Dienstag, 26. Februar 2019

Abszess in der Mundhöhle als Folge der "Traum-Schleuder" am 5.01.2019 ? - Xiang Qi Gong Erfahrungen mit Parkinson-Symptomen

Das sogenannte Aus-Agieren eines Traumes in hyperaktiver REM-Schlaf-Phase kann gefährlich werden. Sechs Wochen nach der hier im Blog geschildeten nächtlichen Szenerie am 5.01.2019 litt der Blogger weiterhin an Schmerzen und Hämatomen an der rechten Seite des Schädels, namentlich am Wangenknochen und am oberen hinteren Gaumen. - Ebendort, wo seit einigen Wochen eine leichte Entzündung des Zahnfleisches zu behandeln war.

Dann, am 18.02.2019 brach sich eine heftige Entzündung der Wurzeln der Backenzähne 5 und 6 rechts oben durch Hervortreten eines Abszesses (Eiterbeule) in der obeen Mundhöhle Bahn. Das nächtliche Schlagen des Kopfes mit der rechten Seite gegen eine Bettkante war offenbar als Beschleuniger des Entzündungsprozesses wirksam geworden. Am 21.02.2019 hatte dann die Zahnärztin beide betroffenen Backenzähne unverzüglich gezogen, damit der wild-gewordene Eiterungsprozess zügig gestoppt wird. Zwei Tage danach hatte die Erbsen-große Eiterbeule sich aufgelöst. Glück gehabt!

Eine weitere, doch andersartige Spätwirkung soll hier kurz charakterisiert werden:

Xiang Qi Gong ( Xiang Gong)  =   Duft Qi Gong

Im Post vom 4.07.2018 versprach der Blogger seinen Nutzern, dass er nun auch Duft Qi Gong ausprobieren würde. Es ging um die Wirkung dieser einfach aussehenden Übungen auf die Nachhaltigkeit von Parkinson-Symptomen. Duft Qi Gong war ihm von seiner Shiatsu-Therapeutin empfohlen worden. Doch: ein halbes Jahr verstrich ohne Lernen oder gar Üben dieser  Qi Gong-Variante.

Diese Zeit ist nun vorbei. Seit einer Woche erlernt und übt der Blogger Duft Qi Gong - nachdem seine Shiatsu-Praktikerin ihm wortlos lächelnd eine kleine Broschüre mit zwei Plakaten mit fotographischen Darstellungen der 15 Übungen in die Hand gelegt hatte - mit den  Worten: "für dich!". - Wie sie sich eine Vorstellung von diesen 15 Duft-Qi Gong-Übungen machen können? - Geben sie das Schlagwort Duft-Qi Gong bei der Google-Suche ein, und es werden u.a. mehrere Videos angeboten. Stellen sie sich hin, und machen sie die Übungen einfach nach. Das bringt Spaß!
... und achten sie bitte besonders auf die Abschluss-Sequenz der Übungen nach dem "Händewaschen", die der Meister im Video so intensiv und dabei leicht nachvollziehbar darstellt!

Hier,  in den zukünftigen Posts des Blogs, werden die erkennbaren Ergebnisse der Duft Qi Gong- Methode zur Stabilisierung der "entarteten" neurologischen Modi (das gilt für alle Menschen mit Parkinsonismus) beschrieben und veranschaulicht:

Anmerkung: die hier geschilderten Handlungen erfolgen in der Tageszeit zwischen 9 und maximal 21 Uhr, also innerhalb der 12 absolut L-Dopa-freien Zeit-Spanne: weder synthetisches L-Dopa von der Apotheke noch das frei verfügbare pflanzliche L-Dopa von der Samt- bzw. Juckbohne (mucuna pruriens-Saatkörner als sog. Nahrungsergänzungsmittel) werden tagsüber eingenommen.

1.  Neue Ruhezeiten und -orte erkennbar
Veränderung: längere Phasen im parasympathischen Modus eröffnen Lücken = Ruhezeiten und -zonen innerhalb der allgemeinen Betriebsamkeit. Hierdurch lassen sich andere Personen im positiven Sinne "anstecken" und ihrerseits neue Wege finden und begehen.

2. Die Umwelt akzeptiert gern die Schlichtheit der Übungen
Der Duft Qi Gong-Adept erhöht mit den Übungen seine Akzeptanz und Glaubwürdigkeit bei Zweiflern jeder Kategorie. - Die Umwelt erkennt: Es geht nicht um Body building!! auch nicht um Zweikampf.. Der Adept muss sich nicht "aus dem Verkehr ziehen." Jeder kann zuschauen, keine Geheimnis-Krämerei ist notwendig oder erforderlich.

