Donnerstag, 9. August 2018

Erklärungseinfall für paradoxe Modulationen des Nervensystems bei Parkinson

In der seit vielen Jahren herrschenden strukturellen Dissoziation agieren zwei Persönlichkeitsanteile,
und zwar regelmäßig  jeweils in einem  neurologischen Modus, der vom Modus des gerade nicht dominierenden Persönlichkeitsanteils abweicht. Wechseln diese Anteile ihre Rangfolge, kommt es zu erstaunlichen "Wundern", wie dokumentiert in "Awakenings" / "Zeit des Erwachens", von Oliver Sacks. Diese Persönlichkeitsanteile werden
a) als anscheinend normal und
b) als emotional
bezeichnet. Beide ringen um die Vorherrschaft im Parkinson-Patienten.

Dies erklärt viele paradox erscheinende Phänomene, wie z.B. den Fakt, dass Parkinson-Patienten im Falle eines realen Feueralarms am ehesten aus dem gefährdeten Gebäude entkommen, d.h. sehr fix laufen können. Da gibt's kein Freezing I. - Sorry, no ice cream! - Die Patienten liessen den Modus II als anscheinend normale Patienten hinter sich, weil sich der emotionale Persönlichkeitsanteil Platz machte und im Modus III in geordneter Weise die Gefahrenstelle zu verlassen erlaubte. - 

(Der Blogger hat in den Schilderungen seiner Erlebnisse im "Schaltkreis" Gehen allein im Garten ohne jede L-Dopa-Medikation; bis zu einer Stunde hin und her ohne Unterbrechungen von dem "running piglet disorder" (TCM-Terminologie) geschrieben, das in dem plötzlichen Verlangen los zu rasen besteht. ...und es kommt fFeude auf, wenn es für 15 - 25 Meter gelingt. Kein Wunder.

(den Neurologen Dr. med James Parkinson, Dr. med. Oliver Sacks und Dr. Janice Hadlock, DAOM, zur gefälligen Kenntnisnahme)

Die kognitive Restrukturierung bewirkt auch ein näher an den jeweils anderen Persönlichkeitsanteil Heranrücken (vgl. Assagioli's Psychosynthese)

„Tarzan“, „unser Held“ usw. (steht hier als Kurzformel für ein irreal orientiertes Ego, das sich selbst für normal hält)
 Der anscheinend normale Persönlichkeitsanteil = das personale Selbst (= Ich)
Ohne Zugang zum transpersonalen Selbst (= Seele),
d. h. mit äußerst beschränktem Zugang zum limbischen System (in der Mitte des Gehirns gelegen und verantwortlich für Höchstleistungen des Zentralen Nervensystems im kreativen, künstlerischen, im wissenschaftlichen und geistigen Bereich).

Modus I  :    "Schockgefroren" (= auf „Pause“ festgesetzt; Janice Hadlock, Santa Cruz, Ca., U.S.A.)
einschleichendes Empfinden einer Bedrohung,
die anfallartig zur kompletten Starre des Körpers bei sehr niedrigem Muskeltonus führt:
Systematisches Nachdenken und Erinnern ist nahezu komplett eingestellt.
Häufigkeit dieser: Art von Erlebnissen: ca 2 mal pro Quartal, abhängig von persönlichen Stress-Situationen..

„Freezing I“ = "schockgefroren"
weiche Knie, Taumeln mit Sturzgefahr, Gleichgewichtsverlust,
grobschlächtiger Tremor der Unterarme und Hände,
Klein-Tarzan überlebt Flugzeug-Absturz im Dschungel
entgeisterter Gesichtsausdruck: Scham, Schreck, Angst , wie die eines traumatisierten Kleinkindes

Ei-Modell von Roberto Assagioli
Modus II :
vorherrschendes Empfinden des gehetzt Seins,
des ungerecht behandelt Werdens
des nicht gut genug Seins, früher als "Minderwertigkeits-Komplex" bezeichnet

außerhalb der Wohnung:
keine Chance der sicheren Fortbewegung außer mit dem Pedelec-Dreirad von partmobil,
mit Umsteigen auf mitgeführten  City Scooter bis 150 Meter Distanzen

nur innerhalb der Wohnung:
Standstabilität ordentlich,
„Gehen“ nur als zielloses Schreiten, ohne Zweckbestimmung möglich,
dies fühlt sich an wie eine Arbeitsverweigerung, ein nicht-Wollen,
beim Kochen in der Küche und bei Arbeiten am Schreibtisch kommt diese Weigerung nicht vor,
Gehen nur mit freien Händen, d. h. ein Glas Wasser in der Hand löst schon Gehhemmung aus,
ebenso das Läuten an der Tür oder des Telefons oder das Rufen eines Menschen,
Es fühlt sich keineswegs an wie ein Freezing I.

„Who Walks In When I Walk Out?“ -  eine Seele von Mensch !? - schön wär’s...
in Tarzan and Jane 2017 Animation Film

(Archetypus:
Tarzan's wunde Stelle ist die Erinnerung des Flugzeugabsturzes im Dschungel. Im Bild wird er gezeigt als überlebender Säugling, der die Welt so nimmt, wie er sie erlebt: als freundlich, auch angesichts des Gorilla-Weibchens, seiner neuen Ziehmutter für das Leben im Dschungel. - Absturz = Trauma. 

Jane steht - viel später dann - als mutiges Großstadt-Mädchen und Kick-Boxerin hinter ihm und hält seinen Rücken frei - wie Pflegerin bzw. Shiatsu-Praktikerin des Bloggers bei drohendem Schockfrosten = Freezing I im neurologischen Modus I).
 Jane fackelt nicht lange im Modus III - choosing the dirt road

Das Freezing II wird am Ende eher als überraschend oder lustig empfunden, wenn es nicht so bedauerlich wäre. Diese Art von Freezing II kommt zustande, wenn die Kräfte des sympathischen Modus im limbischen System von den Kräften des parasympahischen Systems exakt aufgewogen werden, vgl. Mark-Peter Hurnis Schaubilder zu diesem Thema hier im Blog.
Mit dieser Aussage ist die Beurteilung impliziert, dass das limbische System bereits eine Nebenrolle spielt, da der dominante Persönlichkeitsanteil sukzessive abgenommen hat zu Gunsten des emotionalen Persönlichkeitsanteils, des transpersonellen Selbst (= Seele). Und dieses Wiedererwachen kennzeichnet schon erste Erfolge der kognitiven Restrukturierung. Deren Ziel ist es ja, dem personalen Selbst wieder den Blick frei zu machen auf das transpersonale Selbst. Aber so weit sind wir noch nicht.
(Zur Erläuterung der Terminologie verweist der Blogger auf das abgebildete Ei-Modell der Psychosynthese von Roberto Assagioli. )

Anders als Hurni geht der Blogger aber davon aus, dass es sich bei dem neurologischen Modus Freezing II nicht um eine Variante des „echten“ Freezing I handelt, sondern um eine Besonderheit, die mit dem Machtwechsel von einem Persönlichkeitsanteil auf den anderen entsteht. Es geht um die Modi II und III (sympathischer Modus des limbischen Systems, wenn Gefahr droht oder Angst entsteht).

Fortsetzung zu Modus II
Relativ niedriger Muskeltonus im 23. Parkinson-Jahr und in der Wachzeit des Tages innerhalb der 12-stündigen Zeit der „L-Dopa-Medikationsferien“ etwa von 08 bis 21 Uhr.
Permanente Geh-Hemmung bis zum Stadiums des Stillstandes für 30 –60 Sekunden:
Ohne Absturz des Muskeltonus, ohne Angst,  ohne verzerrte Mimik,
Fortbewegung auch mit City Scooter
Bestimmte Motorik-Kunststücke jederzeit vorführbar.

