und nachmittags deutlich erhöht. Gelegentlich kommt der Drang auf,  spontan nach vorn loszurennen, wie bei einem Blitz-Start. In der Wohnung kann sich die geballte Eneergie auf diese Weise nicht entladen; aber im privaten Garten rennt der Blogger dann "wie verrückt" aus dem Stand los.. und das Ganze endet nach 30 - 40 Metern. Am 24. und 25.06.2018 so ausgeführt. "Running piglet disorder" nennen es die TCM-Ärzte, und wir kennen das Symptom aus dem Film von Oliver Sacks:  ZEIT DES ERWACHENS (Awakenings) mit Robert de Niro in der Rolle eines Parkinson-Patienten. Auf das rasende Ferkel bzw. "das Rennschwein Rudi Rüssel" folgt dann unweigerlich die "lahme Ente", der total im seinen Gehbewegungen gehemmte Blogger. Der Muskeltonus ist deutlich abgestörzt. Wir stehen wieder still wie am Anfang. - Ein wenig Entspanung kommt erst ab 18 Uhr etwa auf.

Am 27.06.2018 um 20 Uhr wird die heftige Motorik-Krise Nr. 7

- zurück geführt auf psychische Schwachstellen,
- bearbeitet mittels TCM / Shiatsu / Qi Gong,; Kognitiver Restrukturierung (Verhaltenstherapie) und
- als noch nicht beendet bezeichnet.

Der Blogger musste am 28.06.2015 das ersehnte Geh-Training ohne L-Dopa an der Hand der Pflegeperson auf der Flaniermeile Eimsbüttels absagen. Kleinmut im Herzen und 80 % Bewegungshemmung der Beine kennzeichneten die Lage. - "Dann lieber verschämt drinnen bleiben, unbeobachtet!", so das jämmerliche Motto. Wo ist der Weg nach draußen?

Am 28.06.2018 um 18 Uhr wurde der Ausweg aus der Krise Nr. 7 in einem Telefonat erörtert und per Vorschlag von "auswärts" gelöst: vgl. nachfolgenden Post über den City-Scooter.

Am 2.07.2018 wird die Mobilitätskrise
nach der Bewältigung von Shiatsu-Abenteuern
am 30.06.2018 in den Zelten im Sternschanzen-Park von Hamburg
als 'überstanden' empfunden und erklärt.
Details über Shiatsu-Erlebnisse folgen.






Montag, 11. Juni 2018

Wenn der Parkinson-Rekonvaleszent vor dem Ziel steckenbleibt...

Das menschliche Nervensystem ist hoch komplex und daher schwer durchschaubar. Die Nervenkrankheit der Schüttellähmung wurde nach dem chinesischen Stand der medizinischen Wissenschaft vor mehr als 2.500 Jahren beschrieben und therapiert, wie Howard Shifke in seinem Werk "Fighting Parkinson's and Winning", 2017 nachgewiesen hat. Methoden des Medizinischen und des Stillen Qi Gong wurden von Ärzten im alten China beschrieben und empfohlen. Der Patient selbst war gefordert, an seiner Genesung zu arbeiten. Howard Shifke hat diese alten Methoden säuberlich nachvollzogen, und er hat gesiegt. - Vgl. Post vom 7.05.2018 in diesem Blog.

In sein Krankheitsbild ist der Parkinson-Patient über seine gesamte Lebensgeschichte sozusagen hinein geschliddert. Heraus aus dem Krankheitsbild findet er nur auf dem Weg der systematischen Aufarbeitung und durch konsequentes Rückgängigmachen (eine Art bio-elektrisches Re-Engineering) der Abläufe, die in die Irre geführt haben. (Vgl. These von  Janice Hadlock, Santa Cruz, Ca., U. S. A.). - Chemische Manipulationen verschlimmern das zutiefst bio-elekrische (d. h. neurologische) Problem nur noch. Dopamin-Produktionskapazitäten bleiben auch bei Parkinson-Patienten erhalten, werden jedoch systematisch vom Nervensystem ausgeklammert, d. h. negiert. (Wenn einer gar nicht weiss, was Wohlgefühl bedeutet, wie soll sein Nervensystem darauf kommen, die Produktion von Dopamin hierfür zu aktivieren? - Es gibt doch Alternativen jede Menge!)