3. Nach den Übungen fällt es zunehmend leichter bedächtig zu kommunizieren
Es wird leichter, sich selbst als Akteur im Rahmen einer Kommunikation zu sehen und zu beurteilen. Die leisen Töne werden zunehmend gesucht und gefunden.... Klingt alles nach einem Mehr an parasympathischen neurologischen Modus; oder?

4. Die normale Persönlichkeit kehrt endlich, wenngleich nur zeitweise, zurück
Auch die normale Persönlichkeit, die offensichtlich hier und da in Erscheinung tritt, ist aus der Sicht des Selbst ein unbekanntes Wesen. Wieso? - Nun, in Folge der kognitiven Restrukturierung kommt die nicht-traumatisierte Persönlichkeit des Bloggers gelegentlich zum Vorschein. Diese "normale" Persönlichkeit zeigt sich gänzlich unbeeindruckt von den vielen "Gefahrenzonen", die den ANP (anscheinend normalen Persönlichkeitsanteil während der Zeit der strukturellen Dissoziation) scheinbar umgeben und verängstigen. - Der Blogger hat bereits festgestellt, dass der neue, ungekannte Zustand offenbar von einem Trauma unberührt ist, hierdurch aber keineswegs bequemer bzw. leichter im Umgang. Denn alles Neue fordert die komplette Persönlichkeit,  um diese Novität als Bereicherung und nicht als Gefährdung neuester Stufe interpretieren zu können. Dies ist ebenfalls unbekanntes Terrain. -
Es stellt sich die Frage: Ist dies bereits der "4. Weg", von dem Gurdjieff spricht bzw. die von Assagioli geforderte Psychosynthese? - Sicher nicht; vielleicht aber der erste Schritt in diese Richtung !? Bitte lesen sie auch die verschiedenen Ausführungen zur Psychosynthese bzw. zu Assagiolii in diesem Blog. .. und natürlich "STUCK ON PAUSE" hier im Blog

5. Neue "Hochleistungszeiten" werden angeboten und genutzt
Anders als früher - als der Blogger sich selber überwinden musste, um z. B. komplexe Büroaufgaben ordentlich zu erledigen - werden nun - nach geduldigem Abwarten eines "Fensters der Hochleistungsfähigkeit" dicke Stapel von Geschäftspost in ca. 45 Minuten versandreif erledigt.
Früher dauerten derartige Vorgänge im Selbstzwang-Modus bis zu 2 Stunden. Ein Gewinn fürwahr.
Es geht dabei darum, die Geduld aufzubringen und das Erscheinen solcher "Fenster" abzuwarten.
Allzu früher Start vergeudet Energie, die besser in die Qualität der Arbeit investiert wäre. "Adieu, Versagensangst!"

6. Erkennen von Menschen im Stammhirn=Eidechsen-Modus 
Kind offenbar karikiert im Stammhirn-Modus, Joachim Ringelnatz, Berlin 1931

Nachdruck der Original-Auflage im Rowohlt-Verlag, Berlin 1931

In Joachim Ringelnatz' Kinder=Verwirr=Buch lässt er einen etwa 5 jährigen Knaben dieses Verslein plappern: Geplapper an Großpapa

Der Blogger hätte im Jahre 1948 als Fünfjähriger vielleicht nicht gänzlich anders gedacht, wohl aber hätte er sich ein solches Spott-Verslein aus Angst vor seinem Opa verkniffen und nur "auffer Straße" bzw. "inner Trümmer", d. h. vor den Straßenkindern in den Ruinen des Nachkriegs-Hamburg skandiert.

Plappermaul - im Stammhirn-Modus
Ecce Homo - im parasympathischen Modus

Vor ein paar Wochen, 70 Jahre später, traf der Blogger beim Versuch, die Haustür nach draußen zu durchschreiten, auf eine Gruppe von 4 offenbar zu einer Familie zusammengehörenden Passanten des gleichen Wohnbezirkes.  Der Blogger wird vom Freezing erwischt, Schuhsohlen "kleben" auf dem Steinboden wie Pech. Ein kleiner Junge aus der Passantengruppe spricht halblaut seine Mutter an: "Mama, da ist ein Mensch,....!" - dann sieht die Mutter es selbst: den absolut hilflosen Blogger. Dieser aber war in Begleitung seiner bestens reagierenden Altenpflegerin, und 30 Sekunden später funktionierte auch das Gehen wieder reibungslos - ohne L-Dopa-Medikation notabene!