Modus II b (nachts)
Unter pflanzlicher L-Dopa-Medikation zwischen 20 Uhr und 08 Uhr am nächsten Morgen. Guter, tiefer Schlaf mit lebhaften und interessanten Träumen. Zwischendurch mehrfaches Aufwachen und „Nachladen“ von L-Dopa. Öfters schlaffe Lähmungen mit schmerzenden Knochen und Angstgefühlen.
                    
erforscht Strukturelle Dissoziation, posttraumatisch

Nur für Persönlichkeiten mit Zugang zum limbischen System:

Emotionaler Persönlichkeitsanteil - 
Auch dieser Persönlichkeitsanteil entspricht keineswegs der ursprünglichen Persönlichkeit; er ist auf das tägliche Überleben ausgerichtet.

EXKURS: ANP und EP

Emotionaler Persönlichkeitsanteil EP
- emotional unterreguliert
Hyperarousal
Symptome des Wiedererlebens

Anscheinend Normaler Persönlichkeitsanteil ANP
- emotional überreguliert
Hypoarousal
Depersonalisation
Derealisation

(Reinders et al., 2006, 2014)


Modus III

Hier endet „Tarzan’s Reich; no entry !

hier handelt und fühlt die  „Seele von Mensch“, jedoch im Zustand des Empfindens von
momentaner Gefahr und bevor stehendem Schrecken.

Der Modus III wird auch als “dirty road“ bezeichnet – oder war ursprünglich dirt road gemeint: die unbefestigte Straße, die Autostraße ohne festen Fahrbahn-Belag? – Der Blogger meint: ja .
Es kommt nicht auf den Schmutz an, sondern auf den Versuch einer Abkürzung unter Inkaufnahme einer Verschmutzung oder eines Steckenbleibens im tiefen Schlamm...

„Bloß schnell fort von hier! – nicht zimperlich sein, wird schon schiefgehen!“

Bevor der Blogger im Jahr 1996 am Morbus Parkinson erkrankte, hatte sein Nervensystem diesen Modus III überstrapaziert. Seine strukturelle Dissoziation war damals schon längst wirksam, so dass der anscheinend normale Persönlichkeitsanteil („Tarzan“) öfter als erträglich das Zepter übernahm.

Der Blogger kam vom Modus III leichter in den Modus II als wieder zurück. Das Dschungelreich wucherte in das Stadtgebilde, wie dereinst bei den Inka.



Modus IV
Nach Überwindung von Materialismus und Personalität erweitert sich das Bewusstseinsfeld.
Es ist ein langer Weg dorthin. Parkinson-Patienten sind eingeladen diesen Weg zu gehen. Motorik ist dafür von untergeordneter Bedeutung – jedoch hochwillkommen.
Doch auch der Modus IV ist nur halb komplett: Erst wenn die Modi I und II überwunden sind und damit der anscheinend normale Persönlichkeitsanteil, können die Modi III und IV den ganzen Menschen umfassen, und nicht auf die emotionale Persönlichkeit begrenzt bleiben.

Das Ziel aller kognitiven Restrukturierung ist die Öffnung des Zugangs zum Frieden und zur Harmonie. Wenn dieser Zugang offen steht, genießt das transpersonale Selbst diesen Zustand. Ein ganz persönlicher Austausch mit seinem und des Universums Erschaffer ist lebendiger Ausdruck dieses Gottvertrauen und dieser Lebensfreude des Wanderers.
Ein Parkinson-„Anwärter“  10 bis 20 Jahre vor seiner Diagnose weiß nicht, wovon hierbei gerade die Rede ist. Er meint, dass seine „Bewusstseinsseele“ alles umfasst, was Menschen erleben sollen.
Achtsam hast Du uns eine Brücke zur Verfügung gestellt, die nur der finden kann, der danach mit ganzem Einsatz forscht und sucht. 
Liebevoller Erschaffer Deines wundervollen Universums; es dankt von ganzem Herzen für Deine auf dem Weg erkennbar hinterlassenen Zeichen, Dein Rudi Traugott

Das limbische Nervensystem hat den parasympathischen Modus IV aktiviert,  der Blogger ist ruhig und entspannt. Das ganze erstmalig nach Jahrzehnten erlebt; allerdings als flüchtige, etwas nebulöse Variante im Hochsommer 2018; vgl. Posts in diesem Blog.
Noch ist das Ziel nicht erreicht.

Es bleibt zu prüfen,  ob der hier geschilderte Zustand Freezing II in Einklang zu bringen ist mit "shut down" im nachfolgend dargestellter Kurve über Strukturelle Dissoziation in Folge von Traumatisierung.    (to flag = erlahmen, schlappmachen)
"shut-down" = Freezing II ? . wird geprüft!, Quelle:  s. Link am Anfang dieses Posts




"... erstarrte zur Salzsäule."

Lots Frau erstarrte zur Salzsäule - als sie gegen Gottes Gebot auf die brennende Stadt Sodom zurück blickte.

"Gedenkt an Lots Frau", so wird später in der Bibel Jesus zitiert. 
Diese Begebenheit wird auch im Koran erwähnt und in den jüdischen Schriften.


"Erstarren zur Salzsäule" erinnert Rudi Traugott stark an "Freezing II", an das Schockfrosten und das in obiger Kurven-Grafik so genannte "shut-down." (12.08.2018)



Freitag, 3. August 2018

L-Dopa aus Juckbohnen-Extrakt gegen Parkinson: Aus der Not eine Tugend machen

Ärzte verschreiben weltweit preiswerte synthetisch hergestellte Levodopa = L-Dopa-Medikamente, um ihren Patienten  heftige und zunehmende Bewegungsstörungen vermeintlich  zu "ersparen". Doch nach 6 bis 7 Jahren der Medikation wird der Patient resistent und die erhofften Wirkungen bleiben aus. - Dann "für immer", wohlgemerkt. Neurosen  und Psychosen schießen ins Kraut, ein Hexensabbat beginnt. Der Blogger hat diese Phase mühevoll überstanden, ist aber noch L-Dopa süchtig. D. h. wenn er die Medikation gänzlich einstellt, wird es wieder fürchterlich. - Dies wird in den Beipackzetteln auch gar nicht abgestritten. Der Kunde kauft wissentlich seine Entmündigung in der Apotheke, verschrieben vom Arzt. ("L-Dopa = Goldstandard bei Parkinson")

Das im Extrakt der Juckbohne (Mucuna Pruriens) enthaltene Levodopa hat der Blogger vor zwei Jahren als Ersatz für das synthetische Levodopa in Arzneimitteln gewählt: mit großem Erfolg, der wie folgt konditioniert ist:

# Die absolute Menge an geschlucktem L-Dopa wird nicht erhöht.
# Es wird permanent eine Minderung der Einnahme probiert.
# Jeden Tag macht der Blogger L-Dopa-Ferien von ca 12 Stunden; zumeist tagsüber von 7 Uhr bis 20 Uhr

Wiener Forscherin Regina Katzenschlager : Parkinson und Psyche

Vgl. auch Post vom 20.08.2014 in diesem Blog über Forschungsergebnisse zu den Themen Juckbohne und Parkinson und vom 5.08.2014 über psychische Störungen und Parkinson (Dr. med. Katzenschlager, Wien).
Vgl. auch Post vom 24.10.2014 über die strukturelle Dissoziation als psychologische Kondition vieler Parkinson-Patienten

aus der Not eine Tugend gemacht...

Im Gegensatz zum synthetischen L-Dopa raubt das pflanzliche L-Dopa im Extrakt der Juckbohne nicht den Schlaf des Patienten. Es mag an den weiteren Stoffen liegen, die ebenfalls im Juckbohnen-Extrakt enthalten sind - Fakt ist, dass Mucuna Pruriens Extrakt müde und entspannt macht.