"som. NS" steht hier auch für den Begriff Limbisches Nervensystem
Bekanntlich wirken in dem Teil des Nervensystems, das wir als vegetativ bezeichnen, der sog. Sympathikus und der sog. Parasympathikus als Gegenspieler (Antagonisten) : mal ist der Eine am Zuge, dann fordert der Andere sein Recht: Ausruhen (Parasympathikus) = "Yin" und Hochaktivität (Sympathikus) = "Yang" im Wechselspiel; gelegentlich aber auch gleichzeitig um Vorrang ringend, wie sich zeigen wird. -

Die Regelung des neurologischen Verkehrs erfolgt durch die kräftigsten Nervenverbindungen (z. B den weitverzweigten Vagus). - Aber welche Bedeutung haben die massenweise im Körper funktionierenden schwächeren bioelektrischen Verbindungen bzw. deren Störungen? - Diese schwächeren bio-elektrischen Verbindungen sind die Leitbahnen der qi-Energie mit den weltweit bekannten einigen hundert Punkten, die für Akupressur und durch Akupunktur stimuliert bzw. sediert werden können. Sensible Leute können sie unschwer fühlen. Ein kleines  Messgerät identifiziert die Standorte eines Leitbahnsystems durch das Messen des elektrischen Widerstandes auf der dortigen Hautoberfläche. Dort, wo der elektrische Widerstand gering ist, liegt ein Akupressur-Punkt. Durch Umschalten wird das kleine Messgerät Search 'n Stim zum Elektro-Akupunktur-Stimulator. Der Blogger arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit einem solchen Gerät und kann von Erfahrungen berichten, dass bei der Anwendung des kleinen Batterie-betriebenen Geräts auf bioelektrische Stromstärken größeren Kalibers gestoßen wurde - durchaus auch einmal mit schmerzhaften Reizungen an der Hand verbunden,  die den elektrischen Stift führt... Zum Glück kann man das Gerät manuell jederzeit auch auf schwächere Such- und Stimulations-Funktionen umstellen!



Zur falschen Zeit auf dem falschen Bein erwischt: Medikationsentzug gegen die Natur des menschlichen Nervensystems vor dem Schlafen:

Die westliche Medizin schlägt dem Parkinson-Patienten vor, dann auf die - seit der "Zeit des Erwachens" (von Oliver Sacks) berüchtigte - L-Dopa-Medikation zu verzichten, wenn der Parasympathikus gerade den Rundruf "Marsch, Marsch, ins  Bett, jetzt ist es Zeit zur Vorbereitung auf den Schlaf!" startet. Das Wirkmittel L-Dopa wäre aber gerade das, was dem typischen Parkinson-"Nachtwächter", der den Weg ins Bett nicht findet, diesen Weg weisen würde. Ein "Wechselbad" von Aufforderungen zur Ruhe und solchen zur Hochaktivität. Schlaf, adé!

Probe auf's Exempel  Nr. 1:  Schlafmodus nicht konterkarieren!

Der Blogger hat vor 3-4 Jahren noch nächtlich jede Stunde eine Viertel Tablette Madopar (synthetisches L-Dopa) eingenommen. Das waren 25 mg je Stunde. Bei 8 Bettstunden also 200 mg L-Dopa, davon aber insgesamt.2 Stunden wach liegend. - Keine einzige  Tiefschlafzeit von ca 3 Stunden am Stück. Folge: psychische Überforderungen durch das Fehlen von Traumarbeit im Unbewussten.

Seit einem Jahr nun führt des Bloggers Umstieg auf "mucuna pruriens" pflanzliches L-Dopa + die sonstigen in den Bohnen enthaltenen Wirkstoffe dazu, dass der Blogger schon nach der ersten Kapsel von 60 mg Natur-L-Dopa 3 bis 4 Stunden Tiefschlaf erreicht. Mindestens jede zweite bis dritte Nacht wird so auch der Gesamtkonsum des L-Dopa vermindert.

Eingeschränkte Mobilität - doch stets auf zwei Beinen!

