Montag, 19. Dezember 2022

Gibt es bei Parkinson eine Aussicht auf Besserung der Symptome? - facettenreiche Symptome begründen eine bunte Palette von Antworten:

So formuliert es der Parkinson Genesung Blog (siehe http://www.blog.parkinsonsrecovery.com/ ) "Many people hold the belief that Parkinsons disease is degenerative. With this expectation, a person is destined to be worse off year after year. Is Parkinsons really degenerative? That is what most people diagnosed with Parkinson’s believe." ( in: Parkinson's Recovery Blog, Post of 17.12. 20 22 ) Die Erörterung therapeutischer Maßnahmen, die im Blog Parkinson Genesung dargestellt werden, erfährt hier in dem Blog Parkinson Coaching einen 1 : 1-Vergleich mit den Wahrnehmungen des Bloggers in seinem eigenen Selbsterfahrungs-Programm. Respektiere u.a folgende Regeln und Maximen: # Arbeite selber hart am Fortschritt deines Denk- und Erkenntnisvermögens. # # Es gibt kein "vererbtes PARKINSON" - wohl aber gibt es äußerliche Lebensumstände, die sowohl biologische Folgen für Eltern und deren Kinder gleichermaßen hatten und haben. # # # Misstrauen sie ihrem vegetativen Nervensystem. Lernen sie, dessen Besitzansprüche zu erkennen bzw. zu durchschauen. Es gibt vor, dein ICH zu sein, wenngleich es nur deinen trüben EGO-Schatten markiert. - Wie funktioniert "es"? - Die schönsten und erstaunlichsten Denkansäze finden sie bei den Altmeisten des Taoismus und des ZEN. - Die Grundregel lautet: Weder Feuer und Flamme für etwas, noch zornerfüllt gegen etwas sein - so vermeidest du, dass andere dich vor ihren Karren spannen können, den du als Ignorant bzw. als "nützlicher Idiot" mit schleppst. SHINJINMEI - vom Glauben an den Geist - Sammlung von Kurzgedichten des ersten ZEN Meisters, gestorben 606 nach Christi Geburt, Sosan. , vgl. unten Vers 4, 5 und 6, Ursprungstext des Zen, Kristkeiz Verlag, Berlin 1978 # # # ( W. I. Lenin lässt übrigens seine "nützlichen Idioten" schön grüßen! ) # # # # Stell dir vor, deine Autofahrt endet vor einem Straßenverkehrsschild mit dem Gebot des Anhaltens; keine Weiterfahrt. Dein Wunsch, ein gewisses Ziel zu erreichen wird blockiert durch den Umstand, dass dein Kraftfahrzeug ungeeignet ist, die natürlichen Hindernisse auf der zum Zielort liegenden Wegstrecke zu überwinden. Einer der Wege dorthin führt durch ein ausgedehntes Moor, der andere ist eine Art Kletterpfad für Bergsteiger. Das angestrebte Ziel kann demnach nur mit technischen Mitteln erreicht werden, die eine höhere Mobilitätsform verwirklichen: (I) durch bzw. über die Distanz des Moores bewegst du dich nur dann sicher, wenn du einen Luftkissen-Transporter einsetzen kannst. (II) Zu deinem Zielort hinter einem hohen Berg kannst du z. B. mit einem kleinen Wasser-Flugzeug kommen. das die Wasserfläche eines ebendort ruhig fließenden Hochgebirgsbaches als Lande- und Start-Bahn nutzen kann. Ein Hubschrauber ist definitiv nicht verfügbar. Es geht hier um eine Rettungsaktion für dessen Crew nach seinem Ausfall ! # - Nun, vergleichen sie einmal diese no-win-Situation mit dem Parkinson-Patienten, der partout und mit all seinem Elan mit "Anlauf und Schwung" immer wieder ins Moor hinein lenkt bis die Räder seines Autos im Morast versinken, anstatt all seine Energie darauf zu verwenden, eines der beiden oben beschriebenen Verkehrsmittel aufzutreiben, deren Technologiesstufe den erhöhten