Hier hatte sich mangels einer Dissoziation des aufmerksamen Knaben
dessen limbisches System eingeschaltet, so dass der Fünfjährige mit dem Bibelwort endete: Ecce Homo

und was hatte der Knabe eigentlich sagen wollen, bevor ihm der Atem stockte?  wohl so ähnlich: "Mama, da ist ein Mensch, der macht Bewegungen als klebten seine Schuhsohlen am Boden fest. Die kleben aber gar nicht. Es sieht eher aus wie ein komischer neuer Tanz - oder ist er verrückt geworden?" - Gute Frage!
Ecce Homo - der Mensch mit der Dornenkrone in biblischer Szene

"Sehet: bloß ein Mensch!"




Montag, 11. Februar 2019

Neues Fühlen - mitten in der Aufarbeitung alter Traumata (PTBS), die Parkinson auslösten

Eine Woche nach der Gehirnerschütterung (commotio cerebris) ist wieder Jogging im Garten angesagt.  Heute, d. h. soeben um 16.00 Uhr:

# Kopfschmerzen sind abgeklungen

# beruhigendes Gefühl, auch diese Motorik-Krise (heftige, katapultartig angetriebene Eigenbewegungen des Gesamtkörpers statt Entschleunigen durch Schleichen und Schlurfen, vgl. voran gehenden Post) überstanden zu haben

# Einschränkungen der Kognition sind nicht feststellbar

# Schlafstörungen sind noch nicht behoben

# die Untersuchungen in der Asklepios-Klinik erscheinen voll zutreffend:
die Medikation sollte unverändert fortgeführt werden;  -
es liegt außer Morbus Parkinson keine weitere Erkrankung vor.

# die kurze Jogging-Tour (s. o.) durch den Garten erfolgte 8 Stunden nach der letzen Einnahme von 60 mg pflanzlichem L-Dopa; aus Mucuna pruriens-Saat -

# Nicht zu übersehen ist eine verminderte Stabilität des Gleichgewichtsgefühls seit dem Bett-Sturz mit der Folge einer Gehirnerschütterung. Insgesamt 5 mehr oder weniger dramatische Stürze haben zu verschiedenen Prellungen an den Beinen, an der Hüfte und an den Schultern geführt. Hierdurch ist die Ruhe des Schlafens zusätzlich belastet (nachgetragen am 18.02.2019).

# Das Gehen selbst läuft dagegen weitgehend risikofrei ab, insbesondere das Gehen ohne L-Dopa-Medikation (18.02.2019).

Am 16.02.2019 gab es sogar 30 Minuten Spazierengehen ohne Anti-Parkinson-Drogen im Garten, ebenso am 17.02.2019 mit flüssigen Gehbewegungen.

# der Blogger im 23. Jahr mit Morbus parkinson - idiopathischer Typ; zurückgehend auf frühkindliches emotionales Trauma (vgl. Mark-Peter Hurni und Janice Hadlock) und dadurch bedingte posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), jetzt in fortgeschrittener Phase seiner Verhaltenstherapie der kognitiven Restrukturierung nach David Burns und Janice Hadlock

# Leider haben die hier im Blog in vorangegangenen Posts geschilderten nächtlichen Hellwach-Zustände ohne jede Motorik-Einschränkung sich nicht wiederholt. Der Blogger interpretiert diese ironisch als "Grüße aus dem Jenseits", die seinen Durst nach Abschütteln seiner Schüttel-Lähmung stärken sollen. Weiter machen, nicht verzagen.
in Michaela Huber "Trauma und Depression"


