Freitag, 17. Mai 2019

Wirkliche "Abenteuer" auf dem Weg der Re-Integration dissoziierter Partien des Parkinson-Rekonvaleszenten

Wie im voraus gegangenen Post geht es auch jetzt um bio-elektrische  Auffälligkeiten, die wenige Tage später zu beobachtende mental-kognitive und habituelle Novitäten ankündigen.


15. Mai 2019, 04 Uhr in der Nacht:

1/2 Salto vorwärts oder "Kopf-Sprung" ohne Wasserbecken?


Der Blogger erwacht und erfreut sich spontan an seiner exzellenen Bewegungsfähigkeit. Er steigt aus dem Bett, geht in Richtung Badezimmer, stoppt dann vor der Badezimmertür mit der blitzartig aufkommenden Idee, ein wenig durch die Wohnung zu marschieren, um "die Knochen zu bewegen" - oder waren es vielleicht die süßen Weintrauben, die in der Küche auf ihren Verzehrer warteten?
Kaum zuende gedacht, schon setzt eine plötzliche Versteifung der Gelenke von Beinen und Armen ein. Letztere werden nach vorn geschleudert, und aus der Hüfte wird die Bewegung eines kompletten Salto vorwärts unwillkürlich in Schwung gebracht. Man könnte das Ganze auch als "Kopfsprung ohne Wasserbecken" bezeichnen.
Der Blogger noch ärger; "Kopfsprung" ganz ohne Wasser!
Der 360 Grad-Salto gelingt nur halb. Der Blogger landet nicht mit seinen Füßen wieder auf dem Boden sondern mit... seiner Nase und Stirn. Die Brille fliegt dabei ebenfalls zu Boden, geht dabei aber nicht zu Bruch. Auf den Knien findet sich der Blogger vor seiner Badezimmertür wieder mit einer roten und schmerzenden Nase, deren Boden-Aufprall durch geschicktes Abstützen der Arme in den letzten Bruchteilen einer Sekunde etwas abgefedert werden konnte. Die Füße zeigen mit den Sohlen nach oben: eine groteske Körperhaltung!
Der Blogger - nicht unerfahren im Kampf als jugendlicher Judoka im Post-Sportverein Hamburg - konnte diesmal durch schnellste Reaktion einen Nasenbeinbruch verhindern.

Für den Blogger steht fest:  Dem oben abgebildetem Knaben am Beckenrand ist nichts vorzuwerfen.
Rebellisches Qi (Bioelektrizität)  schleuderte ihn in die Höhe bevor er zum Kopfsprung ansetzen konnte. Angst löste diesen elektro-magnetischen Reflex aus - wie beim Blogger!

(Vgl. Post vom 08.03.2016 betr. Erhöhte Gebrechlichkeit (frailty) bei Parkinson-Rekonvaleszenten)



17. Mai 2019, 06 Uhr morgens:

Der Blogger erwacht mit heftigen Defiziten:


# Er kann sich nur schwer und nur zentimeterweise in seinem 130 cm breiten Bett bewegen.

#  Er kann sich nicht erinnern, welcher Wochentag gerade beginnt und was ihn dabei erwartet.

# Erkenntnis: er hat seit 23 Uhr durchgeschlafen und dem entsprechend keine Medikation von L-Dopa gehabt. Wohlgemerkt: dies vor dem HIntergrund, dass in den 14 Stunden des Vortages wie gewohnt L-Dopa-frei gelebt und sich bewegt wird.

# Angst entsteht um ca. 07 Uhr morgens dadurch, dass im Dickdarm Druck zum Stuhlgang bemerkbar wird. Die Bewegungsfähigkeit war trotz der um 06 Uhr genommenen L-Dopa-Medikation (mucuna pruriens-Extrakt) nicht wiederhergestellt.
Kurz gesagt: es ging noch einmal gut diesmal, aber recht knapp!

(Vgl. Stichworte Macrogol / Obstiption im Post vom 31.07.2015 in diesem Blog.)

#  Der Blogger erwachte um 8.45 Uhr morgens durch das Läuten der Glocke an der Wohnungstür.
Er wusste nun aber sofort: Dies ist die Pflegerin vom Deutschen Roten Kreuz. Duschen und Baden stehen auf dem schon tagelang vorher ersehnten Programm nach Hamam-Manier mit reiner Olivenseife und Naturbürsten-Massage des Kopfes und des Rückens... Also ist es Freitag heute. Alles wieder im Lot?
(Vgl. auch Post vom 17.01.2017 in diesem Blog über das Baden von und für Parkinson-Patienten. Es ist die wahre Wonne !)

Die Tagesaufgabe bestand offenbar darin, sich in den neuen Gefühlswelten außerhalb des "Stuck On Pause"  (Janice Hadlock) zurecht zu finden. Einen vollen Salto aus dem Stand hatte sich der Langzeit-Parkinson-Patient auch vor 1996 nicht zugetraut! - und nun mitten in der Nacht immerhin ein halber Salto ohne Matte auf dem Boden mit einer leicht gestupsten Nase. - What comes next?

Mit dem dahin Schwinden der Allmacht eines Angst-Modus des ZNS schwindet auch eine gewohnte Adrenalinquelle, die der Blogger nun nichr mehr anzapfen kann, um sich in seiner Wohnung sicher gehend zu bewegen. Die Beine fühlen sich schwer an, die Füße schlurfen am Boden...

Trübe Aussichten an diesem Freitag- wenn es nicht einen getesteten Ausweg gäbe:

                         "Kick den Karton!"

(Vgl. Post vom  07.12.2015  in diesem Blog)

Neue Aufgaben und Themen


Entscheidend ist, dass in der begonnenen Rekonvaleszenz-Zeit nachgewiesen wird, welche bisher unerreichbaren Lebensthemen bzw. welcher der  "9 Paläste des Herzens" nun in die kognitive Reichweite des Bloggers kommen. In Bezug auf die oben geschilderten Begebenheiten waren es diese:

#   Testament
Der Blogger hat sich in den letzten Tagen intensiv um sein Testament gekümmert und mit den von ihm bestimmten Erben gut kommuniziert.

#  Kooperation und gegenseitiges Helfen in Maßnahmen der traditionellen chinesischen Medizin, wie z.B. Akupressur
SAN JIAO-Aktivierung: Die ausgleichende Funktion des Meridians Dreifacher Erwärmer ( San Jiao ) ist erst jetzt  so vermisst worden, muss aber ständig überprüft und gewährleistet sein, um noch härtere "Ausschläge" als die oben geschilderten zu verhindern. Tu-es-selbst-Akupunkttur mit dem Elektro-Akupunktur-Stift wird sich mit Shiatsu-Therapie abstimmen und ergänzen.

Magen-Meridian-Aktivierung - z.B. Ma = ST 16 Ying Chuang = "Brustfenster"

Zwecks Vermeidung allgegenwärtiger Sturz-Gefahren; vgl. nachfolgenden Post in diesem Blog
Zitat:
 „Ying Chuan stärkt den ‚inneren Beobachter‘, die sich in der Meditationspraxis entwickelnde Fähigkeit, sich nicht im Geschehen zu verlieren: man bleibt selbst im ärgsten Getümmel nichtwertender Beobachter der Ereignisse, selbst beim Einkaufen zur Stoßzeit, beim Autofahren im Stau und beim Tratsch. Man  bleibt sich in jedem Moment des Handelns seiner selbst bewusst.“ 

(in: Das Tao der Akupressur und Akupunktur - Die Psychosomatik der Punkte, von Achim Eckert, Wien 2009, S. 112)
ST 16 oberhalb der Brustmitte = Ying Chuang

#  Duft Qi Gong 1 - Selbstreinigung
Permanente Selbst-Überprüfung von Gedanken und Handlungen in Bezug auf Authentizität und  Beziehung zum Selbst. Aktivierung eines gütigen und rücksichtsvollen, aber unbestechlichen inneren Beobachters. Dieser darf nicht zum "Chef" werden - zum Herzensberater schon eher!