Wie schon erwähnt ist es also logisch,  die Maximal-Einnahme von ca. 350 mg po 24-Stunden Tag auf die Nachtstunden zu legen. Nähme der Bogger die insg. 350 mg während der Tagesstunden ein, wäre er von Schläfrigkeit und Motorik-Hemmungen geplagt. - In der Nacht würde - und hatte schon - die schlaffe Lähmung des Körpers von der Taille abwärts  den Schlaf zum "Wälz-Lager" und Horror-Szenario entarten lassen. Traumlosigkeit in überlangen nächtlichen Wachperioden und Alpträume sowie elektrische Entladungen über die Arme und Beine kennt jeder Alt-Parkinson-Patient. 

Beschaffung des Juckbohnen-Extraktes

Im Web finden sie viele Anbieter von pflanzlichen Mitteln der Nahrungsergänzung. So auch für die Juckbohne. Mucuna Pruriens gilt dort als beliebtes Aufputschmittel.
Nur einer Firma ist es gelungen, die für Apotheken-Auslieferungen nötige PZN als Nahrungsergänzungsmitel zu erhaschen (Fa. in Kruft). 
Allen anderen Anbietern fehlt eine PZN 35....., so dass der Patient die Kapseln letztlich auf eigene Rechnung bezahlen muss. Aber es lohnt sich - definitiv!

Ein Problem bereitet die passende Dosierung: 

Ein reales Beispiel

Juckbohnen-Extrakt je Kapsel a 411 mg  mit 40 % L-Dopa = 160 mg L-Dopa (mit PZN)
Juckbohnen-Extrakt je Kapsel a 400 mg mit 15 % L-Dopa =    60 mg L-Dopa  (ohne PZN, "smart")

Der Blogger entschied sich für Kapseln mit 60 mg-L-Dopa. Dies entspricht etwa 1/2 Tablette MADOPAR 100 T

In seiner Apotheke verschmäht er nun die KV-finanzierten Kapseln, die eine 2,7 fache Menge an L-Dopa liefern. 

Für einen Juckbohnen-Extrakt mit einem niedrigeren Anteil pflanzlichen L-Dopas spricht auch,  dass im Falle des Extraktes mit höherem Anteil der Nicht-L-Dopa-Bestandteile gerade diejenigen Substanzen relativ stärker zur Wirkung kommen, die einen so positiven Einfluss auf die Intensität und Dauer des nächtlichen Schlafes haben. Kurz: je geringer der L-Dopa-Anteil an dem Mucuna Pruriens-Extrakt, desto positiver manifestieren sich die "guten Seiten" dieses pflanzlichen Nahrungsergänzungsmittels.

Und: wer auf die euphorisierende Wirkung des pflanzlichen L-Dopa setzt, verfehlt ohnehin das Ziel der Überwindung seines Parkinsonismus! Er gerät tiefer hinein in die Misere; schade drum... 
Die Klügeren fahren mit dem Zug in ihre L-Dopa-Ferien: nüchtern, ohne Spastiken und Neurosen.

Urteil: viel zu viel auf einmal ! Die Nächte sind lang -
aber L-Dopa-induzierte Euphorien  sind kürzer als man erwartet und erhofft.

Tagsüber gibt es beim Blogger L-Dopa nur auf Reisen und Transporten mit Verkehrsmitteln.

"Tarzan" als anscheinend normaler Persönlichkeitsanteil (im Modus I) verkrümelt sich ohnehin im Dschungel eingedenk der kognitiven Restrukturierung seines vorübegehenden Gastgebers Rudi Traugott (im Modus IV). -  Dir,  geliebter Erdenker des Alls, gebührt alle Ehre - ungeteilt.


Auf dem Teppich bleiben mit Rauschmitteln wie L-Dopa !

(vgl. Janice Walton-Hadlock: Once Upon A Pill, Santa Cruz, Ca., U. S. A. )

Mittwoch, 1. August 2018

Durchbruch: kein Tanzbär und kein "Gallertprinz" mehr im 23. Parkinson-Jahr

Nun geht es aber holterdipolter mit den rasend schnellen Veränderungen der motorischen Kompetenzen des Bloggers im Zuge der voran schreitenden kognitiven Restrukturierung:

Es begann um 9 Uhr. Anstatt danach zu suchen, wie ein Ersatz des verbogenen Sonnenschirms auf dem Balkon beschafft werden könnte, ging der Blogger auf den Balkon, ergriff den demolierten Sonnenschirm, bog zwei Speichen zurecht und fügte deren Enden in die hierfür vorgesehen Taschen. Das war's. Ende gut.

Heute, am Mittwoch, dem 1.08.2018 von 12 - 12.30 Uhr, machte der Blogger einen "Freigang"
durch das belebte Stadtteilzentrum von Eimsbüttel-Nord: Heußweg, Unna-Park, Osterstraße. insgesamt knapp 1 Kilometer Gehstrecke. Konditionen:

# letzte 25 mg L-Dopa-Medikation um 7 Uhr morgens, 50 mg Amantadin, 1 mg Azilect (nachts um 04 Uhr)
# nach zwei Stunden des Ruhens zwecks Entgiftung/Entzug des Giftes L-Dopa
# begleitet von geeigneter Pflegekraft, die "für den Notfall" den kleinen City-Scooter aus Aluminium in ihrer rechten Hand trug.
Der Blogger ging die gesamte Strecke frei von Geh-Hemmungen und
# ohne die Hand der Pflegerin zu ergreifen.
# Der Muskeltonus ist gegenüber dem Modus III spürbar erhöht. Stimmung: zuversichtlich und voller Gottverttrauen
(Beim Hinsetzen auf den Korbstuhl auf dem Balkon kommt keinerlei unangenehmes Druckempfinden in der Sitzfläche auf.)
Gotthold E. Lessings Der Tanzbär führt sich selbst vor...

Fazit:
Das Nachdenken über nicht bekannte Phänomene ergibt: Es war der neurologische Modus IV gegeben. Der Persönlichkeitsanteil des wahren Bloggers überwog eindeutig. Der immer wieder drohende "anscheinend normale Persönlichkeitsanteil" - scherzhaft als Tarzan bezeichnet - sieht bzw. sah heute kaum noch Land.

Im Vergleich zu den früheren Konditionen:
(1) Gehen an der Hand der Pflegerin
(2) Pflegerint trägt keinen City-Scooter quasi als Rettungsboot bei SOS-Notruf mit sich

fühlt sich die neue Freiheit "von der Kette", mit welcher ein Tanzbär an seiner Nase gehalten wird, phantastisch gut und federleicht an. - Denn selbst die hilfreichste und mitfühlendste Hand vermag es nicht, die Realität zu kaschieren oder zu verbergen: Der Blogger konnte ohne City Scooter und ohne eine hilfreich von einem anderen gereichte Hand keine zehn Meter draußen gehen. - (Tarzan hatte dabei gehofft, dass er von Jane's Ausstrahlung mitbegünstigt würde. Das Gegenteil war und ist der Fall.)

Gallertprinz Qwert leidet unter der Gravitation auf Erden, wird immobil
# Bei geringsten Irritationen setzte früher (beim Geh-Training ohne L-dopa-Medikation) im Modus III, kippend auf Modus II) "schlaffe Lähmung" ein; das Freezing immobilisierte den Körper - wie bei Qwert, dem Gallertprinzen aus der 2364ten Dimension (von Käpt'n Blaubär).

Notabene: ohne L-Dopa-Medikation fühlt sich der Blogger in jeder Nacht wie Qwert Zuiopü: in schlaffer Lähmung.

Mit Mucuna Pruriens (Juckbohne) Natur-L-Dopa schafft der Blogger jede Nacht mit längeren Tiefschlaf -Perioden von ca. 3 Stunden inkl. Träumen. - ohne den Gallertprinzen...