# zu den hier verwendeten Begriffen "strukturelle Dissoziation" usw. vgl. www.michaela-huber.com
insbesondere Vortragsfolien vom 14.09.2009, Thema: "PTBS,  Komplextrauma und Dissoziation" (frei als PDF dort zum Herunterladen, (c) Michaela Huber) sowie "Trauma und Depression"
PTBS = Posttraumatische Belastungsstörung, so auch Janice Hadlock, a. a. O., hier im Blog
# Michaela Huber: "Auch der Körper dissoziiert - Trauma und somatoforme Dissoziation", Vortragsfolien vom 30. 04.2008 
Vgl. auch Michaela Hubers Folien, zitiert im Post vom 12.09.2018 in diesem Blog betreffend strukturelle Dissoziation. 
Bemerkenswert ist der Umstand, dass Michaela Huber nicht auf die Idee kommt, dass der Morbus parkinson, idiopathischer Typ, selbst der späte Ausdruck einer PTBS sein kann und oftmals ist. Wodurch wird sie verleitet, dieser Frage nicht mittels psychotherapeutischer Expertise nachzugehen? - Schade drum! Andere sind da deutlich weiter gekommen. (Sogar die Pharmaindustrie warnt bei ihren synthetischen L-Dopa-Tabletten vor möglichen "Psychosen" als Folgen der Medikation von MADOPAR)

Versuch einer zusammengefassten Interpretation 

des aktuellen neurobiologischen Status:

# Noch immer mitten drin im Parkinsonismus, aber offenbar am Wendepunkt oder in einer neuen Phase der kognitiven Umstrukturierung. Wie Hadlock aufzeigt, ist eine gelungene Umstrukturierung nur Voraussetzung einer Genesung vom Parkinsonismus, nicht etwa eine Garantie dafür.

# Welche Art von inneren Erlebnissen triggern hochauffällige Aktionen
eines Traumatisierten, wie z. B. des Bloggers seit Jahresbeginn 2019 ?

Drei reale Erlebnisse des schwung- und schmerzvoll im Schlaf aus dem Bett geschleudert Werdens erweisen sich nach intensivem Fühlen und Nachdenken als Ausdruck einer langjährigen Verweigerung, bekannte Fakten seines familiären Zusammenlebens so zu deuten, wie sie sind.
Tagtägliches Verdrängen steigert den Druck des emotionalen Traumas, dass sich auf viele verschiedene soziale,  künstlerische und familiäre Abtrennungen zurückführen lässt. Hier sind noch große Defizite in des Bloggers Kognition zu beklagen. Dranbleiben also!

Sobald ein tagtägliches Ereignis an diese traumatisierten Themen erinnert (PTBS !) und damit alte Wunden berührt, triggert eine Winzigkeit ein ganzes Stakkato  von Instabilitäten. Denn plötzlich ist es nicht mehr der kühle Kopf (neo cortex oder gar das limbische System), der reagiert, sondern das Stammhirn ( - wie das der auf das eigene Überleben getrimmten Eidechse bzw. ihres Stammvaters Tyrannus Rex.) -



EXKURS: Gurdjieffs Sichtweise, 1947,  
vgl. auch Post vom 18.07.2018


Gurdjieffs Beelzbub würde vielleicht  sagen: So ist der dreihirnige Mensch aufgestellt. Beelzebub vertraut dieses Geheimnis von der Dreihirnigkeit des Erdenmenschen seinem Neffen an, der ja einmal seinen Machtbereich im Universum erben und mehren soll (in: Gurdjieff: "Beelzebubs Erzählungen für seinen Neffen"). 
Der belesene Philosoph G. Gurdjieff kannte sicher das damalige Standardwerk der modernen Sozialwissenschaften; Gustave le Bon: Psychologie der Massen, 1895. Auch Sigmund Freuds (Psychoanalyse) und Roberto Assagiolis Erkenntnissse (Psychosynthese) dürften Gurdjieff geläufig gewesen sein... vgl. auch das Stichwort "variables Gewissen" hier im Blog,

# die eingeübte "eisklare" Sicht auf mich selbst und die Umwelt ist nun gewichen zu Gunsten einer alterstypischeren ruhig-gemütlichen Gefühlslage - in Bezug auf die eigenen Bewegungen, aber auch auf die Themen, mit denen sich mein Verstand befassen will. Absichern des Erreichten, und nicht zu früh erneut nach imaginierten Sternen greifen! - Letzteres lenkt bloß ab vom eigentlichen Ziel: dem psychisch und körperlich integrierten Menschen.

# Erholsames Nachlassen peinigender innerer Dialoge bzw. Monologe.

# Auch ist es nötig,  eine größere Distanz zu den eigenen körperlichen Errungenschaften zu gewinnen. Der Vorführung des Jogging-Videos muss das "Geständnis" folgen, dass es auch weiterhin in der täglichen L-Dopa-Entzugszeit schwere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit gibt.