2-3 mal am Tag wird Duft Qi Gong 1 geübt.

Jede gute Gelegenheit wird genutzt zum Studium der Werke und Arbeitsergebnisse der Meister:

Gurdjieff - Grundorientierung Geist und Materie

Lawrence Wilson,
Michael Greenwood - Energie Psychologie

Janice Hadlock, What is Parkinson's  Disease? - Aussichten auf Genesung

Achim Eckert, Eingrenzung psychosomatischer Symptome des Parkinsonismus durch Akupressur und elektrischer Akupunktur







Wo sind die Grundlagen für die in diesem Blog geäusserte und dokumentierte Zuversicht, dass es sinnvoll sei, eine aktive und positiv auf Veränderung zielende Einstellung zum Morbus Parkinson - idiopathischer Typ - zu  gewinnen?

"The first website offering of the Parkinson’s Recovery Project was an eighty page report on the unexpected recovery of three Parkinson’s patients. The three had all exhibited backward-flowing sections of electrical circuitry in their legs, circuitry known as “channels” in Chinese medicine. Hands-on, “light touch” massage-type treatments corrected the childhood foot injuries that were holding these backward-flowing currents in place. Oddly enough, when the current flow was corrected, the Parkinson’s symptoms disappeared. This unexpected result led to a research program that has now, in 2012, been running for over fourteen years, and which has seen many people – some with diagnoses confirmed by multiple neurologists – completely recover from Parkinson’s disease."
Quelle: ebenda a.a.O. von Janice Hadlock, Santa Cruz, Ca., U. S. A.

Der Blogger bleibt deshalb weiterhin dicht an der Frage nach Wiederherstellung einer gesunden Energieversorgung über den Magen-Meridian mit seinen insgesamt mehr als 80 Akupunktur-Punkten
zwischen dem zweiten Zeh über das Wadenbein, den Oberkörper entlang bis hin zu den Augen und der Stirn.

Wer interessiert sich für diesen parkinson-coaching.blogspot.com?



Hier ist die Statistik:

 Seitenaufrufe nach Land

EintragSeitenaufrufe insgesamt:    143 000
Deutschland
76779
Vereinigte Staaten
16680
Russland
7841
Frankreich
6249
Österreich
5475
Schweiz
4454
Ukraine
1739
Brasilien
1690
Spanien
1203
Unbekannte Region
732

Erschaffer dieser und aller Welten, 
Du sendest Deine Boten, um mir aus meiner Erstarrung heraus zu helfen.
Deine bunte Schar von gefiederten und anderen Flugtieren -
wie z. B. der auf seinen Rücken gefallene Maikäfer 
mit der blasslila Blüte in den Ärmchen - lässt mich nicht ruhen bis ich sie
aus ihrr Misere unter dem Blauregen vor der Hauswand befreie.
Dir dankt aus vollem Herzen für Dein Vertrauen
Rudi Traugott

Dienstag, 7. Mai 2019

Bioenergetische Ereignisse vor mentalen Fortschritten durch ex-Parkinson-Therapie dokumentiert

Die vom Blogger angestrebte kognitive Restrukturierung ist seit Jahresbeginn 2019 voll im Gang:

# Am 5.01.2019 hat eine Art bio-elektro-magnetischer Entladung den Blogger aus (auf dem Rücken) liegender Position um etwa 170 cm aus seinem Bett geschleudert; vgl. Post vom 7.02.2019
Nr. 1 Kreuzbein als Tesla-Spule erhöht bio-elektrische Spannung

# Zu dieser Zeit war das Kreuzbein des Bloggers äußerst gereizt, es juckte die Haut an einigen Stellen dort und war auffällig heiß.
Dieses Foto Nr.1 Rücken,  Kreuzbein, auf dem Badewannenrand sitzend,
wurde am 8.02.2019 aufgenommen - als die Reizung ebendort weiter zunahm

# Am 22.4.2019 kam es zur nächsten größeren Sturz-Attacke, wie im Post vom 24.04.2019 beschrieben.
Nr. 2  Kreuzbein als Tesla-Spule erhöht die Spannung noch weiter

Das Foto Nr 2 wurde am 16.04.2019 aufgenommen, also wenige Tage vorher. Deutlich zu erkennen ist der dunkel-rot-lila-farbige Fleck rechtsseitig - und die weißen Flecken auf beiden Fotos jeweils linksseitig der Wirbelsäule, etwa um 3 cm höher gelegen als die rechten.-

# Die Flecken gingen nicht auf äußere Einwirkungen zurück. Bei beiden Stürzen waren die Bodenberührungen beim Aufprall an der vorderen Körperseite.

# Die bio-elektrische Spannung hat sich am Kreuzbein seit etwa 10 Tagen beruhigt und normalisiert.
Vgl. Post vom 31.10.2018 in diesem Blog und die dort gezeigte Abbildung 22.4 in: Stuck On Pause, by Janice Hadlock, Santa Cruz, Ca., U. S. A. , (Stichwort: tesla coil = Bioresonanz-Transformator)

Weitere Posts in diesem Blog zum Thema erlebte Bioelektrizität vor und mit Parkinson: 31.03.2012, 16.03.2018, 12.12.2018, Parkinson = bioelektrischer Zusammenbruch
in Stuck On Pause, by Janice Hadlock, Santa Cruz, U.S.A.
 Zitat:
 Janice Hadlock (übersetzt vom Blogger 04.11.2018): "Diese Wirkung einer Spule ist notwendig, damit das biologische System geschützt wird vor überschüssiger elektrischer Energie. Dieser spulenartig wirkende Transformator hilft dabei, den richtigen Energiezufluss in den Körper zu regeln: ein System mit niedrigen Ampere- und hoher Voltzahl." in:  Stuck on Pause, Seite 213


# Gleichzeitig reduzierten sich die nachts quälenden schlaffen Lähmungen im Bereich des Rückens, des Beckens, des Pos und der Beine. Die nur nachts eingenommene Medikation von mucuna pruriens-Extrakt (netto etwa 240 mg pflanzliches L-Dopa) wurde z.T. sogar überflüssig und blieb übrig. - bisher verläuft jede Nacht weiter so nach diesem Muster...

# Seit dem 6.05.2019 registriert der Blogger

- eine Normalisierung seiner optischen Reizung durch Bilder, Anblicke, Farben und Formen - vorher tendenziell überreizt und romantisierend

- erhöhte Wachsamkeit gegenüber anderen Personen und deren Übergriffigkeiten

- und größerer Mut das eigene Missfallen zu äußern, d.h.weniger konfliktscheu zu sein

- erhöhte Bereitschaft auch bei hellem Tageslicht an dunkle Zeiten der Kleinkindzeit zu erinnern  und an die darin verwickelten Bezugspersonen zu denken. Es fühlt sich an als habe sich das Geheimnis aus seinem Kerker des Unbewussten befreit und darf sich nun ans helle Tageslicht wagen, wo es sieben Jahrzehnte lang nur nachts beim Träumen des Bloggers agieren durfte. Am Ende hatte sich der Geist des Parkinson-erkrankten Bloggers die Nacht zum Tage, dann den Tag zur Nacht machen müssen, um die Spannung reduzieren zu können. Tagsüber schläfrig, aber reizbar, wenn Spazierengehen angesagt war; nachts kristallklar im Kopf, jedoch in schlaffer REM-Lähmung, die beim Einschlafen hinderlich war. - Es fühlt sich an als werden Trigger Stück für Stück repariert, so dass sie nicht länger ungezähmte Hyperaktivitäten auslösen können.