Dass der Blogger an einem Normaltag ohne jede L-Dopa-Medikation tagsüber auskommt, ist bekannt und wird hier im Blog vielfach dokumentiert unter dem Suchwort "Medikation". "Auskommen" heisst in diesem Zusammenhang, dass der Blogger ohne Hilfsgeräte und Hilfs-Personen seine Mahlzeiten zubereiten und einnehmen sowie seine Küche sauberhalten kann. Das Gehen in der Wohnung ist nur möglich ohne dabei etwas in den Händen zu halten. Auch die Haustür-Glocke oder der Klingelton des Telefons bremst das Gehvermögen auf Null ab. Die Beine verweigern ihre "Pflicht"; sie tragen den Körper erst nach 2 Minuten Beruhigungspause zum Ort des Klingeln, d.h. zum Türöffner oder zu den Standorten der Telephongeräte. Auch Toilette und Waschbecken können problemfrei genutzt werden.

Den Anforderungen des Nervensystems würde es entsprechen, wenn L-Dopa immer dann konsumiert würde, wenn Relaxen angesagt ist.- Stattdessen nahm der Blogger in den ersten 8 Jahren seine L-Dopa-Medikation immer dann, wenn er zu schwächeln drohte, d.h. seine Selbstverteidigungskraft gefordert war, und nicht eine Dosis Dopamin, die zur Entspannung führt. Ist es da ein Wunder, dass nach ca 7-8 Jahren der L-Dopa-Medikation zur falschen Einsatzzeit Dyskinesen und Spastiken aller Art inklusibe überraschendes Freezing das Leben erschweren? - Und nächtens trampelt und strampelt der Langzeit-Parkinson-Patient derart stark, dass er nicht selten unwillkürlich aus seinem Bett geschleudert wird, sich und seine Bettgenossen gefährdet. Es fehlt ihm der REM-Schlafmodus, der mit seiner "schlaffen Lähmung" den Körper auch in wildesten Träumen vor sich selbst schützt.

Spätestens im Jahr 2016 hat der Blogger diese Phase bereits hinter sich gelassen. Doch kürzlich gab es noch nach neurologisch fehlfunktionierender Tiefschlafphase ohne schlaffe Lähmung ein nächtliches Katapultiert-Werden aus liegender Schlafposition auf den Fußboden neben dem Bett (im April 2018).


Exempel  Nr. 2: Beim Geh-Training außer Haus (L-Dopa-frei an der Hand der Pflegekraft) erspüren, welcher Modus des vegetativen Nervensystems aktuell wirksam ist

Je nachdem, welcher der beiden Modi des vegetativen Nervensystems aktuell gerade gegeben ist, werden die Erlebnisse und Empfindungen während des Geh-Trainigs außer Haus sehr unterschiedlich sein.

Parasympathikus beherrscht die Lage:
So war des Bloggers Geh-Training am 13.06.2018 ohne jede L-Dopa-Medikation an der Hand seiner Pflegerin dadurch geprägt, dass locker aufkommende Anregungen für veränderte Geh-Routen geäussert und umgesetzt wurden. Auch kleinere Störungen  im Ablauf des Gehens wurden zur Kenntnis genommen, aber nicht dramatisiert. Von einer Bedrohung durch Freezing war keine Rede, auch gedanklich nicht. Stattdessen herrschte gute Laune in frischer Luft und bei kräftigem Wind vor: Entspannung und vielfaches Lächeln. Auch die kurvenreiche Rückkehr zur Haustür inmitten von Passanten und Ladenkunden gelang mit Bravour.

Sympathikus herrscht vor:
Gänzlich anders waren die Erlebnisse beim vorletzten Geh-Training ohne L-Dopa am 6.06.2018, vgl die Schilderungen im Post vom 7.06.2018 zum Thema "motorische Krise":
Das Geh-Training begann eindeutig in einer neurologisch vom Sympathikus geprägten Ausgangslage noch in der Wohnung. Die Beine waren dort schon eine Stunde vorher steif und schwer zu bewegen gewesen beim ohnehin mühseligen Gehen ohne L-Dopa in der Wohnung. "Das wird heute nichts! - ein Desaster steht bevor!" - dies waren die typischen übertreibenden Gedanken des Bloggers. Kassandra pur!!!

Was geholfen hätte: Ein Durchgang des 8-Brokate Qi Gong. An einer bestimmten Stelle, Übung Nr. 4, blickt dabei der Adept hinter sich auf seine jeweilige Ferse und denkt dabei mit einer Miene der Geringschätzung: "Ich lasse meine fünf Übertreibungen hinter mir. Die Übertreibung, ich wäre weniger wert als andere, die...usw." Vgl. Post vom 10.02.2018 in diesem Blog.