# Veränderter Ausgangspunkt der eigenen Handlungen:
Achtung vor sogenanntem  Zugzwang.
 - Tu nur das, was du auch verstehst (Gurdjieff)

# Sprach- und Stimmstörungen zu beherrschen, gelingt besser und öfter
„Stelle jedem Hindernis Geduld, Beharrlichkeit und eine sanfte Stimmme entgegen.“ Thomas Jefferson

Im Gespräch dem Gegenüber in die Augen blicken und kurz um "ein Wort" bitten, ist schon das Ende der nächstem befürcheten Sprach- und Stimmstörung. - Hat der Blogger selber ausprobiert!

# Der Persönlichkeitsanteil des "anscheinend normalen Bloggers" ( des ANP) ist im Rückzug. Dies war der überdisziplinierte Selbstopferer, der von der Außenwelt nicht mehr als glaubwürdig akzeptiert wurde: sprachlos, stimmlos, willenlos, ohne eigene Identität. Kommt Letztgenannte zurück,  kommt auch das Wort zurück. Stück für Stück. Im Anfang war das Wort. Das gilt auch für strukturelle Dissoziationen als eine Vorstufe des Parkinsonismus.

# Auch die beiden limbischen Persönlichkeitsanteile
- im parasympathischen Modus (euphorisch)
- im sympathischen Modus (ängstlich,  niedergeschlagen
in ihren übertriebenen Formen sind an ihre Grenzen gestoßen und rufen nach Integration und Synthese zu einer stabileren Gesamtpersönlichkeit

# Der in "Todesstarre" verharrende Parkinson-Patient (Stuck On Pause) meldet sich immer wieder zu Wort, da er um sein Überleben bangen muss, wenn sich der normale, integrierte Persönlichkeits-Anteil seinen sicheren Platz erkämpft haben wird. - Es ist jedesmal ein kleiner Kraftakt, akut darauf zu achten, dass und wenn er sich gerade in den Vordergrund rücken will - was natürlich verhindert werden muss.
- Er wirft sich zu Boden und bewirkt ein Schädel-Hirn-Trauma,
- dann mit dem Hinterkopf gegen eine Schrankkante ein paar Tage später
- "fliegt" 2 x aus dem Bettt u.ä.; alles Eskapaden, die in voran gegangenen Posts beschrieben wurden. - Doch er siegt nicht!

# Eine weitere Motorik-Krise - ausgerechnet am Valentinstag, dem 14.02.2019 - zwingt den Blogger zu einer Unterbrechung der hier geplanten Zusammenfassung.
Geh-Unfähigkeit am Morgen nach durchwachter Nacht (22 Uhr bis 04.30 Uhr des anschließenden Tages) trotz "normaler Medikation" während der etwa 7 Stunden im Bette.
Das waren
- 100 mg Madopar
- 5 Kapseln mucuna pruriens-Saat a 400 mg = je 60 mg pflanzliches L-Dopa

Die Motorik-Instabilität besserte sich etwas ab 11 Uhr, u.a. in Folge einer unüblichen weiteren Medikation bis 11 Uhr.
Die absolute Unfähigkeit sich sicher aus dem Bett zu erheben, erzwang diese zusätzliche Medikation, veranlasste aber auch das Absagen eines L-Dopa-freien begleiteten Spaziergangs draußen auf der bunt belebten Straße in der Vorfrühlingssonne. Sehr schade drum.

Vorteil: Seit der Blogger die Unzuverlässigkeit der Medikation so neu erlebte, entschloss er sich, nun allabendlich auf 100 mg synthetischen L-Dopa zu verzichten und dies durch 1 Kapsel Mucuna pruriens - mit 60 mg L-Dopa zu ersetzen. -
(Nachtrag vom 22.02.2019: mit bestem Erfolg, wie sich heraus gestellt hat!)

Geliebter Schöpfer des Universums, 
Du schickst deine kundigsten Boten zu deiner schwächsten Kreatur, nur damit sie noch eine Chance bekommt, Millionen von Leidenden zu erreichen und ihnen zu erklären, wie ihre eigenen Übertreibungen zustande kommen. - Du hütest uns vor unserer Illusion der Herrschaft des Verstandes.
Für Deine Milde dankt Dir und Deinen Boten von Herzen
Rudi Traugott  

Donnerstag, 7. Februar 2019

Ein Traum mit Fortsetzung, Gehirnerschütterung, "Erdbeben", Beelzebub und neue Selbstwahrnehmung bei Parkinson

In der Nacht auf den 5.1.2019 um 03 Uhr "flog" der Blogger als Nebenwirkung eines ausagierten Traumerlebnisses aus dem Bett, landete ca. 120 cm davon entfernt auf dem Boden mit brummenden Schädel. Im Traume hatte er sich mit einem Freund auf dem Dach der schwarzen Mercedes-Limousine eines Verfolgers versteckt, was demselben leider nicht verborgen blieb. Dieser versuchte, durch heftige Drehbewegungen des Lenkrades einen Schleuder-Effekt zu bewirken, um seine  Beute vom Dach herunter zu befördern. Dieses gelang schliesslich. s. o.