- Das Belohnungssystem ist noch vorhanden; es liefert aber paradoxe Resultate.
Beweise sind die schmerzhaften ungewollten Selbstverletzungen. Denn das Belohnungssystem behauptet, dass der Blogger froh sei über die Tatsache, dass er ja nun eine Ausrede dafür habe,  nicht an die Lösung seiner psychischen Störungen zu denken - weil ja jetzt physische frische Wunden seiner Aufmerksamkeit bedürfen. Das Belohnungssystem belohnt den übergriffigen inneren Beobachter, der für Ruhe und Ordnung sorgen will,  anstatt des Ichs auf der Suche nach sich Selbst.

Frage an Bioenergie-Therapeutem (nach Alexander Lowen, U. S.A.) weltweit und 

Five Branches University, Santa Cruz, Ca., U. S. A 

Pacific Rim College for Holistic Medicine, Dr. Michael Greenwood

(These vom Bio-Resonanz-Transformator: 

Kreuzbein einschließlich der Nervenverbindungen/Wicklungen durch vorhandene Hohlräume bzw. natürliche Lochungen mit der Wirkung als Tesla-Spule zur Variation der bio-elektrischen Spannung?):


A. Kennen sie dies Phänomen? Bild Nr. 1 und Nr. 2
B. Was ist dabei physiologisch und/oder psychisch abgelaufen?

Der Blogger bittet seine Blog-Nutzer herzlich um ihre Statements


"Hoffnung ist nicht Optimismus
nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, 
dass etwas einen Sinn hat
- ohne Rücksicht darauf,
wie es ausgeht."

Vaclav Havel


# Eindeutig ist die Beobachtung, dass heftige kognitive Veränderungen nachhaltiger Art nach den Sturz-Attacken eintraten. Ihre Wirkung hält bis heute an.

# Der jeden Morgen notwendige und unangenehme L-Dopa-Entzug nach der letzten Kapsel mucuna pruriens-Extrakt mit 15 % pflanzlichem L-Dopa  ist fühlbat leichter geworden, eigentlich kaum noch spürbar. Der Blogger hat den unbewiesenen Eindruck, dass die Wirkungskurve des Extraktes neuerdings  extrem langsam ausläuft, sich quasi von selbst ausschleicht. - Dies erspart das 1 bis 2 Stunden früher dauernde Herumliegen auf dem Sofa wegen größter Gehstörungen  bis dann die Entzugszeit von der medikationsfreien Tageszeit (08 bis 20 Uhr) abgelöst wird.

# Das Gangbild und die gesamte Stop-and-Go-Gehbewegungsfähigkeit des Bloggers sind seit Anfang Mai des Jahres auffällig verbessert. Gelegentlich ist es sogar möglich, ohne Medikation "normal" zu gehen und dabei etwas in der Hand von A nach B zu tragen! Multi-tasking ist normalerweise total gestört im 23. Parkinson-Jahr des Bloggers.  - Doch wie erwartet gibt es laufend auch wieder die gewohnten Rückschläge - ohne dass es zu einem heftigen Sturz gekommen wäre. (Vgl.Post vom 8.03.2015 in diesem Blog über Gebrechlichkeit bei rückgängigen typischen Parkinson-Symptomen)

# Eine führende Rolle im neuen Szenario der ex-Parkinson-Strategie des Bloggers spielen zwei Therapieformen:

A. Shiatsu - 1 mal eine Stunde pro Woche durch Therapeutin mit Hausbesuchen
B: Duft qi gong - 2 - 3 mal täglich a 8 Minuten durch eigene heilgymnastikartige, leicht erlernbare Übungen im Stehen ausgeführt nach VIDEO-Vorbildern,


Du weidest mich auf Deinen Auen des Geistes, liebender Erschaffer aller Wesen, und zwingst mich nicht in das Dunkel des Vergessens oder zur Hölle des Verdrängens. Du belohnst mich Säumigen mit wiederkehrenden Denkleistungen der faktischen Rekonstruktion und der ansatzweisen Systemanalyse der realen Zusammenhänge. - 
Als Deiner Unterstützung würdig will ich mich erweisen,
versspricht
Rudi Traugott

Donnerstag, 2. Mai 2019

Neue Leichtigkeit des Seins 70 Jahre nach ätiologischer Traumatisierung und 23 Parkinson-Jahren

Es fühlt sich an wie eine Achterbahnfahrt auf dem Hamburger Dom, dem riesigen Volksfest im Hafenviertel von St. Pauli - nur 5 Gehminuten entfernt vom Wohnort des Bloggers von 1958 - 1966.
Die New Yorker vergleichen den Dom mit ihrem "Coney Island" (kurz und liebevoll "Coney" genannt).
Coney Island beach N. Y., U.S.A.



Dort gibt es - fast - jede Art von Schockerlebnissen zu kaufen für Kleingeld:
kleine Schocks für Kleingeld: Hamburger Dom

# Bob-Schlitten-Abwärtsfahrten durch eisgefrorene Röhren
# Teufelsrad als Drehteller mit zunehmender Beschleunigung und Fliehkraft
# Alpen-Bahnfahrt in über 30("00") Metern Gipfelhöhe
# Riesenrad mit Schaukel-Gondeln neben Gletscherspalten
# Besichtigung der "Dame ohne Unterleib" usw. usw.

Im Zuge seiner kognitiven Restrukturierung kommt sich der Blogger dann wahrhaft heimisch vor mit seinen gefühlstiefen Auf-und-Abs innerhalb eines einzigen Tages. Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt sind die Stimmungen, die durch sein Gemüt ziehen wie Karawanen mit Kamelen, die die Schätze der Vergangenheit gut verschnürt hoch oben bei den Höckern durch den Wüstensand zielwärts schaukelnd schleppen. -
NY 1990; "Patient Len" (Leonhard): Robert de Niro

Was nicht wieder aufgearbeitet werden soll und kann, war nicht als Gepäck draufgeschnürt worden als vor einigen Tagen um das Osterfest 2019 herum der Zug der Kamele noch vor Sonnenaufgang aufbrach. Die verpackte Fracht war kostbar, denn sie enthält die Schlüssel für die kognitive Restrukturierung  des Geisteslebens des Menschen mit emotionalem Trauma, das in seiner Kindheit zum begründenden Faktor seiner späteren Erkrankung am Morbus Parkinson heranwuchs. - Eben nicht "unerklärbar" ("idiopathisch"), sondern ätiologisch konditioniert für Parkinsonismus.
Vgl. hierzu "Zeit des Erwachens" von Oliver Sacks, rororo Sach- und Textbuch zum gleichnamigen Film, Kapitel über "Fallgeschichte 20: Leonhard L.", Fußnote auf S. 267.

(Vgl. hierzu den Post vom 28.12.2015 in diesem Blog:)
Wie seltsam unberührt ließen den Blogger die womöglichen Probleme der Mitmenschheit noch bis vor kurzem. Nun schüttelt so manche Neuinterpretation verdrängter menschlicher Beziehungen den Blogger durch - bis auf die Knochen. Gelegentlich zeigt sich der friedfertige "Genosse Tod" mit dem bleichen Antlitz und deutet auf die lebensbedrohenden eigenen und fremden Aktionen, wie z.B. Radfahren auf der Bus-Spur,  Parken in Tiefgaragen hin usw. - Aber was neu ist, ist die Selbstbeobachtung der Tatsache, dass keine lähmende Starre, kein "Freezing", kein zu Boden Stürzen die Folge des Anblicks von "Gevatter-Klapper-Gestell" war, sonden schlichtes kalkulierendes Gewahrsein.- Der Blogger wird von seinen Befürchtungen nicht mehr überfallen, sondern regelnd instruiert! Das ist viel leichter zu ertragen als das ewige "Aus-den-Wolken-Fallen" in der halben Sekunde zwischen der Schreck-Starre und dem Niederfallen in aller Körperlänge wie ein gefällter Baum, offenen Auges vor dem Niederklatschen der Knie, der Schulter und des Kopfes auf rauhem Betonboden. Der Gevatter und sein Mensch, der Blogger, sind noch nicht dran, nicht an der Reihe mit dem Finale Grande, - Da sind noch viele, die in den Warteschlangen vor den kleinen Buden ausharren, wo sie die Tickets zum Mitfahren auf Abenteuer-Touren kaufen dürfen. (Vgl. Post vom 11.12.2009 in diesem Blog, insbesondere das dort gezeigtes Schaubild vom "Freezing")

Wer sich das geschilderte Szenario nicht vorstellen oder ausmalen kann, der möge den Originaltext des Neuropsychologen Oliver Sacks in "Zeit des Erwachens" studieren, a.a.O.,  S. 254-269. Den dortigen Darstellungen hat der Blogger nichts hinzu zu fügen.