"Brokat Nr. 4
Hinter sich schauen, um die 5 Leiden und 7 Kümmernisse zu lindern.
                    Wu Lao Qi Shang Xiang Hou Qiao".

Doch der Blogger konnte sich am  6.06.2018 dazu nicht aufraffen. Der Sympathikus obsiegte. Er malte für den Blogger einen Teufel an die Wand: höchste Gefahrenstufe. - Und es endete auch so: der Blogger war dann an seinem selbst errichteten Pranger festgefroren, "von Gott und allen guten Geistern verlassen". Vgl. Post vom 13.03.2017 in diesem Blog; Kognitive Restrukturierung nach Burns/Hadlock.

"Schuld" war allein die Nachlässigkeit, sich vorher kein Urteil über die eigene Verfassung verschafft und die Erwartungen entsprechend angepasst zu haben. Mehr und tiefer hinein Horchen ins Innere und dann keine Ablenkungen auf der Zielgeraden zu tolerieren; das wäre die Alternative gewesen.

Am 21.06.2018 kommt eine weitere motorische Krise auf, die beantwortet wurde mit einem Rückzug des Bloggers von seiner Absicht, ein Geh-Training ohne L-Dopa an der Hand der Pflegerin zu realisieren. Ursache: eine enttäuschend wirkende Nachricht von der privaten Krankenversicherung etc. etc. ein äußerst schockierendes, weil unrealistisches Ergebnis einer Begutachtung. Der Blogger fühlt sich falsch beurteilt, sein Nervensystem gerät in eine Krise und beweist das gutachterliche Fehlurteil - jedoch erst jetzt, da es zu spät ist! - Das Thema wird fortgeführt!

Indizien-Beweis für das Assessment des aktuellen neurologischen Status' im vegetativen Nervensystem
und nun heisst es Indizien für den Beweis zu sammeln. Es gibt genug Anhaltspunkte...




Die Rätsel, die ein außer Rand und Band gelaufenes Nervensystem aufgibt, versucht der Blogger anhand einer Analyse seines Status quo in Bezug auf des vegetative Nervensystem zu lösen (siehe Exempel oben):
Antagonisten im Vegetativen Nervensystem eines gesunden Menschen (ohne Morbus Parkinson)

Donnerstag, 7. Juni 2018

Motorische Krise Nr. 6 auf der Flaniermeile souverän gemeistert

Die neu gewonnene Entspanntheit im Zustand ohne L-Dopa-Medikation bewirkt längst noch keine Sicherheit vor Parkinson-typischen Freezing-Attacken. Gestern, am 6. Juni 2018 geschah es dann wieder einmal: Bei schönstem Sonnenschein und linden Frühlingslüften wurde das Geh-Training an der Hand der Pflegerin jäh unterbrochen, ohne dass äußere Ereignisse erkennbar wurden, die dieses ausgelöst haben könnten. Gut einen Kilometer Wegstrecke im Geh-Training waren bereits absolviert, die immer wieder von leichteren und kleineren Verzögerungen der Bewegungen von Beinen und pendelndem Arm gehemmt worden waren. Auf vollkommen freier Strecke vor den Trainierenden bremste das Nervensystem das Vorankommen der beiden ab. Zentimeter um Zentimeter im Schneckentempo wurde anschleichend eine Sitzbank aufgesucht, und die Pflege-Kraft ließ den Blogger dort zurück, um einen kleinen Alu-Tretroller (City-Scooter) aus dem Apartment des Bloggers zu holen. -
Nach etwa 10 Minuten war das "Flucht-Fahrzeug" am Freezing-Ort, und der Blogger konnte damit sicher die 500 Meter bis zur Haustür zurück rollern.

Was ist neu beim diesmaligen Freezing?

# Das Verhalten einschließlich des Gesichtsausdruckes des Bloggers ließ äusserlich keine Angst oder Schrecken erkennen. Auch ein Gefühl der Scham bzw. Schmach wegen der erkennbaren Behinderung war weder innerlich noch äußerlich wahrzunehmen.