geografischen Ansprüchen genügt! - So lange ein Parkinson-Patient sich darauf beschränkt, sein vegetatives Nervensystem zwecks Mobilsierung zu reizen, verbleibt dieses im Erschöpfungszustand oder im Ausgereiztsein in Folge seines Sucht-Status'. Einen Suchtstatus müssen wir dann stets einräumen, wenn das vegetative Nervensystem über längere Zeiträume überbeansprucht worden ist. Das Zentrale Nervensystem erwartet Wegezeichen "aufwärts zum Geistigen" (sog. Glimmer) oder "abwärts zum Unmenschlichen" (sog. Trigger). Diese aber sind dir keineswegs bekannt - von einigen solcher Wegezeichen hast du vielleich einge vage Vorstellung. Dies liegt daran, dass du stets unter Druck geforderte Leistungen kalkulierbarer Art erbracht hast - ohne dass diese für dich persönlich zu einer wertvollen geistigen Bereicherung geführt hätten. Hierzu reicht es aus, das vegetative Nervensystem zu bemühen (eigentlich eine Art "Not-Modus" für's Grobe). Der Vagus-Nerv wäre in diesem Vergleich die "Edel-Variante" menschlicher Äußerungen und innerer Einsichtsformen; der ventralvagale Teil des ZNS. Dorthin kommt der Mensch aber nur, wenn er ein Hindernis überwindet, das jeden nun erwartet. Dieses ist der Sympathicus-Nerv. Dessen Wirkweise richtig zu deuten, schaffen "abgekämpfte Krieger" vom jämmerlichen Parkinson-Format nicht mehr: Wenn solche Veteranen "alle Register" ziehen, verschlechtern sich ihre Symptome. Ist das etwa ein Wunder? ("quamquam sunt sub aqua, sub aqua maledicere temptant " ) Sie fahren fort, mit zwei im Moor/Morast versunkenen Rädern Vollgas zu geben, dass die Fetzen fliegen!!! # # # # # Wo zeigt sich ein Hoffnungsschimmer am Ende des stockdunklen Tunnels? Das ZNS reagiert nämlich auf sog. Glimmer ganz anders als auf "Trigger". Trigger sind die Wegzeichen in den Abgrund, Glimmer zeigen dagegen den Weg zu einer adäquaten Nutzung des Vagus im Rahmen des vorhandenen ZNS. Der Mensch wurde wesentlich. Er versteckte sein wahres Wesen nicht länger. # # in: Zen für Beherzte,/ Vers 4/ Soll der Weg sich dir zeigen,/Darfst du weder Vorliebe noch Abneigung hegen./ Vers 5/ Dieser Gegensatz von Vorliebe und Abneigung / Ist das Grundübel des Geistes./ Vers 6/ Wenn du dieses Geheimnis nicht erkennst,/ Bemühst du dich vergeblich um Frieden im Geiste./ # a. a. O. # , Der Geist des Menschen erblickt jedoch dann schon einen Hoffnungsschimmer, wenn er damit auffhört, eine Verbesserung seiner Lage kategorisch auszuschließen. Ob es die ersten Noten eines Liedes sind, das ein Rotkehlchen auf einem nahe gelegenen Zweig eines Busches anstimmt, oder das unvermittelt aufgetretene Bewusstwerden der friedlichen Abendstimmung im fast menschenleeren Park des Seniorenstiftes: - An einem sehr angenehmen, erholsamen Ort wie diesem auf den Sonnenuntergamg warten zu dürfen: eine Abwärtsbewegung ist nicht zu erkennen! Der Geist des Menschen hat ihn dabei in ein Gotteswesen verwandelt, in ein Wesen, das Gottes Sohn ist und sich dieser Sohneseigenschaft bewusst wird. Er verwandelt sich hier und jetzt in einen engelhaften, einen Cherubinischen Wandersmann. Die notorische Hemmung der Gehbewegungen seiner Beine ist erst einmal überwunden.
Wenn der auf diese Art Geweckte in stetigem Bemühen fortfährt, solche Wegezeichen bewusst im beschriebenen Sinne zu verarbeiten, dann beschreitet er berets den Weg aus dem Jammertal. Er ist dann endlich wesentlich geworden.