Es geht bei der kognitiven Restrukturierung "schlicht" darum, dass die drei existierenden Teile des Gehirns (siehe Schaubild) wieder kooperieren. Dies geht nur, indem das limbische System aus seiner Pausen-Einstellung (stuck on pause nach Janice Hadlock) zurück gerufen wird in den Betriebsmodus.

Meilensteine und Benchmarks des Konsolidierungsprozesses

1. Zu zweit unterwegs ohne L-Dopa auf je 3 Rädern mit e-Motor
An zwei Wochenenden gab es je eine "Extra-Tour" mit 2 pedelec-Dreirädern im Zustand ohne L-Dopa-Medikation, von 17.30. - 18.30 Uhr und 11 Kilometern Länge , in milder Abendsonne auf dem Lande.

2.  Allein unterwegs mit Dreirad ohne e-Motor auf dem Lande
Am vergangenen Wochenende packte der Blogger sein Dreirad-Faltfahrrad ohne Elektromotor aus dessen Winterschlafstätte aus und fuhr damit eine kleine Runde von 1,5 km ohne L-Dopa auf der Dorflandstraße - mit großem Vergnügen und trotz harter Arbeit ohne helfende Elekrizität.

3.  Familienbande enger knüpfen
Ein weiterer der "9 Paläste des Herzens" wurde in den letzten Tages des April 2019 sorgfältiger Überprüfung seines Gesamtzustandes unterzogen. Ergebnis: Ein Teil der Familie des Bloggers lebt seit 40 Jahren in Neuseeland, und nicht alle Mitglieder haben vergleichbare Grade der Beachtung erfahren. - Dies brachte der Blogger nun korigierend auf seinen Weg und stopfte damit ein tiefes Loch in seinem Gemütsleben, durch das Lebensenergie unnötig abgeflossen war. Anerkennung und Gleichberechtigung heißen nun die revidierten Anforderungen.

4. Bessere Erholung im Schlaf
Das nächtliche Schlafen dauert nun bis zu 11 Stunden an: von 22 bis 09 Uhr am nächsten Morgen.
allerdings wird ies nur ermöglicht durch die Medikation von 240 mg pflanzliches L-Dopa der Juckbohne und 75 mg synthetisches L-Dopa,  davon 25 mg eine Stunde vor dem geplanten Aufstehen.
Die Stimmung beim Ewachen ist angenehmer als noch in den ersten Monaten des Jahres. Der nächtliche Muskeltonus variiert sehr: Tendenz steigend.

5. Sushi-Lunch ohne L-Dopa - morgendliches Baden mit fachlicher Assistenz
Über Mittag ging heute der Blogger ohne Medikation in Begleitung und inkl. Tretroller in eine 750 Meter entfernte Sushi-Bar und wieder zurück nach Haus - ohne Geh-Störungen größerer Art.

Am 3.05.2019 ging der Blogger erneut,  aber in anderer Begleitung, um 12 Uhr in die belebte Osterstraße zum Lunch - natürlich ohne jede L-Dopa-Medikation - und nicht japanisch sondern griechisch diesmal!
 und nach ausgiebigem Baden morgens mit fachlicher Assistenz - allerdings morgens um 8.30 Uhr noch unter voller Wirkung der nächtlichen L-Dopa-Medikation.

Motto: Normalheit und Bewegungsfreiheit pur selbst erleben - immer auf's Neue!


Du, mein Schöpfer, lässt mich nach 23 Leidensjahren im Parkinsonismus erneut erleben, wie ich mich als gesunder Mensch hatte fühlen dürfen. Ich lerne erst jetzt, dass ich nicht alle Chancen nutzte, die du mir angeboten hattest. Aber Deine Liebe endet nicht, und meine neuen Chancen werde ich nicht erneut leichtherzig verspielen.
Dein Rudi Traugott

Mittwoch, 24. April 2019

Inmitten struktureller Dissoziation des Bloggers baut der ANP (Anscheinend normaler Persönlichkeitsanteil) jetzt deutlich ab

Endlich ist es so weit, und es liegen erste innere und äußere Erfahrungen mit dem Verlauf der kognitiven Restrukturierung vor.  Morbus Parkinson vom "idiopathischen Typ" ist in seinem Kern auf dem Rückzug. - Auch wenn der Blogger wenig Beruhigendes auf Grund der neuesten Erlebnisse und Wahrnehmungen berichten kann.
Die Zeit für Beruhigungen ist abgelaufen. An deren Stelle tritt die Wirklichkeit.
(Vgl. den Post vom  27.06.2017 in diesem Blog betreffend erste Ergebnisse der kognitiven Restrukturierung)

Klappe zu, Affe tot.


Die feinsten und unumstösslichen Wahrheiten manifestieren sich ohnhin nur geistig - Was äußerlich erkennbar wird, sind nur Widerspiegelungen innerer Wahrheiten für die Sinnesorgane der Zeitgenossen. Aber auch Letztere spielen eine wesentliche Rolle im selbst-inszenierten Drama des emotional traumatisierten Kindes, das seinen neurologischen Modus so "modulierte", dass die Erfahrungen in der und mit der Welt weniger schmerzten als das Kind es hinzunehmen bereit war.
Klappe zu, Affe tot. war das scheinbare Loswerden der Angst
Dann doch lieber "KLAPPE ZU - AFFE TOT" spielen als greinend in der Ecke wimmern!!

Der "Innere Beobachter" entpuppt sich als der Urheber der körperlichen Stürze und des gedanklichen wie  bewegungsbezogenen "Freezing", das jeder Parkinson-Patient kennt, aber - fast keiner von ihnen  ( und auch nicht Neurologen und Psychiater )  anschaulich beschreiben kann.
Es fühlt sich oft geradezu "verhext" an; dann aber gleichzeitig wie die plötzlich einschlagende Erinnerung an ein negatives Ereignis, das wenige Minuten vorher oder auch sechs Jahrzehnte vor  dem "Tieffrieren" zum Erlebnis heranwuchs.
Gleichsam ein geistig toxisches Geschwür in Gefühlen und Gedanken,  ja in der Bewältigungsstrategie des Überlebens des Betroffenen. Voll-Parkinson, d.h. ein übermächtiger innerer Beobachter überschreitet seine Grenzen und Kompetenzen. Er wird vom Diener zum Herren im Geist des Erkrankten. - Wen wundert es dann, dass er ebenso wenig erwachsen wirkt wie ein plapperndes Büblein, das seinen eigenen Vorfahren, den Großvater verbal hinrichtet. - und wenn dieser nicht lebenswert dahinsiecht, wieviel weniger lebenswert dann das Ich, das Selbst eines Parkinson-Erkrankten. "Fort damit, her mit dem Ersatz, den inneren Beobachter!"(vgl. Post zum Stichwort "Ecce homo" oder Ringelnatz in diesem Blog sowie Posts vom 09.02.2010 und vom 09.08.2018)

Im Unterschied zum normalen Persönlichkeitsanteil eines Gesunden hat der ANP einen erkennbaren Persönlichkeitsanteil, der nur scheinbar "normal" ist. Er spielt den Normalen, auch wenn er genau weiss, dass er es nicht ist. Er spielt einen Charakter, der ihn immer wieder selbst vor neue Rätsel führt. - Dem ANP fehlt jeder Zugang zum hochempfindlichen Belohungssystem des ZNS Zentralen Nervensystems. D.h. der ANP muss den hochsensiblen neurologisch gesunden Menschen mimen und dabei aus dem Stegreif improvisieren. Erschwert wird ihm dieses durch den Umstand, dass er unter dem unerbittlichen Einfluss der Psycho-Droge  des synthetischen L-Dopa steht, welches von Fachärzten aller Art ohne Kenntnisse der Zusammenhänge des Einzelfalls verschrieben wird. Auf diese Weise wird ein völlig konfus handelnder und urteilender ANP nicht nur durch die Erkrankung, sondern zusätzlich durch die süchtig machende L-Dopa-Medikation immer weiter motiviert, auf seinem falschen Weg voran zu schreiten.