(Übrigens: Die chinesischen Mediziner nennen es "heavy body weight feeling" und kennen die Meridianpunkte für Akupressur und -punktur zur Korrektur. - vgl. hierzu Posts in diesem Blog)

Therapeutische Anmerkung:


Testen sie selbst die therapeutische Dimension des Denkens (Rudy Vandercruysse) durch Interpretation der Fabel Lessings "Der Tanzbär" in Bezug auf einen Parkinson-Patienten.
Vandercruysse meint mit "Denken" nicht das Wiederkäuen von Erlerntem (= samsara), sondern das tastende Suchen nach neuartigen Strömen und Erklärungseinfällen. (Vgl. auch Post vom 30.12.2016
in diesem Blog, und Durchsuchen sie die 200 Posts mit dem Suchwort: steiner  )

Gotthold Ephraim Lessing - "Der Tanzbär

Ein Tanzbär war der Kett` entrissen,
Kam wieder in den Wald zurück,
Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück
Auf den gewohnten Hinterfüßen.
"Seht", schrie er, "das ist Kunst; das lernt man in der Welt.
Tut es mir nach, wenn`s euch gefällt,
Und wenn ihr könnt!" - "Geh", brummt ein alter Bär,
"Dergleichen Kunst, sie sei so schwer,
Sie sei so rar sie sei,
Zeigt deinen niedern Geist und deine Sklaverei."

Ein großer Hofmann sein,
Ein Mann, dem Schmeichelei und List
Statt Witz und Tugend ist;
Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,
Mit Wort und Schwur als Komplimenten spielt,
Ein solcher Mann, ein großer Hofmann sein,
Schließt das Lob oder Tadel ein?"



in: Rudy Vandercruysse, Die therapeutische Dimension des Denkens, Stuttgart, 1999

Dienstag, 31. Juli 2018

Peinliches "inneres Treffen" mit alten Bekannten (dissoziierten Persönlichkeitsanteilen)

Die Kognitive Restrukturierung wirft die verdrängte Altablage des Gehirns ans grelle Licht:

# Plötzlich redet, besser gesagt schwadroniert, der Blogger leichtfertig daher, wie er es in komplizierten Lagen früher gern tat, um die jeweils gegenwärtige Krisenlage zu überspielen. Die heute auf solche Weise Angesprochenen kennen diese Art von Kommunikation nicht und sind äußerst irritiert.-

Dann gerät das déjà vue des Bloggers in das Aufmerksamkeitsfeld, wird dort schnell durchschaut und als überholt abqualifiziert. Das ist auch gut so. Der Blogger wird durch seinen kritischen Verstand dazu gebracht, eine tiefgründigere Beurteilung der diskutierten kritischen Lage abzugeben. Du liebender und geliebter Erschaffer musst nicht immer, kannst aber im Zweifelsfall um deinen Rat bzw. ein Zeichen in die empfohlene Richtung gebeten werden. Das ist völlig ungewohnt, macht mich wach und bereitet Freude. "Nearer My God to Thee"

# Begleitet wird diese neue Überwindung alter Strukturen der eigenen Persönlichkeit durch gute Laune und leichte Geh-Bewegungen im schwierigsten Grad: Gehen im Haus und im privaten Garten ohne L-Dopa-Medikation im schlendernden Gangbild ohne Drill und ohne Parkinson-Symptome. Neurologischer Modus IV Parasympathicus überwiegt. Entspannung ist angesagt.

# Weitere "Vorgänger"-Persönlichkeiten kommen während des Montags, 30.07.201, dem Blogger "entgegen" im Sinne eines inneren Erlebnisses. Vgl. Ausführungen zu "Burlala", dem bauernschlauen Herumtreiber. im Post vom 24.03.2017 und vom 6.01.2018 Systematische Erfolgskontrolle der Kognitiven Restrukturierung

# Die Stimme des Bloggers wird etwas kraftvoller. Scherze können gesprochen werden. Der Blogger führt nach vielen Monaren erstmalig wieder akquisitorische Telefonate. Er setzt sich telefonisch gegen zögerliche Werkstatt-Mitarbeiter durch und verabredet einen festen Reparaturtermin für sein Pedelec-Dreirad von partmobil am 21.08.2018 nahe der Sternschanze. - AHOI !

# Der Blogger entlieh von einem Freund einen Speichenschlüssel und zog - auf dem Boden kniend -   ca. 8 etwas gelockerte Speichen ein wenig fester, um weiterfahren zu können. - Alles wie anno dunnemals?  Nein, besser - denn einige Alternativen wurden jetzt nicht übersehen oder voreilig in den Wind geschlagen!.

# Am ärgsten war das déjà vue morgens beim Anblick des unfrisierten und unrasierten Spiegelbildes am 28.07.2018, 8 Uhr. Dies soll ICH sein? So soll "Tarzan" aussehen, der gestern noch im Bade gepflegt worden ist? - Diese schütteren, grauen Haare, die auch noch an den falschen Stellen unordentlich sprießen. Ausgemergelt. - Wie konnte ich dieses Abbild der Miserabilität nicht als solches sehen und fixieren? - Ist alles Sehen derart illusionär?

# Am Sonntag ergriff der Blogger zweimal die Initiative und bot  aus akutem Anlass seine Dienst als Shiatsu-Novize an, legte seine rechte Hand auf die Hals- und Nackenwirbel, und es fühlte sich an als kribbel-krabbelten hunderte winziger Mausekrallen von seiner Hand in den Rücken des Patienten...war das ein Strömen des qi? -
Beruhigend wirkte dies in jedem Fall


Mittwoch, 18. Juli 2018

Balanceakt über Abgründe der Neurobiologie und der Psychologie bei Parkinson

Bei seinem Balanceakt über den Abgründen der neurologischen Modi und der Persönlichkeitsanteile in der Dissoziation muss der Blogger jederzeit diese Fragen beantworten:
Balanceakt - Skulptur von Stephan Balkenhol

# Welcher der für mich in Frage kommenden neurologischen Modi herrscht in meiner gegenwärtigen Situation?
(Vgl. STUCK ON PAUSE, by Janice Hadlock, Five Branches University, Santa Cruz, Ca., U.S.A., hier im Blog vielfach erörtert und zitiert). Anmerkung: nach Auffassung von Janice Hadlock hat der Parkinson-Patient keinen Vollzugang zum limbischen System mehr. Er hängt fest in der Endlosschleife einer Fehlkognition, Kann Feinheiten - 'Amazing Grace' (Unverhoffte / verwirrende / verwundernde Gnade) - weder wahrnehmen noch wertschätzen; sie nennt dies "auf Pause festgesetzt".)

# Hat die seit Ausbruch ihres Morbus Parkinson in 1996 dominante Persönlichkeit  des Bloggers – die sich selbst, wenngleich unwillentlich, dauerhaft auf Pause gestellt hat – tatsächlich noch die Oberhand?  = Modus I  - das limbische System im parasympathischen Modus ist weitgehend unzugänglich -

(Tendenziell steht die geistige Positionierung dieser Persönlichkeit unter dem Stern des Verlustes seines natürlichen Gottvertrauens - als Ersatz müssen Spott, Satire und die Philosophie des Existenzialismus herhalten.)