Beim "Fallen vom Autodach" hatte der Blogger heftig seinen Kopf nach rechts geworfen, wodurch die rechte Schläfe zusätzlich geprellt worden war. -

Sechs Stunden später kam noch keine sichere Gehbewegung zustande, so dass die Entscheidung fiel, per DRK-Notruf-Knopf einen Krankentransport zur klinischen Untersuchung des "Schadens" zu rufen. Ergebnis: Gehirnerschütterung, aber keine zusätzlichen Schäden erkennbar. Am 6.1.2019 konnte der Blogger wieder sicher seine 13 km entfernte Wohnung in Eimsbüttel per Pedelec-Dreirad erreichen, morgens um 11 Uhr. Trotz der herrschenden Kälte (5 Grad Celsius) waren seine Hände rosafarben, nicht weiß, und auch der Kopf fühlte sich - abgesehen vom leichten Kopfschmerz - angenehm warm und "gemütlich" an, ganz anders als normalerweise, wenn sich der Kopf kühl und "distanziert" anfühlt und die Hände ebenso. - Sollte dort und dabei etwas frei geworden sein?

20 Stunden später, am 7.1.2019 um 8 Uhr morgens, träumte der Blogger einen zweiten Traum, der das kognitive Rätsel des ersten Traumes auflösen sollte. Der Traum begann mit einem ohrenbetäubenden Knall, der dem Geräusch entsprach, das der Blogger zwei Nächte vorher bei seinem faktischen Aufprall mit dem Kopf auf dem Boden neben seinem Bett gehört hatte.
in der Bibel wiarnt Jesus vor Beelzebub

- Doch jetzt kam nach dem Knall eine Art kreischendes Röhren und Brüllen als täte sich die Erde zur Hölle auf. Jeder kennt dieses Geräusch, der einmal ein Erdbeben der Stufe 6 miterlebt hat. Dieses Beben fand nur im Traume statt, kennzeichnete aber die Erschütterungen der gewohnten Kognitionen des Bloggers. - Auf jeden Fall erschreckte der aus dem Erdspalt zur Hölle aufgetauchte Beelzebub mit seiner zynisch-versteckt-agressiven Art den Blogger - sich noch den vom Sturz lädierten Brummschädel reibend.
Satirisch, sarkastisch

Beelzebub (vgl. Post vom 15.01.2019 in diesem Blog) sah aus wie ein armenischer Intellektueller in seinen Endfünfzigern, hatte wenig Haare auf dem Kopf,  ein gut aussehendes linkes Auge und ein etwas kleineres unscheinbares rechtes Auge. Stets waren seine scharfen Gesichtszüge von einer Grimasse beherrscht, die sich ständig veränderte. Die personifizierte Unruhe und allzeit bereit zu jeder Art von geringer oder bedeutender Untat. Der Blogger empfand Beelzebub als eine Art Verwandten oder sogar als Alter-Ego seines Ich, vielleicht sogar als seinen Großvater.  Schliesslich hatte der Blogger eine Grundkenntnis vom Beelzebub durch Lektüre von Gurdjieffs Werk "Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel" erworben, eine Satire aus dem Jahr 1949 - Der Blogger war damals gerade 6 Jahre alt und hielt Märchen für Wahrheiten. -. Der Blogger fühlte sich auch ein wenig als ebendieser Enkel und in dieser Rolle nicht unwohl - hatte der Blogger doch auch eine Art bitter-böse Satire, 25 Jahre später, verfasst und veröffentlicht, betitelt DER KRIEG IM BETRIEB - Spielanweisung für Chefs und Mitarbeiter, München 1977 und Chicago 1981; vgl. Post vom  30.01.2018 in diesem Blog. Diese Satire wurde dann auch in einer zweiten Auflage in der Reihe "Playboy Esprit" herausgegeben. Keiner kennt den Grund.