Bei Parkinson-Fall-Sucht cool bleiben


Der nun über Ostern 2019 erkennbar werdende neurologische Modus ist durch ein Dahinsiechen, ja Dahinsterben des ANP alten Musters gekennzeichnet. Dieser alte ANP hatte sich stets "opfern" wollen, um dem inneren Ich des Menschen eine Chance zu geben, trotz 23 Parkinson-Jahren im lebendigen Austausch mit der Mitmenschheit zu bleiben. Dazu gehört, dass unter freiem Himmel spaziert wird, und zwar mit dem "Risiko" einem normalen Mitmenschen zu begegnen, der nicht aus Angst vor ihm als vermeintlichen  Zombie vor näherem Kontakt zurückschreckt. "Mama, da ist ein Mensch" - "Ecce homo" - Diese Angst des Parkinson-Patienten vor näheren Kontakten war gerade gestern Grund und Anlass für ein schmerzhaftes und nicht unblutiges Niederstürzen auf Grund einer schreckhaften Freezing-Attacke in der Tiefgaragen-Ausfahrt nach dem ordnungsgemäßen Abstellen des Pedelec-Deirads des Blockers. - Denn oben am Ausgang wartete schon ein kommunikativer Schlesier, ebenfalls in WWII-Jahr 1943 geboren, auf Gedankenaustausch. Auch eine putzmuntere ältere Nachbarin im Leoparden-Fleck-Outfit fehlte nicht an diesem sonnigen Dienstag nach Ostern um 11 Uhr vormittags im belebten Heußweg von Eimsbüttel..

Der ANP war gestern zusätzlich geschwächt in Folge des Augenzeuge-Werdens einer Karambolage eines LKWs mit einem Radfahrer unweit  der eigenen Wohnstraße. Drei Feuerwehren riegelten die Unfallstelle großräumig ab. Es sah bös aus ("bin ich als nächster dran?". Ja; aber nur ein Niederstürzen im Gehen, aus der Bewegung heraus, ohne "Feindberührung"; d. h. Wenn du weiter für deine Pedelec-Dreirad-Stadtfahrten den Modus unter L-Dopa-Medikation benutzt, dann ergeht es dir nicht so schlimm wie dem angefahrenen Radfahrer auf der Fahrbahn.

Die als solche kognitiv verifizierte Wirklichkeit - ein Pleonasmus?-  ist aber eine andere, nämlich diese:

Die
# kleineren Stürze beim Gehen-Üben im Haus und Garten ohne L-Dopa- Medikation tagsüber sind weniger gefährlich und folgenschwer als

# die härteren Stürze bei hastig ausgeführten Bewegungen in schwer einzuschätzender Umgebung, wie Kellerzugänge, Treppenhäuser, Garagen, Hauseingänge, gewundene und steile Einfahrten. Diese härteren Stürze sind aber typisch für die Aktionen, die der Blogger unter L-Dopa-Medikation unternimmt. Hier verkalkuliert sich der Rechner des Gehirns, Drehwinkel und Steigungen können nicht zutreffend erkannt werden. Der Mensch fühlt sich im Stich gelassen, und in seiner Parkinson-Schreckstarre scheint er mit den Füßen am Boden fest zu kleben und kommt hierdurch in eine steile und steife Fall-Bewegung wie ein abgesägter Baum!
Limbisches System inkl. Belohnungssystem

Das Belohnungsystem muss registrieren, dass nur richtige Entscheidungen gute Ergebnisse für das Biosystem des Menschen bringen, während falsche Entscheidungen negative Resultate zeigen.
Dass aber falsche Entscheidungen quais als gut registriert worden sind, geht darauf zurück, dass sie fehlinterpretiert wurden, zur Perpetuierung des ANP führten und dem inneren Beobachter als "wahren" Helden und Herrscher huldigten. Das eigentliche Ich bzw. Selbst wurde so zum Statisten, anstatt Hauptdarsteller zu sein im Drama des Lebens.

"Das Mündel hat Vormund sein wollen" hätte der Dramatiker Peter Handke vielleicht gesagt.

Intermezzo mit running-piglet-disorder (TCM)
running-piglet-disorder (TCM) verfilmt für Kinder


Über die vergangenen Osterfeiertage hatte das "kleine Rennschwein Rudi-Rüssel" (der Blogger) mehr als einige Gelegenheiten sich im Garten einer Freundin schnell hin und her laufend auszutoben. Auch in Oliver Sacks' Film "AWAKENINGS" können sie diese neurologische Sonder-Disziplin humaner Motorik sehen.
Das Rennschweinchen zu spielen war noch vor zehn Jahren die sicherste Methode, um einer Freezing-Gefahr zu entkommen. Einfach aus dem Stand losrasen - nach 23 Jahren wie mit 13 Parkinson-Jahren, und das Geh-Unvermögen ist durch eine viel anspruchsvollere Fortbewegungsweise ersetzt. - Der Muskeltonus ist bereis maximal, sinkt danach aber wieder ab, und die Beine vollziehen später die eigentlich gewünschten lockeren Geh-Bewegungen. Das Blogger-Rennschweinchen sprintete Ostern 2019 im 40-Meter-Takt, 3 bis 4 mal, ohne dabei zu Boden zu stürzen.


Es fühlt sich innerlich so gut an, wenn der ANP seinen Rückzug antritt; er soll sich möglichst hurtig entfernen und nicht zurückkehren, denn sein Nachfolger, das integrierte, kognitiv restrukurierte Ich bzw. Selbst, kann sich nun selbst besser um das Wohl aller beteiligter Teilpersönlichkeiten kümmern.
Hierfür kann es sich auch der Dienste des gewandelten inneren Beobachters bedienen. Letzterer ist nicht mehr heimlicher Vorgesetzter, sondern nur noch Dienstleister des wahren Chefs, des Ichs und Selbsts. Er kann nur Rat erteilen, nicht mehr entscheiden.

Stimmverlust, Sprechstörung und unlesbare Handschrift - Indices für Krise des ANP

 Wenn der ANP deutlich "Führungsschwäche" zeigt,  erkennen sie das an der brüchiger werdenden Stimme usw.  Wenn der ANP - nicht der Mensch wohlgemerkt - aber seinem Ableben nahe kommt, wird daraus totaler Stimmverlust. Glücklich derjenige, der fleissig über Jahre an der Schaffung eines Nachfolgers für den ANP gearbeitet hat: den NP (Normaler Persönlichkeitsanteil). Der NP hat Zugang zum limbischen System und weiss auch das Belohnngssystem des ZNS zu nutzen. Ein glücklicher Nachfolger in der Tat!

Heute, am 26.04.2019, 9 Uhr morgens, war es so weit: Bei dem Wunsch, eine wahre Begebenheit zu schildern, verlor der Blogger für etwa 15 Minutten 100 % seines ohnehin geringen Stimmvolumens. - Wer da schnattern wollte, war der ANP, jedoch "personifiziert" durch den übergriffigen inneren Beobachter, und noch lange nicht der NP. Das Thema "Tod" sollte offenbar nicht zur Erörterung kommen - denn davon handelte die vereitelte Erzählung.