# Ist bereits der warnende Ruf: „Achtung Freezing-Gefahr“ vernehmbar? = Modus II oder Modus III, je nach überwiegendem Persönlichkeitsanteil des Augenblickes

# Oder lebe und handele ich schon „wie ein normaler Mensch“, d. h. wie die lange unterdrückte wirkliche Persönlichkeit? (Letzteres wäre der Fall, wenn die beiden psychotherapeutischen Behandlungen des Bloggers Früchte getragen haben, insbesondere die Kognitive Restrukturierung (Verhaltenstherapie seit Herbst 2017. Hierbei geht es um die Rückführung des menschlichen Geistes zu dem Grund seiner Entstehung, vgl. Andrew Newberg, Eugene d'Aquili, Vince Rause: Der gedachte Gott - Wie Glaube im Gehirn entsteht, Piper Verlag 2003, S.246, Zitat Nr. 12, vgl. Scan-Bild, über die Bedeutung des limbischen Systems für den Glauben)

in: Andrew Newberg. Der gedachte Gott - Wie Glaube im Gehirn entsteht, Piper Verlag 2003
-       entweder im sympathischen = Modus III
-       oder im parasympathischen Modus - = Modus IV - des limbischen Systems.


# Mit welcher Veränderung meines neurologischen Modus oder in der Dominanz meiner Persönlichkeitsanteile muss ich  angesichts kalkulierbarer Ereignisse rechnen?

- Jeder kennt das oft persiflierte Schema: Wenn ein cholerischer Schwiegervater (zum Beispiel) am Wochenende zum Kaffee kommt, gibt es Zoff , und mit großer Sicherheit würde die Persönlichkeit dominieren, die sich vor 22 Parkinson-Jahren selbst unabsichtlich auf Dauer-Pause gestellt hat. – Uralte „Standpunkte“ werden betoniert, der Tonfall ist gereizt, der Nachmittag verdorben. -

# Das Schalten des "Vierganggetriebes"
Dem Blogger kommt die Erkenntnis, dass die jeweilige Selbst-Einordnung in einen der Modi I - IV auch davon abhängig ist, ob sie mit eigenem Willen verändert bzw. erreicht werden kann. Der im Modus I herrschende Verzweifler kann dies offenbar nicht. - Der in Folge kognitiver Restrukturierung wieder zur Nutzung seines limbischen Systems fähige halb-genesene Alt-Patient im 22. Jahr mit Morbus Parkinson ist dazu in der Lage. Beweis? - Heute, am 19.07.2018. zwischen 11.30 und 12.30 Uhr schaltete ich mich selbst von Modus II auf Modus IV mit der Hilfe der hier im Blog geschilderten Standard-Übung im Geiste ("Du liebevoller Schöpfer des Universums...", vgl. Janice Hadlock: STUCK ON PAUSE) - danach schrieb der Blogger diesen Text zur oben abgebildeten Fundstelle in Andrew Newberg's Werk.

"Für deine Liebe zu deinen Kreaturen sage ich meinen Dank von Herzen.  Sie offenbarte sich - wie stets - zur rechten Zeit." dein Rudi Traugott

# Ich will "das Getriebe" kennen lernen und das Gefühl für den richtigen Gang zur rechten Zeit entwickeln!
(Notabene: Posttraumatische Belastungsstörungen sind auf Störungen des Limbischen Systems zurückzuführen, vgl. auch Marc-Peter Hurni's Dissertation im Fach Psychologie über die Verursachung des Morbus Parkinson, Universität Granada, Espana - in Spanisch)

Wie gelang das oben behauptete gelungene Hochschalten von Modus II auf IV? -

Auf dem Sofa liegend in der letzten Phase des Entzugs von L-Dopa um ca. 11 Uhr, doch ohne die ersehnte Ruhe der drogen-freien Zeit bis ca. 21 Uhr zu finden. Der Blogger begann mit der Standard-Übung (s. o.), und ohne groß nachzudenken ergänzte er seine Verbalisierung und Visualisierung mit der Shiatsu-Übung der Aktivierung des Dreifachen Erwärmers (San Jiao) über die Punkte 1, 3 und 4 auf den Rücken beider Hände. Dann wurde es hell, warm und freundich um ihn herum...vgl. auch Post vom 19.04.2012 in diesem Blog.





Fall-Beispiel Shopping Center-Tour


Von innen betrachtet fühlte sich  

„der Balanceakt über die neurologischen Modi

vor, während und nach einem Shopping Center-Besuch des Bloggers am 17.07.2018 etwa so an:


Uhrzeit, Ereignis
Empfindungen,

innere Bilder;

neurolog. Modus
Medikation, subjektiv empfunden
Motivation, geplante Aktion
9 Uhr Frühstück
Ruhe vor dem Sturm, Modus IV
Zu hoch, Füße bleiben unruhig,
Halsmuskeln zerren
Reisefertig machen, Krimskrams nicht vergessen
9.30 h, Abfahrt mit Pedelec-Dreirad Richtung Shopping Center (7 km, 25 Celsius)
Überall am Dreirad klappert es beim Durchfahren von Schlaglöchern der Straße ; das wird ein harter Tag,
Modus III
Medikation OK: 25 mg L-Dopa synthet.,
+ 60 mg L-Dopa pflanzlich um 9.30 Uhr,
Fahrtwind kühlt
30 Minuten bis zum Shopping Center, dort Jackett und Hose finden, anprobieren, mit Freunden treffen, einkaufen und: weiter fahren mit Pedelec,  6 km bis Eimsbüttel, Pedelec parken und sichern
10 Uhr, Ankunft Shopping Center, Umsteigen auf City Scooter innerhalb des Shopping Center, Übersicht des dortigen Angebots von Herren-Bekleidung
 "ist doch nicht so schlimm wie erwartet!?"
 es scheint alles OK zu sein - doch unverhofft kommt oft! - zu früh in Sicherheit gewogen in Folge des angenehmen 
Modus III,
der aber schnell kippen kann (siehe unten).
Nicht Ausrutschen beim Rollern mit dem City Scooter!
10.30 Uhr, Treffen mit Freunden, Anproben usw.
 "ziemlich beste Freunde"
alle nehmen aufeinander Rücksicht
 unverändert OK
Keine Hektik zeigen, aber ehrlich auf Hilfebedarf hinweisen.
11.15 Uhr, Weiterfahrt nach Eimsbüttel
Der „Boxer“ wurde am Boden liegend angezählt: 5 Minuten geordnet auf dem Rücken am Boden liegend Wirbelsäule gestreckt. Danach auf das Pedelec.
Der dominante Persönlichkeitsanteil ist nun nicht mehr der „normale Mensch“, sondern die anscheinend normale Person:

Modus II, kein Freezing aber die Warnglocken läuten.
Er steht wieder fest auf beiden Füßen. Zum Schluss den Helfern ein Bild des gemeinsamen Erfolgs zeigen.
11.40 Uhr, Stop auf Parkbank im Schatten hoher Bäume
Keine Radumdrehung weiter! – es droht ein Kriechen auf dem Zahnfleisch in das Treppenhaus. Nur das nicht. Disziplin!
Zurück auf
Modus III,
die Angst vor Freezing ist gewichen, die Schönheiten der Natur kommen ins Bewusstsein
Bei Rückkehr das Gesicht wahren.
Zeit spielt keine Rolle.
12 Uhr, Ankunft am Ziel, Abstellplatz des Pedelec vor dem Boutique-Schaufenster, nicht in dunkler Tiefgarage.
Hier kommt einer, der fast alles im Griff hat. Dessen Coach nicht das Handtuch zu früh in den Ring wirft.
In der Nacht auf den 18.07.2018 kam der parasympathische Modus IV - endlich - wieder zum Zuge.
Ich hätte die 2-fache Menge L-Dopa nehmen können (170 statt 85 mg), hätte so aber schon im Shopping Center aufgegeben - als Feigling.- Modus III
nachmittags 17.07.2018

L-Dopa unterstützt Feigheit.
Ausruhen und die Aktion später analysieren.