Dienstag, 6. Dezember 2022

Wenn Denken, Fühlen und Wollen ihr geordnetes Zusammenwirken verlieren, wird auch der Organismus des Parkinson-Patienten von den Gefühlswogen ergriffen. Im Extremfall kommt es zum Durcheinanderpurzeln.

"Wenn das nicht der Fall ist, wenn das Denken nicht voll vom Ich erfasst wird, wird es vom stärkeren Fühlen und Wollen ergriffen. In der Folge davon wird auch der Organismus von den Gefühlswogen ergriffen und erkrankt, z. B. hysterisch oder in Form “psychosomatischer“ Krankheiten. Es ist klar, dass die Geister der Finsternis, die auch Geister der Seelenverdunklung oder Verwirrung genannt werden können, in den „durcheinanderpurzelnden“ Seelenkräften ein dankbares Feld finden, wo sie ihre Tätigkeit ansetzen können.“ Rudolf Steiner, zitiert in Rudy Vandercruysse: Die therapeutische Dimension des Denkens - Anthroposophische Aspekte zur Psychoanalyse, Edition Hardenberg, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1999, Seite 66 "Das Leid, das der Mensch sich selbst durch seine mangelnde Selbsterkenntnis zufügt, wird sich auf jeden Fall nach seinem Tod offenbaren. wenn er die Gestalt annimmt, nach der er sich im physischen Leben gedacht hat.
Der "Kampf Michaels mit dem Drachen" spielt sich jetzt in den menschlichen Seelen als Kampf um den Intellekt ab, mit seinem Verfall oder seiner Spiritualisierung als Einsatz." vgl. a. a.O, S. 66 #
Seine vornüber gebeugte Körperhaltung erklärt sich durch den Wunsch des Bloggers, die Abstände zwischen dem Kopfsteinpflaster und den Kniescheiben sowie den Schulter-Gelenken und dem Körper im Notfall bei dessen Bodensturz möglichst gering zu halten. Der Pilgerer kann sich offensichtlich nicht vorstellen, dass er mit ein wenig Schwung und guter Laune von der Seite auf die spitzen Kopfsteine springt und leichtfüßig ein gutes Stück trippelnd voran kommt. Die jedoch überwiegende geistige Haltung stellt bereits einen Akt der voraus eilenden Unterwerfung dar, - und in einem solchen Akt traut sich der Pilger selbst gar nicht zu, die in diesem Zusammenhang geforderte Denkleistung erbringen zu können. Zutrauen resultiert in adäquater Tonisierung der Muskulatur. Der Blogger wird bei der Lektüre dieser Ausführungen Rudolf Steiners an seine Zeit als Schüler der Grundschule am Holstenwall 14 und anschließend seit der 5. Klasse im Gymnasium vor dem Holstentor in Hamburg erinnert. Den "Kampf Michaels mit dem Drachen" hatte er auf seinem täglichen Schulweg äußerst plastisch dargestellt vor Augen in Form einer kupferbeschlagenen, einige Meter in Höhe und Länge umfassenden Skulptur, die über dem Haupteingang zur St. Michaeliskirche thront. Sie zeigt den Erzengel Michael mit einer großen Lanze bewaffnet, die er dem Teufel in den Leib stösst. #
Das Foto zeigt den Blogger bei seinem Aufstieg zum großen Konfuzius-Monument in Pusan/Korea. Der Boden des Fußweges zum Berggipfel ist mit cobblestones der spitzköpfigen Art gepflastert, die - im barfuß-Modus beschritten - an den Sohlen schmerzen und den Pilgerer an seine eigene Schwachheit erinnern, namentlich im Vergleich zur seelischen Kraft des Moral-Philosophen Konfuzius. Diesem kommt der Mensch nur dann näher, wenn er von seinem aufrechten Gang aus hinüberwechselt in den gebeugten Gang. Gebeugt ist dieser erzwungene Kriech- Gang auch durch den Steigungswinkel des Pilgerpfades. Auf die an sich selbst gestellten Ansprüche kommt es dabei an. Jedoch nicht zwangsweise "gebeugt in alle Ewigkeit". # # # Erinnert sie die merkwürdige Kriech- und Geh-Körperhaltung nicht auch an die heutige Rollator-Generation 70 bis 99 ? Allenthalben kommt sie scheinbar noch voran, in Wahrheit bleibt sie jedoch im circulus vitiosus verhaftet - dann wäre diese gebeugte Haltung am Ende kleinster Nenner für uns alle ? Das Thema "Durcheinanderpurzeln"ist in diesem Blog schon aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet worden. Thematisch besteht ein enger Zusammenhang zwischen dem Durcheinanderpurzeln und traumatisierenden Erlebnissen bzw. Verletzungen # vgl. im Blog die Posts vom 21.10.2022 / 05.12.2022 / 13.12.2019 / 26.09.2020 / 17.09.2022 / 24.10.2019 (mit vielen eigenen Veranschaulichungen) (die vorgenannten Posts können sie auch im Modus nacheinander anschauen, wenn sie in das Suchfeld oben links der Seite 1 des Blogs Pastorenstrasse eingeben !)
# 'Du sprachst" Was ist des Weges Zeichen, o Derwisch?" "Höre es von mir, und wenn du hörest, so überlege! Das ist für dich das Zeichen: Daß du, obwohl du vorwärts gehst, dein Elend größer wachsen siehst." Fariduddin Attar Zitat in: II. Teil, Krankheitsbilder und ihre Bedeutung, in : KRANKHEIT ALS WEG - DEUTUNG UND BEDEUTUNG DER KRANKHEITSBILDER, von Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke, München 2000, S. 129 # Hoffnung ist nicht Optimismus/ nicht die Überzeugung,/ dass etwas gut ausgeht,/ sondern die Gewissheit, /dass etwas einen Sinn hat / - ohne Rücksicht darauf, / wie es ausgeht./ // Vaclav Havel, Zitat in: Persephone - Arbeitsberichte der Medizinischen Sektion am Goetheanum, Nr. 13, PSYCHOTHERAPIE UND DER KAMPF UM DAS MENSCHSEIN - Ansätze zu einer anthroposophischen Psychotherapie, Herausgeber: Henriette Dekkers-Appel / Art Dekkers / Anna R. Meuss, S. 51; insbesondere Markus Treichler: Psychotherapie aus der Bewusstseinsseele - Was können wir darunter verstehen, S. 33 - 68