Eigendiagnose des Bloggers: psychogene Dysphonie. Keine psychiatrische Neuheit, sondern (erschreckendes, aber) vorübergehendes Symptom schwieriger Stressbewältigung. Kennzeichen: Die Wortfindung und -bildung funktionieren, aber was hörbar wird, ist leiser als ein Flüstern - wenngleich präzise artikuliert: also keine Aphasie, bei der das Finden und Aussprechen von Wörtern gestört ist.

Am 29.04.2019 registriert der Blogger eine deutliche Verbesserung seines Stimmvolumens. Dies wurde sofort genutzt,  um den Hund des Nachbarn erfolgreich in seine Schranken zu verweisen. Dieser Hund nutzte allein und immer wieder unseren Gehweg als Kot-Ablageort. Als dieser Hund heute dem Blogger signalisieren wollte,  dass dieser den Weg zur Kotablage freigeben solle, antwortete der Blogger mit einem tieftönigen, nicht lautem aber drohenden Knurren, das durch die wiederhergestellteü Stimme ermöglicht wurde. - mit bestem Erfolg: Hund auf Rückzug!

Auffälliger Akupunkturpunkt 19 des Dünndarm-Meridians (hinter dem Ohrläppchen gelegen): Bei leichter Pressur rechtsseits setzt beim Blogger am 29.04.2019 um 17 Uhr sofort fast komplette Schwersthörigkeit beiderseits ein. Bei Lockerung des Druckes mit dem Zeigefinger oder dem Elektro-Akupunkturstift kommt normale Hörfähigkeit zurück.

Einem NP hätten morgens sicher andere Themen näher gelegen, die sich mit Lebendigem befassen z. B. Also: Klappe zu, Affe tot. - nun auch stimmlich. Gepriesen sei dieser Stimmverlust aber schon deshalb, weil damit der Menschheit erspart worden ist, die unmaßgebliche Meinung des früh traumatisierten Bübleins über ein  anspruchsvolles Thema anhören zu müssen. Im Kurzgedicht "Geplapper an Großpapa" von Joachim Ringelnatz wurde dieses Thema in diesem Blog abschließend erörtert. - Was nicht klar gesagt werden kann, sollte wohl auch besser ungesagt bleiben. Das klingt hart, fühlt sich auch so an - aber mit der Nutzung des inneren Beobachters und dessen Einschätzungen als "professioneller" Dienstleister fährt der Normale Persönlichkeitsanteil, der NP,
ohnehin besser.

- Was rät Gurdjieff? - Identifiziere dich nicht mit den vielen inneren "Stimmen" und Teil-Ichs! Im Maschinen-Menschen geht ohnehin innen alles drunter und drüber. Distanziere dich davon. Das bist nicht du.

Ordnung in die "9 Paläste des Herzens" bringen


Seit Rückzug des ANP kann sich nun das Ich des Bloggers erstmalig mit sich selbst und seiner Verantwortung befassen. Der Blogger hat sich in den letzten drei Tagen ohne  "Eigenwilligkeit", d. h. allein aus intuitivem Antrieb, mit zwei hochbedeutenden Themen befasst:
Hütte mit Regelungsbedarf?

1. Formulierung und Kommunikation für eine testamentarische Regelung bezüglich einer  Immobilie am Mittelmeer

2. Traum am frühen Morgen des 25.04.2019 über die gültige und befriedigende Lösung eines alten Geschäftskonfliktes im Rahmen der früheren Berufstätigkeit des Bloggers im Ausland;
Kurzes Nachdenken darüber beim Frühstück und endgültige Ablage der "inneren" bisher unabgeschlossenen Akten - ohne Wiedervorlage!
(im Detail übrigens hoch kreativ und hintergründig)

Einer sogenannten aktiven Denktäigkeit oder Anstrengung bedurften die vorgenannten Erledigungen nicht. Wieso nicht? - Weil sie thematisch diejenigen "Paläste des Herzens" betrafen, in denen die Unordnung am größten war - und nun nicht mehr ist. Vgl. die Posts zum Stichwort 9 Paläste in diesem Blog insbesondere den vom 28.03.2019.

3. Nachbarschaftshilfe ersucht
Und soeben feierte der Blogger eine weitere Premiere: Er ging freihändig und -willig zur alten Nachbarin herüber, läutete dort die Wohnungsglocke und bat um ein bis zwei Zwiebeln, die ihm für den Salat fehlten. Das hat is den vergangenen fünf Jahen nicht gegeben. Andere um Hilfe zu bitten war etwas, das der ANP stets vermeidet; liegt darin doch das Eingeständnis einer mangelnden Totalkontrolle über alle Eventualitäten. - Farewell, ANP!

Du hast, lieber Schöpfer unser, es zugelassen, dass feinste Empfindungen in meinem Herzen wieder aufleben dürfen - von denen ich mich mutwillig verabschiedet hatte - vor etwa 70 Jahren.
Splitter und Scherben  fügen sich wieder zusammen und lassen ein Bild von der Vergangenheit erahnen. Andächtig lausche ich den Klängen deiner Friedensglocken.
Du schenkst Freuden den mutigen Herzen.  Dafür dankt Dir
Rudi Traugott



Freitag, 5. April 2019

"Innerer Beobachter" (Gurdjieff) macht sich bemerkbar und beginnt zu führen

Zur kognitiven Restrukturierung, die bei traumabedingtem Parkinsonismus empfohlen wird, gehört eine Art von Psychosynthese der vorher dissoziierten Teilpersönlichkeiten. Hierfür bringt Gurdjieff die von ihm als "innerer Beobachter" bezeichnete Bewusstseinsstufe oder -form in die Diskussion. Er beschreibt ihn als stellvertretenden inneren Haushälter, der stets bemüht ist, Ordnung in das psychische Wirrwarr des Durchschnittsmenschen zu bringen.
(Vgl. Sebastian Schmitz: Der Vierte Weg von Gurdjieff - Ein spiritueller Schulungsweg, Bielefeld 2013, S. 80 ff)
Gut lesbare und verständliche Kurzfassung

Mittendrin versunken in den täglichen Pflichten des allein lebenden Bloggers im 23. Parkinson-Jahr ergriff gestern (04.04.2019, 12 Uhr mittags) der offenbar im Blogger erwachte innere Beobachter erstmalig als solcher fühlbar das Ruder des Handelns: Er empfahl dem Blogger eine eindeutige Schwerpunktbildung zur Nutzung der günstigen Tageszeit und des optimalen Wochentags kurz vor dem Wochenende:

# keine Aktion des Vorkochens für das Wochenende unter Gästen
# keine anstrengende Büroarbeit bei der Abrechnung privater Krankenversicherungs- und Pflegeleistungen - obschon 8 Wochen im Rückstand! (dies wurde heute in 40 Arbeits-Minuten nachgeholt!)
# kein Surfen im Web und
# kein Lesen von Fachliteratur, wie z.B. Stuck On Pause, by Janice Hadlock, Santa Cruz 2016, Ca., U.S.A.
# keine Duft qi gong-Übungen jetzt, dafür am frühen Nachmittag in der Sonne

sondern

# den gegenwärtig im Netz noch unfertig stehenden letzten Post vom 28.03.2019 dieses Blogs redigieren und zum Ende bingen. Klar und gut.

- und was geschah? - Als diese neue Art von innerer Stimme ohne Worte sich beim Blogger durchgesetzt hatte, der Zugang zur Redaktion des Textes geöffnet war, waren gerade 70 Nutzer aus Frankreich registriert. Es fühlte sich so an als hätten diese Nutzer gemeinsam die Frage gestellt :
"Und nun? - was zeigt uns das jetzt? da fehlt doch noch etwas!" -
"OK", befand der Blogger,
und hämmerte die noch fehlenden Teile in den Text des Posts.
Die 70 Nutzer aus Frankreich werden es sicher danken - jedenfalls sind viele noch ein zweites Mal auf der Webseite des Blogs aktiv gewesen.