Dies geschieht hier gerade jetzt (am 18.07.2018, 15 Uhr). - um 17 Uhr nach Fertigstellung der hier gezeigten Tabelle.
Klar Modus IV


# Zurück zur Original-Größe: mittelmäßig ( im parasympathischen Modus IV** rückblickend auf Modus I und II  der ehemals dominierenden anscheinend normalen Persönlichkeit) - Nachtrag vom 23.07.2018

Das allmähliche Versinken der ego-geblähten Persönlichkeit, die im Modus I und Modus II vorherrscht, fühlt sich - von innen - nicht nur gut an. Der auf andauernde Pause festgesetzte Modus I ist psychisch und subjektiv derart unerträglich, dass der Blogger - wie die meisten Parkinsonpatienten - allerlei innere Reizmittel erfunden haben, die ihm über die gröbste psychische Selbstzerfleischung hinweg helfen. Welche Bestandteile diese innerlich gemischten Cocktails aus Adrenalin, Noradrenalin, Hormonen, Nervenbotenstoffen usw. auch aufweisen - sie führen dazu, dass die dominante Persönlichkeit sich bedeutender, besser, angenehmer empfindet als sie es tatsächlich ist. - Ernüchterung könnte man das nennen; einen Kater nach Suchtmittelgenuss natürlicher Art. Weder betört jetzt noch die eigene Augenfarbe beim Blick in den Spiegel, noch sitzt das T-Shirt richtig locker. - eher einzwängend!! Nichts deutet auf Grandeur, auf irgend eine Art von Überdimensionierung hin. Trüb ist das Dasein im Mittelmaß nach 22 Parkinsonjahren, von denen 15 mit der Pharma-Droge des synthetischen Levodopa freien Willens verschlimmert wurden. -

Der Blogger aber bleibt standhaft. Er hält das Mittelmaß für sich selbst als "gut genug". Das ist 'mal ein Anfang. Kein Tag ohne Tagesentzug = L-Dopa-Ferien von ca. 12 Stunden.
Stolz empfindet der Blogger dennoch ganz innen drin... wenn er auf seinem Pedelec-Chopper-Dreirad vormittags bei 30 Grad Celsius neben 100 LKWs die Landstraße herunter surrt, dabei höllisch auf alte Schlaglöcher in sogenannten Radwegen und neue, hellgrau-konturenlose unerwartete Stufen aufpasst in der Gewissheit, selbst auch nur als "Gottes Ameise" diese Leistung erbringen zu können und darüber demütig und dankbar zu lächeln. - Rudi Traugott radelt heimwärts - neuerlich technisch unterstützt von Roderich Th. in Sülldorf.
Glyconschlange im Asklepios-Kult

**Beweis für den momentan beim Blogger um 18 Uhr herrschenden neurologischen Modus IV ist die Tatsache, dass er soeben, beim Läuten der Haustürglocke in seiner Wohnung zögerungs- und hemmungsfrei durch den längeren Hausflur geschritten ist und die Tür dem Besucher geöffnet hat. Dies ist seit 8 Jahren nicht mehr passiert. Beim Klingelton setzte unweigerlich Modus III ein: FREEZING - ohne erkennbaren Grund. - Oft musste der Blogger die letzten Meter auf dem Boden zur Haustür hin kriechen !! eine Chimäre aus Schlange und Krokodil!

Heute - 25.07.2018 - herrscht seit dem Aufwachen um 6 Uhr der Modus III Sympathicus vor: Und der Blogger konnte hierüber sprechen. Es fühlt sich an wie das Dasein vor 20 Jahren; etwas gehetzt, klare Analyse des Tages-Solls: Formulierung des Widerspruchs zur Ablehnung des Antrags auf Pflegegrad 3. Das fraß 6 Stunden Arbeitszeit für knapp 5 Seiten Text.
(it is tea time now - five o'clock - indeed) beloved God saves his ants like me - Amazing Grace

und heute, am 26.07.2018, stellt sich seit 0 Uhr nachts der parasmpathische Modus IV meines limbischen Systems vor: 2 x 3 Stunden Durchschlafen mit jeweils 1 Kapsel Mucuna Pruriens Extrakt a 60 mg pflanzliches L-Dopa. Kein innerer Drang zum frühen Aufstehen morgens. Erheben aus dem Bett um 8.30 Uhr ohne zusäzliche Medikation von synthetischem L-Dopa. -
Etwas tranige, aber  nach innen wachsame Stimmung. Motorik anfangs stotternd, dann schleichend OK. Keinerlei Ideen von Tarzan-Gehabe, sondern ein Lauschen nach inneren Stimmen. Diese besänftigen mein Gemüt. Und das Vorbereiten des Frühstücks geschieht "von selbst" (!), wie durch eine Marionette, die vom Himmel aus geführt wird."Nicht abschweifen heute; dran bleiben!",, lautet der Auftrag. 
"Ich hab Dich verstanden, liebevoller Erschaffer der Welt, und folge Dir mit liebendem Herzen!" Dein Rudi Traugott

Heute, am Freitag, dem 27.07.2018 kann ich es endlich sagen, wie es sich nun von innen anfühlt: "Tarzan" hat sein Aktionsfeld in mir geräumt und sucht sein Glück anderswo. Drinnen öffnet ssich ein Hohlraum, der ausgefüllt werden will mit dem Gefühl der verborgenen wirklichen Persönlichkeit.  und ihrer Suche nach Liebe. Parasympathischer Modus IV - Abdanken der anscheinend normalen Persönlichkeit kommt voran.
Astrud G. sings Bossa Nova 1962 in Dutch TV Show
In youtube ruft der Blogger 56 Jahre nach ihrer TV-Film-Produktion Bossa Nova Songs mit dem jungen Holländer Ruud Brink (Tenorssophon) , Pim Jacobs (Piano) und "Sweetest of all girls in 1962" Astrud Gilberto (vocal) auf und geniesst ttränenreich bei 36 Grad Hitze ONLY TRUST YOUR HEART und  IT MIGHT AS WELL BE SPRING - erst jetzt erkennend, wovon sie spricht.  Die mächtige Diana Krall schrumpft mit demselben Song heutzutage auf Mittelmaß zusammen. - Allein Astrud's Outfit und teenage face expression  of coolness - eine Augenweide und passend zu den lässig, aber fein akzentuierten Tönen ihrer Stimme und ein Herzöffner für die Ewigkeit. "Thank you, my beloved Creator for creatures as Astrud" Rudi Traugott on your way back to his roots


# Wie kann ich vorausblickend für meine eigene Sicherheit sorgen?

wird fortgesetzt !

Mittwoch, 4. Juli 2018

Shiatsu-Therapie bewegt limbisches Nervensystem in RIchtung des parasympathischen Modus

Das SPOT ON SHIATSU Festival am 30.06.2018 in Hamburg brachte am vergangenen Samstag dem Parkinson-Blogger eine neue Erkenntnis. Und  diese Erkenntnis  war direkt verbunden mit den persönlichen Erlebnissen und Selbsterfahrungen "am eigenen Leibe" und im eigenen Geist:

# In jedem der doppelseitigen Shiatsu "Produkt-Prospekte" (siehe Fußnote am Ende dieses Posts) wird der Leser darauf aufmerksam gemacht: Es ist Ziel und Methode der Shiatsu-Therapie, den sympathischen Modus  im Nervensystem des unruhigen oder gar gehetzt wirkenden Patienten auf parasympathisch umzuschalten. Vgl. im einzelnen Post vom 11.06.2018 mit Erläuterungen zu den Modi des Nervensystems sowie Post vom 16.03.2018 über die spezielle Variante von Parkinson-Patienten im "Pausen-Modus" des zentralen Nervensystems, das nicht mehr auf den parasympathischen Modus zurück schalten kann. - Erst müsste die dominierende Parkinson-Persönlichkeit "verschwinden" bzw. abdanken  (These von Janice Hadlock, DAOM, in "Stuck on Pause").
Erlebnisse vom 30.06.2018 - hier im Blog dokumentiert

# Ein solches "Umschalten" auf den Ruhe auslösenden bzw. anzeigenden parasympathischen Modus ereignete sich tatsächlich beim Blogger am 30.06.2018 im Shiatsu Zelt Nr.2 im Schanzenpark um 11 Uhr. Zunächst ist es nur "wonniglich", was da ausgelöst und vom Blogger empfunden wurde. (.. als Kleinkind, das von seiner Mutter tröstend sachte in die Arne genommen wird und sein Schluchzen leise beendet..)