# Kurz vor dem Verlassen der Wohnung hatte der Blogger seine eingegangenen e-Mails gelesen, die unter anderem Benachrichtigungen aus dem Kreis seiner Familie enthielten, die nachdenklich stimmen mussten. Nachträglich verfestigt sich jetzt der Eindruck, dass nicht die Gedanken, aber die Emotionen des Bloggers bei dem Gehtraining nicht mit dem Hier und Jetzt befasst waren sondern mit bestimmten Familienmitgliedern und deren Situation.
Diese Emotionen wirkten offenbar aus dem Unbewussten heraus auf das zentrale Nervensystem negativ ein und erreichten ein Innehalten der gesamten Motorik: das Freezing (bei 25 Grad C).

# Auch die begleitende Pflegekraft konnte durch ihr gewohntes neutral-positives Verhalten kein Durchbrechen der Bewegungsblockade des Bloggers begünstigen. Sie war mit den Gedanken durchaus im Hier und Jetzt, möglicherweise aber nicht emotional präsent. Auch dafür gibt es nachträglich Anhaltspunkte.

# Die geschilderten womöglichen emotionalen Absenzen kennzeichneten eine neurologische Situation, die beim Blogger erneut die "Gottverlassenheit" aufscheinen liess. Diese Gottverlassenheit und die damit verbundenen Empfindungen geben dann Gelegenheit und Raum für den Auftritt des traumatisierten Kleinkindes Rudi-Rallala vor 70 Jahren. Vgl.  Post vom   3. 11.  2018 über

Mobilitätskrise Nr. 3
am 2.11.2018 im Park am Weiher in Hamburg-Eimsbüttel)

Mobilitätskrise Nr.4
war der Kreislaufkollaps in Altona nach winterlicher Pedelec-Trike-Tour.

Mobilitätskrise Nr. 5
war der Kollaps der nervlichen Beckenboden-Steuerung im Zustand der Obstipation mit Noteinweisung in Klinik Eimsbüttel.

# Vergeblich war an diesem Vormittag des Bemühen des Bloggers, bei sich selbst ein Gefühl des Gottvertrauens auszulösen. Auch die Affirmationen, die im Rahmen der Kognitiven Umstrukturierung (Verhaltenstherapie nach Burns und Janice Hadlock) regelmässig verwendet werden, blieben blass und wirkungslos.

#  Im Gegensatz zu den Mobilitätskrisen 1 -5 war diese Mobilitätskrise Nr. 6 nicht durch einen Anfall von schlaffer Lähmung gekennzeichnet, sondern von einem parkinson- typischen erhöhten Muskeltonus in beiden Beinen einschließlich der Füße.  In der Krise wurde es immer schwerer, den von der Muskulatur unbeabsichtigt geleisteten Widerstand durch die  Kraft des Willens zu überwinden. Vgl."running piglet disorder" (Post vom 18.01.2018) als die zum erhöhten Muskeltonus passende Fähigkeit, aus dem Stand heraus einen perrfekten Start zum Sprint auszuführen - aber keinen Schritt in Ruhe gehen zu können.

Dies ist das Ergebnis der Auswertung der Shiatsu-Behandlung am 7.06.2018 am Tage nach dem Freezing in der Osterstraße. In der Behandlung wurden Punkte auf folgenden Meridianen auffällig:

Blasen-Meridian - vgl. Post vom 18.06.2015
Gallenblasen-Meridian - vgl. Posts vom 4.03.2013 und vom 8.10.2015
Dickdarm-Meridian - vgl Post vom 5.05.2016 - Geistesstörungen / Shen-Störungen
Dreifacher Erwärmer - vgl. Post vom 19.04.2012

Damit hat sich der Blogger nun eine Menge Arbeit bis zum Wochenende aufgeladen, um die in der Shiatsu-Stunde von der Praktikerin erkannten Spuren zu verfolgen und mit Akupressur oder Elektro-Akupunktur selbst zu bearbeiten. Zwei Tage nach der Motorik-Krise im Geh-Training funktioniert zumindest der

Schaltkreis Nr. 1  'Geh-Training ohne L-Dopa-Medikation im Hause bzw. Apartment hin und her - ohne Unterbrechungen' wieder. 30 Minuten lang mit drei Richtungsänderungen. Gehen im gemäßigten Marschtempo, keineswegs lockeres Schlendern wie beim Schaltkkreis Nr. 1a.
in zwei Wochen wird der Blogger "Spot on Shiatsu" besuchen und nutzen. Bericht folgt.