Der Blogger empfand den gestrigen Vorschlag des "inneren Beobachters" keineswegs als übergriffig oder bindend. Eher so als sei ohnehin glasklar, dass dieser "stellvertretende" innere Haushälter eine "Goldwaage" für die Abwägung aller Alternativen einsetzt und stets ruhig und angemessen sein Arbeitsergebnis vorträgt. -

..und wenn es nicht der "innere Beobachter" war? -
war es vielleicht das Herz, das nach kognitiver Restrukturierung gemäß Burns/Hadlock (Stuck On Pause, Santa Cruz, Ca. U.S.A.) zu sprechen beginnt, wenn ihm eine Stimme zuerkannt worden ist? - Vgl. Posting vom 10.2.2017 in diesem Blog.  Zu Rudy Vandercruisse und seiner anthroposophischen Sichtweise vgl. auch Post vom 10.10.2018 in diesem Blog.
Anthroposoph Rudy Vandercruisse zum Thema "Fühlen mit dem Herzen"


Wieso "stellvertretender" innerer Haushälter? -
Antwort: Bevor nach der Integration von Mini-Ichs und Teilpersönlichkeiten eine achtsame Ordnung eintritt, muß einer diesen Job des Zusammenhaltens beginnen, betreiben und abschließen. Dies ist der "innere Beobachter", der stellvertretende innere Haushälter. Er wird vom 'endgültigen' inneren Haushälter abgelöst, sobald die neue Ordnung erreicht ist.

Einsicht statt Vorschrift - Freizügigkeit statt Zwanghaftigkeit - froher Sinn statt Wahn!

Was ist neu an diesem "inneren Beobachter"?

Frage 1:
Inwiefern unterscheidet sich der nun aufgekommene "innere Beobachter" im jetzt erreichten neurologischen Status von dem gewöhnlichen inneren Beobachtungsposten, wie er im Zustand des Parkinsonismus tagtäglich erlebt wird?

Frage 2:
Wie werden die unterschiedlichen neurologischen Zustände

# ohne Medikation tagsüber einerseits
# mit L-Dopa in Form von Mucuna Pruriens-Extrakt andererseits

neuerdings innerlich empfunden und erlebt?

Antwort auf Frage 1:


Der innere Beobachtungsposten des Menschen mit Morbus Parkinson empfindet sich selbst als Restposten des vor dem Ausbruch der Erkrankung vorherrschen Ichs. In seiner Beobachtung vermeint der innere Beobachter seine verschiedenartigsten Einschränkungen und Defizite als solche identifizieren zu können, wohingegen es für ihn täglich erfahrbar ist, dass die Menschen seines Umfeldes diese inneren Zusammenhänge mit den von außen deutlich werdenden Wirkungen nicht bemerken und berücksichtigen wollen. - Dem inneren Beobachter fehlt jedenfalls die Möglichkeit,
an dieser Diskrepanz zwischen seiner eigenen und der Wahrnehmung seiner Mitmenschen etwas zu ändern. Es ist ihm nicht möglich, diese seine Erfahrung in überzeugende Worte zu fassen und zu äußern. Er hat den Willen etwas Bestimmtes zu tun; es fehlt ihm jedoch an Durchsetzungsvermögen gegenüber anderweitiger Willensäußerungen aus seiner eigenen Psyche.
Nicht einmal die Worte sind zur Hand, mit denen er seine Lage anderen erklären könnte, geschweige denn deren Umsetzung in Taten. Es geschieht nichts. Der Mensch psychisch vor der Selbstauflösung. Gurdjieff würde sagen in einer Art Trance bzw. im Schlaf. offenen Auges.

EXKURS vom 11.04.2019 - doppeltes Schlafen
(So betrachtet würde eine Parkinson-Erkrankung mit ihren Absonderlichkeiten der gestörten Motorik nur sichtbar nach außen machen, was innerlich in jedem Menschen geschieht. Sein neurologischer Schlafmodus sorgt für eine Art innerer Ruhe; nachts und auch tagsüber. Wenn der Blogger im 23. Parkinson-Jahr ohne L-Dopa-Medikation bei einem unachtsamen Gehversuch am  Boden festzukleben scheint, kann er in Achtsamkeit wenige Sekunden später ruhige Beinbewegungen, gesteuert von einem beruhigten Kleinhirn - Cerebellum - zu einem geordneten Gehen zusammenfügen. Offenbar dokumentiert dieser Fall die Möglichkeit des Ausstiegs aus dem automatischen Schlaf-Modus. Ca. acht Jahre Geh-Training und viele Prellungen haben dafür die Voraussetzungen geschaffen! - Es dauert viele Jahre,  bevor das ZNS überzeugt ist, dass nicht wieder ein irrelevantes Teil-ich seinen Willen trotzig durchzusetzen versucht, sondern der  erwachende Mensch spazieren gehen möchte. ) Vgl. auch Post vom 20.02.2018 in diesem Blog betr. Phasen des Schlafes.

Der neu erscheinende innere Beobachter bzw. stellvertretende innere Haushälter hat dagegen eine gänzlich andere Position. Er versteht sich als neu etablierter Sensor für den Empfang des richtigen Willens - er soll aus dem Radiosender-Salat von Willensäußerungen diverser Ichs den bestimmten Sender herausfiltern, den der erkrankte Mensch für seine geistige Reorientierung und Weiterentwicklung hören muss und will.
Der aufgetauchte innere Beobachter ist durchaus in der Lage, seinen Willen in Taten umzusetzen, aber er hat eingesehen, dass seit der Parkinson-Erkrankung vielfache Fehlentscheidungen auf Grund unsinniger Willensvorstellungen getroffen worden sind. Er hört deshalb ab sofort auf den Rat von kompetenter Seite. Kompetenz bezieht sich dabei auf die jahrzehntelang vernachlässigte geistige Ebene. - Experten oder Interessen-Vertreter gelten nicht per se als kompetent!

Antwort auf Frage 2:


Unter L-Dopa-Medikation empfindet der neue "innere Beobachter" den neurologischen Modus eindeutig auf "limbisch/sympathisch" gestellt. Das Biosystem ist auf Warnung vor hoher Gefahr eingestellt; es überschätzt durch die Wirkung des Dopamins des Menschen Fähigkeiten, kann zwar auf bestimmte Herausforderungen gut reagieren, muss dabei aber jederzeit darauf gefasst sein, dass die neurologische Steuerung von sich aus auf "Sturzflug" schaltet (wie die berüchtigte Boeing 737 Max).
Der erkrankte Mensch kann unter Medikation viel weniger als er glaubt. Er leidet unter scheinbarer Kompetenz.

Ohne L-Dopa-Medikation empfindet der neue "innere Beobachter" den neurologischen Modus als auf "limbisch/parasympathisch"eingestellt. Das Biosystem unterschätzt dabei seine Fähigkeiten und neigt zum Ausweichen in "gefahrlose Bequemlichkeit". Hierzu gehört auch die Neigung, einen Rollstuhl tagtäglich einzusetzen, anstatt regelmäßig das sturzgefährliche, hochbedeutende Gehen zu üben. (Vgl. zum Thema Gehen/Walking für Parkinson-Patienten den Post vom 27.10.2015 betreffend Norman Doidge's Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft, "Wie das Gehirn heilt", Frankfurt am Main 2015 und Post vom 10.10.2018 in diesem Blog)
Das Gehen in diesem Modus kann als Schlender-Modus bezeichnet werden.
Der vorher so lange erfolgreiche Marschier-Schritt-Modus ohne L-Dopa-Medikation funktioniert dabei nicht mehr so gut wie vorher. Oft hilft nur noch der Trick "Kick-den-Karton",  um ein sicheres Vorwärtskommen zu bewirken. Vgl. Post vom 7.12.2015 in diesem Blog.
In Wahrheit kann der erkrankte Mensch ohne L-Dopa mehr als er glaubt; er traut sich bloss meistens nichts mehr zu. Der Blogger muss jeden Tag gegen die eigene Selbstunterschätzung an arbeiten.