Weitere Stationen des Umschaltens vom Stress hin zum Leben in Geborgenheit folgen und werden hier nachgezeichnet.

# Damit kommt Shiatsu auch auf seine Herkunft, seinen Ursprung, zurück; das Tui Na bzw. Jin Tui Na, wie es von Janice Hadlock, MAO, Santa Cruz, Ca., U. S. A., so eindrücklich geschildert wird in seiner Rolle bei der Behandlung des Morbus Parkinson. -

Denn Shiatsu definiert sich als japanische Weiterentwicklung des chinesischen Tui Na, des "Haltens traumatisierter Teile oder Regionen des menschlichen Körpers".

Shiatsu aber geht in die bestimmte Richtung einer Verlängerung und Vertiefung dieses Heilungsweges durch gezielte Kommunikation mit lädierten Funktionen bzw. Teilen des Körpers - und des Geistes. (Vgl. auch Post vom 16.04.2018, endend mit dem Dank gegenüber dem liebevollen Schöpfer des Universums.)

# Shiatzu enttarnt Rosstäuscher und sogar einen "Tarzan"
Tarzan Boy bleibt übrig

Eine bisher nicht bekannte  Shiatsu-Praktikerin kümmerte sich etwa 20 Minuten um den wackelig vor ihr stehenden 75-jährigen Blogger mit 22 Parkinson-Jahren auf dem Buckel. Der Blogger war gerade von einer schmalen Sitzbank rückwärts zu Boden gekippt und stand wieder,  aber nicht sehr fest,  auf den Beinen (vollgepumpt hier mit 100 mg synthetischer L-Dopa-Medikation).

Das Kippen von der Bank machte die Überlastung deutlich, die durch eine voraus gegangene 40-Minuten umfassende Übung des "Qi Gong der Fünf Elemente" - im großen Zelt in einerr großen Gruppe - entstanden war.  Dort inmitten ca. 35 Qi Gong Adepten trainierte so der Blogger in direkter Nacbarschaft zu seiner gut bekanten und hoch geschätzten Shiatsu-Praktikerin M.. - Nach 40 Minuten beendete ein Krampf im rechten Oberschenkel des Bloggers diese sportlich anspruchsvolle Qi Gong-Übung vorzeitig.

Was sich durchgesetzt hatte, war die Wahrheit über des Bloggers überhöhten Ansprüche an sich selbst. Das war nicht zu übersehen: "Tarzan" war auf die Schnauze gefallen; das Ego zurechtgestutzt auf Kleinformat. (Vgl. Post vom 1.08.2017 über Hirn-Schaltkreise, insbesondere Schaltkreis Nr. 7 für Gefahrensituationen; Entkommen aus der 'dirty road'-Falle, Le Doux)

Joseph LeDoux' Emotional Pathways




# Shiatsu entdeckt verkörperlichte Emotionen - Zugang und Schlüssel zum Unbewussten? (Die moderne Hirnforschung  kommt auf andere Weise zu vergleichbaren Ergebnissen; siehe Schaubild und das Zitat Joseph Le Doux' über "the dirty road" bei der Wahl des Fluchtweges im Angstszustand)

Es wäre ja auch zu schön gewesen: ein Treffen am sonnigen Samstagmorgen mit drei interessanten Damen und ein glatter Einstieg in die bunte und lebensbejahende Shiatsu-Welt. Der Einstieg gelang in der Tat, aber offensichtlich nicht als Star-performance, sondern als reality pur:  der Blogger am Boden liegend und innerlich nach Mammi wimmernd. Und gerade dieses Wimmern nach dem Rückwärtsfallen von der Bank im Samurai Shiatsu-Zelt erhielt vier Tage später seine angemessene Interpretation. Zum Vorschein kam  des Bloggers Erinnerung an eine wahre Begebenheit vor ca. 30 Jahren als seine damals ca. 2 Jahre alte jüngste Tochter in der Wartehalle eines Flughafens rückwärts von einer Sitzbank ohne Rückenlehne mit ihren Kopf auf den Boden fiel und einige Sekunden vergingen bevor sie schreien konnte... Shiatsu öffnet Schleusen, rührt an traumatische Erlebnisse und ihre lebenslangen Verdrängungen durch Aufdeckung ihrer Verkörperlichungen. So z. B. die geschilderteen Selbstvorwürfe über ein totales Versagen gegenüber den Schutzbedarf des geliebten Kleinkindes...

Was hatte die im Samurai-Shiatsu-Zelt für Kinder tätige Therapeutin angeboten und getan?
- Sie bot dem lädierten Blogger eine 20-Minuten dauernde Behandlung an. Dabei konnte er auf einem bequemen und sicheren Stuhl mit Rückenlehne Platz nehmen. Als die hinter dem Rücken des Bloggers stehende Shiatsu-Therapeutin ihre Handflächen nahe an die Aussenseiten der Oberarme und an die äußeren Schultern brachte und diese sanft berührten, entwickelte sich das leise Wimmern im Inneren (siehe oben). - Das leise Weinen kam dann am Sonntag, dem Tag nach dem 30.06.2018 immer wieder auf - wirkte gar nicht belastend, störend oder furchterregt, sondern eher besänftigend:  "Du bist nicht Schuld an dem Sturz deines Kindes rückwärts von der Bank ohne Lehne!"- und es ist ja, Gott sei Dank, nichts passiert! (Rudi Traugott)

# Shiatsu auch für Laien begrenzt nutzbar
Und wer oder was hatte den Blogger in das Samurai-Shiatsu-Zelt für Kinder geführt? - Da waren Mutter mit Tochter im Kita-Alter, die lernen wollten, wie sie selber diese respektvolle Shiatsu Handlungs- und Behandlungsweise für den täglichen Gebrauch nutzen können. - Ganz offensichtlich gelang auch dieses.

# Shiatsu bewegt limbisches System in Richtung Parasympathicus
Nun wird es von Tag zu Tag klarer, und die Möglichkeiten der Unterscheidung nach erkennbaren Kriterien nehmen zu: Der Blogger kann ab jetzt schnell die  Frage beantworten, welcher Modus gerade im limbischen System vorherrscht:

- Kann er den Wunsch, seine Fußnägel zu schneiden, realisieren oder behindert ihn dabei eine fehlende Fokussierung der Linsen seiner Augen? - Solange diese sich anpassen können, ist der parasympathische Modus gegeben. - weitere Anhaltspunkte finden sie im Post vom 11.06.2018.

Doch Achtung ist geboten. Dieser Test wirkt nur im Zustand des Patienten gänzlich ohne Medikation, auch ohne pflanzliches L-Dopa (mucuna pruriens = Juckbohne) und nur in dem erreichten Zustand der fast gelungenen Kognitiven Umstrukturierung.

