Freitag, 29. November 2013

Den neuro-biologischen Regelkreis transformieren






Triste Wahrnehmung wirkt ein auf Erfahrung.
Erfahrenes wirkt ein auf das Verhalten, d. h. das Tun und Denken.
Erfahrung wird bestärkt durch  das Verhalten, d. h. das Tun und Denken.
Triste Wahrnehmung wird bestärkt durch Erfahrenes.



Von „A“ nach „B“:
Transformation des neuro-biologischen Regelkreises

Grundsätzlich gibt es drei mögliche Ansatzpunkte für Veränderungen von Systemkomponenten des Regelkreises: Änderungen der Wahrnehmung, der Erfahrung oder des Verhaltens.

Änderung der Erfahrung könnte eventuell darin bestehen, einen „Tapetenwechsel“ vorzunehmen, seine Urlaubszeiten auszudehnen usw. Leider mussten alle Parkinson-Patienten feststellen, dass auch in neuen Erfahrungshorizonten die Tristesse nur zeitweilig zurück gedrängt werden konnte und dass der Alltag danach mit ungeheurer Wucht zurückkam.

Änderung des Verhaltens könnte evtl. darin bestehen, eine engagiertere und intensivierte Pflege sozialer Kontakte zu realisieren. Die Praxis hat allerdings gezeigt, dass mit zunehmender Enge der Kontakte auch die daraus entstehenden Herausforderungen und Konfliktrisiken zunehmen.

Änderung der Wahrnehmung könnte z. B. darin bestehen, ein am Straßenrand parkendes Luxus-Automobil nicht länger als Manifestation kapitalistischer Dekadenz abzuurteilen sondern als Ausdruck gehobener Ingenieurtechnik und Formgestaltung billigend hinzunehmen. Das klingt einfacher gesagt als getan, denn das neuro-biologische System erkennt jede „Lebenslüge“ als ebensolche und lässt seinen „Turbolader“ unbeschadet den Weg zum Abgrund suchen. Kleine Schritte helfen nicht weiter.

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