# Da gibt es also noch etwas zu ergründen - nach des Bloggers im vorgenannten Post als Rosenkreuzer-Traum bezeichnetem nächtlichem Erlebnis.

# Rosenkreuzer und Rudolf Steiners Anthroposophie ?

# Schon die im Post vom 30.01.2018 wiedergegebenen Illustrationen in DER KRIEG IM BETRIEB lassen die Richtung erahnen: Gurdjieff? bzw. der "dreihirnige" Mensch?

der dreihirnige Mensch (Gurdjieff) in: Beelzebubs Erzählungen..

Der Name Beelzebub enthält den Stamm "Bub" - und von seiner Mutter wurde der Blogger bis ins Erwachsenen-Alter mütterlich-zärtlich gelegentlich "Bübi" genannt; nicht zu seinem Vergnügen. Er empfand diesen Titel eher als eine Art versteckter, in Zuckerwatte gehüllter Degradierung.

Im sehr anregenden Gespräch mit Beelzebub erfuhr der Blogger Neuigkeiten über die Ziele, die seiner in Angriff genommenen kognitiven Restrukturierung zur Überwindung seiner strukturellen Dissoziation als Grundlage seiner Morbus Parkinson-Erkrankung zu Grunde liegen. Nur er, der Blogger, habe die Chance, ein nachvollziehbares Überwinden des Parkinsonismus für andere zu dokumentieren. Nur Wenige wüssten oder ahnten etwas von dem Theorem Beelzebubs über den "dreihirnigen" Menschen (sic Gurdjieff).
Der Blogger müsse sich dieser Herausforderung als gewachsen erweisen. Es gäbe kein Ausweichen, höchstens lehrreiche Umwege. Abkürzungen verboten! -
Der Blogger schluckte, gab dem Beelzebub keine Antwort darauf und kommentierte dessen Forderungen bzw. Ansprüche auch nicht.

Versuch einer Interpretation


Ist dies der Anfang vom Ende der Zeit des "anscheinend normalen Persönlichkeits-Anteils" im Rahmen der strukturellen Dissoziation?
- das Ende des selbstdisziplinierten Dauerleidenden im Gefängnis des Ich ?

# Dann wäre es auch der Beginn des Wiedererscheinens des normalen Persönlichkeitsanteils. -
 Es fühlt sich so warm-"herzig" und gemütlich an...

# Und: Ohne derartige "Luftsprünge" kann das Bewusstsein ja auch gar nicht von dem "Angst-Gleis" (Janice Hadlock, U. S.A.) auf den abgetrennten Schienenstrang (vgl. Abbildung im Post vom 16.03.2018 in diesem Blog) kommen, wo das limbische Hirn des Parkinson-Patienten den neurologischen Modus "Stuck-on-Pause" durch sympathtisch und parasympathisch ersetzt. (Vgl. im Blog Suchwort Stuck On Pause, Janice Hadlock, Ca., U. S. A.,, u.a. Post vom 9.8.2018).

# Am 7.1. 2019 fiel der Blogger um 13 Uhr aus der Position in der Hocke sitzend rückwärts um und rollte ab - leider unsanft beendet durch Aufschlagen des Hinterkopfes gegen eine Schrankleiste: eine dicke Beule und verlängerte Kopfschmerzdauer waren die einzigen Folgen.

# Um ca. 02 Uhr am 8.1.2019 kurz nach Mitternacht "flog" der Blogger, diesmal zu Hause erneut mit "höherer Gewalt" aus seinem 130 cm breiten und bequemen Bett, ohne dass ein damit im Zusammenhang stehender Traum erinnerlich war und ist. Diesmal blieb der Kopf verschont, doch kleinere Blessuren am Rücken und Becken sowie an den Armen sind nicht zu übersehen.

Wohin führen diese "Aus-Flüge"? -

Geliebter Schöpfer des Universums,  
Deiner liebevoll erschaffenen Natur vertraut Dein geringster Erdenbürger sein Wohlergehen an. Er will jetzt achtsam Deine (neuro-biologischen) Zeichen lesen und erkennen, die immer wieder auf Grund seiner eigenen unscharfen Sicht der Verhältnisse entstehen und die er leichtfertigerweise bisher meist unbeachtet ließ oder fehldeutete.
von Herzen dankt Dir für weitere Deiner Zeichen  im Voraus
Dein 
Rudi Traugott