Diese neurologisch hochwirksamen Behandlungen gingen dem voraus:
- eine Stunde Shiatsu von Praktikerin am 7.06.2018 und
- eine Stunde orientalisches Baden mit Hilfe  einer Pflegekraft inklusive Bürstenmassage mit Aleppo-Seife von Kopf und Rücken sowie Unterschenkel - am 8.06.2018 um 8.30 Uhr; unter voller  L-Dopa-Medikation, vor der  Zeit des L-Dopa-Entzugs von 9 - 11.30 Uhr. (vgl. Posts vom  18.01.2018 und vom 17.01.2017 in diesem Blog)

Bei den voran gegangenen Mobilitätskrisen war der Körper in Folge einer Erschlaffung der Muskulatur in sich zusammengesunken - u.a mit dem Problem, sich nicht einmal selbst erheben zu können.

# Heute, einen Tag nach der Mobilitätskrise Nr. 6 wird der Blogger mehrmals von kleinen Lachanfällen überraschend erfasst. Diese gehen zurück auf Kognitionen oder Erinnerungen/Assoziationen an soziale Situationen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den Erlebnissen haben, die der Blogger gerade durch"leidet". - Es sind eher kindische als kindliche Vergleichserlebnisse, und dies mag auch der Grund dafür sein, dass sie so läppisch-unvergoren wirken, eben erheiternd - nicht ernst zu nehmen.

Allein während der heutigen Shiatsu-Behandlung kamen zwei kleine Lachanfälle so zustande: ohne Worte, nur als Gefühle in beiden vorderen Schultern bzw. in den Beinen (kein Kitzeln!).

Fazit: da kommt ein neuartiger neurologischer Modus zum Zuge. - oder ein altgewohnter Modus ? -  Welcher ?
Angst spielt dabei eine Rolle; aber keine Angst, mit der die  eigene Existenz in Frage gestellt wird.
Nicht mehr phantasiert aufgeblasener HORROR, sondern in Bescheidenheit eingestandener Kleinmut, der sich hat verstecken wollen und können ?
Mittelmäßige Realität an Stelle von Wahn ?
Kindische Doppelabsicherung statt Mannesmut ?

Nachtrag vom 22.06.2018:


Angst vor bösen Überraschungen durch Erwachen zur Wahrheit?

Traum: der Vorhang wird beiseite gerissen und... Entthronung falscher Götter,
Sturz der Götzen vom goldenen Sockel. Sogar ein wahrhaftig gut erinnerbarer
Traum am 19.06.2018 von einem Treffen des Bloggers mit Barack Obama im Rahmen einer einer längeren, halb geschäftsmäßigen, halb auf den Pensionär-Status bezogenen  Tätigkeit  ergänzt das Bild von der Entthronung lebenslang gehegter und gepflegter Sinnersatz-Götzen. Obama, lässig und gut gelaunt, ganz nah, gut und schön – aber wohin führt eine kaum hinterfragte Identifikation? – Wo bleibt die Selbstidentifikation? – Träume von und mit Wladimir Putin und Donald Trump waren vor Monaten diesem Obama-Traum voraus gegangen. Was versteckt sich hinter diesen Namen?  - Versuche einer kindischen Selbst-Inthronisierung? („Wir spielen, ich wär der Kaiser!“) –
Vgl. Träume mit Trump und Putin, skizziert in Posts vom 29.12.2017 und vom 18.07.2017 in diesem Blog.

Da kommt Papst Woytila mit seiner Parkinson-Erkrankung ins Bild und die französische Nonne Marie, die im Glauben an diesen Papst ihre eigene Parkinson-Erkrankung komplett ablegte: das „Wunder“!  vgl. Post vom 25.06.2009 betreffend Meldung im Kölner  Stadt-Anzeiger vom 20.06.2009.

Analyse:
Möglicherweise handelt es sich um das späte Eingeständnis einer lebenslangen Großmannssucht des Bloggers – entstanden als Ersatz für den Verlust des höheren Ichs eines gedemütigten Kleinkindes im  Alter von 2 bis 5 Jahren. - Bemerkenswert ist, dass diese neueren sehr selbstkritischen, leisen Töne in direkter Folge von Shiatsu-Behandlungen des Bloggers erklingen!

Wie heißt es noch? – Kognitive Restrukturierung  
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Im Post vom 12.06.2018 wird das Thema der neurologischen Modi weiter aufgearbeitet.