Zum Thema 'welcher neurologische Modus liegt jetzt vor?' vgl. Post vom 16.03.2018, zu Kapitel 15 von STUCK ON PAUSE. Zitat der Anmerkung des Bloggers vom 11.07.2018:
Fazit:

Eine strukturelle Dissoziation auf Grund einer traumatisierenden Erfahrung im Kleinkindalter kann sich im späteren Leben des Erwachsenen zu einer "Schaltung auf Dauer-Pause" transformieren, wenn vorher eine weitere Traumatisierung hinzu tritt, die in Verbindung steht mit einer faktischen oder tief so empfundenen Lebensbedrohung des späteren Parkinson-Patienten. - Erst muss für das Kind 'der liebe Gott tot" sein, dann fällt das ZNS des Erwachsenen einer womöglich nur vorübergehenden Lebensbedrohung zum Opfer. Es schaltet dauerhaft auf Pause. (Diese Formulierung stammt vom Blogger und ist nicht von Janice Hadlock autorisiert. Hamburg,  den 11.07.2018)

Janice Hadlock's "zwei-Koffer-Modell" für Morbus Parkinson mit Trauma-Auslösung im psychischem Bereich in der Kleinkindzeit, vgl Abbildung im vorgenannten Post:

1.
dominante Persönlichkeit im neurologischen Modus "festgesetzt auf Pause"
versus
2.
untergeordnete Persönlichkeit im sympathischen oder parasympathischen Modus des limbischen Systems

# Shiatsu bewirkt motorische Stabilisierung durch Aufdeckung und Neutralisierung posttraumatisch wirkender unvorhersehbarer Störungen bei naiv in Kauf genommenen Belastungen.
Am Exempel des "Rundgangs Eimsbüttel-Nord" am 5.07.2018 wird dies im Post vom 29.06.2018  nachträglich aufgezeigt.



Fußnote:

Herausgeber der Produkt-Prospekte:
GESELLSCHAFT FÜR SHIATSU IN DEUTSCHLAND E V.
Eimsbütteler Str. 53-55, D-22769 Hamburg, www.shiatsu-gsd.de
Shiatsu - wirkt auf das limbische System zu Gunsten parasympathischer Aktivierung (s. o.)

Shiatsu im therapeutischen Anwendungsfeld - heilen
Shiatsu in der Begleitung von Menschen mit psychosomatischen Leiden - heilen und begleiten
Shiatsu mit Menschen mit Behinderungen - dasein und begleiten
Shiatsu in der Begleitung der letzten Lebensphase - dasein und begleiten
Shiatsu in der Arbeit mit Kindern in Praxis, Schule und Kita - anregen und begleiten

 Duft Qi Gong I bei youtube

Verpasst hatte der Blogger das "Duft Qi Gong" Training, welches früh am morgen auf dem Shiatsu-Festival in Hamburg zum Mitmachen angeboten wurde. 

Schauen sie selbst auf die Webseite der Shiatsu-Praktkerin Heidemarie Bräuer mit ihrem Video Duft Qi Gong I - Entgiftung und Ausleitung - zum Mitmachen, auch für immobile Parkinson-Patienten 1. - Der Blogger macht jetzt täglich mit beim Duft Qi Gong I Training. Sie auch ?



Freitag, 29. Juni 2018

Krisen-Management by city-scooter - not only for bankers or consultants

Projekt:
Gehirn-Schaltkreis Nr. 07/2018
zur Überwindung der motorischen und psychischen Krise Nr. 7
bei Fortbewegung ohne L-Dopa.

Der kleine City-Tretroller aus Aluminium wird zum Aufbau eines neuen Gehirn-Schaltkreises eingesetzt, nachdem er sich als "Seenot-Retter für den gestrandeten Blogger" in Motorik-Krisen bewährt hat; vgl. Motorik-Krise Nr. 6.


Schon im März 2015 hatte sich das kleine Transprtgerät im Tageseinsatz mit L-Dopa-Medikation im Off-Stadium für den Blogger bewährt, vgl. VIDEO city scooter im Heußweg, Hamburg-Eimsbüttel, von links oben kommend - der Blogger auf dem city scooter fährt vor.
city scooter klappbar + extra leicht als "Beiboot" gegen Freezing

Nun hilft der Roller nicht nur "in Seenot" beim Rücktransport Gestrandeter, sondern wird zum Bestandteil des Mobilitätskonzeptes vom Schaltkreis Nr. 07/2018. Er wird vom "Rettungsboot" zum Beiboot  des Kapitäns - geeignet für jede Art von Ankerplatz und An-Land-Gang.

Für Landratten:
Der city scooter wird von der Pflegeperson von Anfang an mitgeführt und dem Blogger bei Bedarf zugereicht und überlassen. Mit dieser Ausrüstung kann der Blogger dann jede Art von Wagnis eingehen und Widerstände überwinden - statt wie bisher blindlings vorwärts zu streben und dabei immer auf Risikominimierung achten zu müssen.
... und immer in Erwartung des GAU,  des FREEZINGs ohne Aussicht auf Bewegung oder Entkommen. Schluss damit.

Am 5.07.2018 folgte die Probe auf das Exempel, hier dokumentiert:

Dem neuen Schaltkreis 07/2018 wurde eine äußerst kräftig wirkende Sicherung eingebaut. Diese besteht darin, dass eine Re-Mobilisierung im Falle eines typischen "Freezing" (= 100 %ige Immobilisation des Parkinson-Patienten) jederzeit durch den Einsatz des von der Begleitperson mitgeführten City-Scooters erreicht werden kann.

Tatsächlich gewöhnt sich das Gehirn daran, dass es Ausschau hält (die 5 Sinne einsetzt), um potenzielle Auslöser eines Freezing zu entdecken. Dann wird die Geh-Bewegung vorsorglich ein wenig reduziert und das Signal "Scooter-Einsatz" gegeben. - Optisch elegant erfolgt dann der Wechsel vom "freien" zum Scooter-gestützten Gehen oder - besser noch - zum Rollern.

Zwei Kilometer Gehstrecke wurde am 5.07.2018 auf diese Weise erstmalig erschlossen - in einem Straßenviertel zwischen dem Unna-Park und der Schopsstraße in Eimsbüttel-Nord. Zeitaufwand: 45 Minuten. Das letzte mal in Ruhe und guter Laune betreten im Jahre 1948 als der Blogger dort in der Schopstraße als Kleinkind mit Mutter und Schwester in einem Raum zur Untermiete bei braven Leuten wohnte.

Das Terrain:
Fast zu 100 % im Krieg unzerstörte Altbauen aus der Zeit um 1900; mit begrünten Innenhöfen, kleinen Läden im Erdgeschoss und Balkonen in jedem Stockwerk, vielen mittelgroßen Bäumen an den richtigen Stellen gepflanzt. Eine Kirche, ein Marktplatz. Kleine Gartenlokale für unaufgeregte Jungeltern mit Babies oder Kleinkindern; Kita-Böllerwagen-Omnibusse für je 8 Krakeeler gemeinsam unterwegs. Flügellahme Früh-Rentner und rüstige Greise beleben das hiesige Stadtbild. Pflegeeinrichtungen mit gut besuchtem Treff-Cafe. Ein Klönschnack im kleinen Hofladen für Öko-Angebautes über vergangene Zeiten; eine junge Mutter stillt auf der Bank vor dem Hofladen in der Morgensonne ihr entspanntes Baby, scherzt dabei mit Kunden und Passanten. -
Sind wir schon im deinem Paradies, liebevoller Schöpfer des Universums? - Ich finde: ja! , dein Rudi Traugott.

- Und dieses bliebe unerfahrbar ohne das segensreiche weil beruhigende Wirken der im Hirn-Schaltkreis 07/2018 eingebauten Sicherung, d. h. durch den mitgeführten Scooter, der ein Entkommen aus dem selbst gebauten Angst-Gefängnis jederzeit erlaubt. Und das alles

- im Zustand ohne L-Dopa-Medikation während der täglichen 12-stündigen Drogen--Ferien
- im 22. Jahr mit Morbus Parkinson.

 Probier es selbst aus, lieber Mit-Parkinson-Patient !