In den ersten Wochen dieses neuen Modus' mussten die Geh-Übungen des Bloggers im sichtgeschützten privaten Garten, barfuß gehend, auf 30 Minuten begrenzt werden. Danach kam nur noch Trippeln und stotternde Beinbewegungen.  - Sturzgefahr allenthalben.
Also: weiterhin Gehen trainieren!

Ergänzung vom 10.04.2019:

Die gesamte Re-Orientierung des Zentralen Nervensystems fühlt sich für den neu aufgetauchten inneren Beobachter so an:

# Das Ruder aus der Hand genommen
Früher, d. h. in den letzten zwei Jahrzehnten, hatte der Blogger ("ich") den Eindruck, das ZNS habe "ihn" vom Platz des Steuermanns, des Ruderführers verdrängt. Aus welchem Grunde? - Weil "ich" mich immer wieder von aus dem Unbewussten auftauchenden post-traumatischen Bildern beeinflussen ließ, anstatt ein klares Ziel anzustreben, anzupeilen und dort anzukommen.
.
# auf Automatik stellen - wie beim Schlafen des  Piloten
Nach diversen, z. T. katastrophalen Fehlleistungen des Bloggers als Steuermann lief das Biosystem amok und hat komplett sein ZNS auf automatisch gestellt und dort einrasten lassen. Janice Hadlock nennt dies "Stuck On Pause" - wie der Titel ihres Parkinson-Recovery-Forschungswerks. Aber diesen Zustand kennt doch jeder normale Mensch: das Biosystem arbeitet brav automatisch seine Ziele ab, und das Bewusstsein hat keine Ahnung davon, was abläuft. So ist es, wenn der Mensch schläft, jede Nacht. Dann "explodieren" ungelöste Traumatisierungen und arten aus in unkontrollierbaren Bewegungen  - gerade so wie beim Blogger - sowohl wachend als auch schlafend.- Somit kann der Blogger Gurdjieffs Theorem vom gestressten Durchschnitts-Menschen im Tages-Dauerschlaf bestätigen.

#  bei Bewährung Mitsprache eingeräumt
Mit der gegenwärtigen kognitiven Restrukturierung kommen "lichte Augenblicke bzw. Stunden" auf, in denen der stellvertretende innere Haushälter eine Chance erhält sich auch als Ruderführer zu bewähren. - Nur wenn dies gut geht,  kann sich das System der neu zu gewinnenden "Großen Freiheit" vom Automatismus, vom Maschinen-Menschen (Gurdjieff),  lossagen und wieder Vertrauen in das veränderte (weil tagesbewusstsein-orientierte) Ich des Bloggers fassen.


weitere Aufgaben:

Zwei neue Gehirn-Schaltkreise konstruieren und etablieren (vgl. Post vom 27.10.2015 in diesem Blog). z.B.

# das "blumenpflückende Mädchen" (im Garten umher schlendernd, Ausschau nach Blumen haltend)
und dabei sich immer wieder bückend...

# den "Opticker", d.h. den Aufsammler von Stolpersteinen und -reisig (im Garten gehend, dabei sich immer wieder bückend)



Immer von Neuem fühle ich mich beschenkt durch die Fülle und Vielzahl Deiner Gaben, verehrter Erschaffer des Universums.
Sobald ich Ruhe finde, stellst Du sie mir vor die Füße oder führst sie mir vor Augen in ihrer ungeahnten Schönheit.
Dein dankbarer Rudi Traugott

Donnerstag, 28. März 2019

"Oszillierendes Chi" verursacht chaotischen Energiefluss bei Parkinson

Das Theorem Michael Greenwoods vom  "oszillierenden Chi" könnte zu einem entscheidenden Fixpunkt für die Entwicklung einer Therapie zur Überwindung des "heart-mind splits' werden.

Der Blogger startet hier einen ersten Versuch der Verbalisierung des Theorems vom "oszillierendem Chi" in Deutsch inklusive seiner Beschreibung selbst erlebter chaotischer Verhältnisse des Energieflusses: (vgl. auch Post vom 5.12.2018 zum Stichwort "nächtliche Wach-Lähmung". An jener Stelle in diesem Blog finden sie auch eine Wiedergabe von Greenwood's Abbildung 2)
(Vgl. auch die Posts vom 6.4.2012 und vom 31.3.2012 in diesem Blog)
kleiner Kreislauf endet am Damm

Greenwood’s Abbildungen und Theoreme






















Greenwood geht davon aus, dass der „kleine Kreislauf“ den Körper des Menschen sozusagen permanent umrundet; über die beiden Meridiane Dumai und Renmai.  An der Vorderseite des Körpers fließt er mittig abwärts, an der Rückseite mittig aufwärts. Das Chi fasst dabei Kopf, Herz und Körperzentrum in einer ovalen Umrundungsbewegung zusammen.



Bei der Herz-Verstand-Spaltung ist die das Ganze zusammenhaltende Umrundung nicht mehr gegeben.


Greenwood's Abb. 2 zeigt, wie aus „3 in einem“ „3 abgetrennte“ Zentren werden.  Dabei hilft das Chi des Verstandes dem Chi des Herzens nicht mehr „auf die Sprünge“, sondern lässt das Herz "links liegen“: Es vermeidet ein Durchdringen, fließt außen herum am Herzen vorbei. Es trifft dann aber in Folge der oszillierenden Bewegung unausweichlich auf Chi-Ströme anderer Art und Richtung, die darauf nicht vorbereitet sind.

Die „oszillierende Bewegung“ des Chi bei seiner Vermeidung eines zu nahe Kommens von Verstand und Herz drückt sich in überraschend auftretenden Schwankungen des Energieflusses aus. Dies ist auch Grund und Ursache erratischer Sonderbewegungen der Gliedmaßen und des ganzen Körpers: Stürze, Freezing, heftiges Agieren beim Träumen oder Halberwachen usw. vgl. Anmerkungen am Anfang dieses Posts.



Nachtrag vom 4.4.2019:
Das gesamte Bild von der oszillierenden Bewegung des Chi wird aber erst dann erkennbar, wenn die weitere, die zweite Spaltung des menschlichen Wesens zusätzlich in Betracht gezogen wird. Diese zweite Spaltung ist nicht generell verbreitet, sondern wesenstypisch für einen am Morbus Parkinson erkrankten Menschen: Es ist die Verstand-Körper-Spaltung (mind-body-split). Einzelheiten dazu finden sie unter den oben angegebenen Fundstellen bei Michael Greenwood, 

Bei der Verstand-Körper-Spaltung wird aus dem Erscheinungsbild eines sportlichen Mittfünfzigers innerhalb von Tagen der gekrümmte und zitternde, mit den Füßen schlurfende und am Telefon kaum noch verstehbare (scheinbare) Greis, "der mit Parkinson geschlagen wurde". - Der Arme -?
Nein, der Erfolgreiche, der Widerstandsfähige, der zwar geschlagen wurde, aber nicht K. O. ging. "K. O." steht hier für "an den Rollstuhl" gebunden, und zwar dauerhaft etwa ab dem 20. Parkinson-Jahr.

Analyse: Die Greisenhaftigkeit der geistigen Entwicklung des Betroffenen, seine Blindheit für die aktuell notwendige mentale und geistige Fortentwicklung wird verdeutlicht durch seinen scheinbaren äusserlichen Verfall. Inwieweit ist der Verfall "scheinbar"? - Der Blogger sehnte sich noch nach musikalischen öffentlichen Auftritten mit "seinen" Jazzbands z. B. und nach herausfordernden Jollen-Segelabenteuern  gemeinsam mit seinem Sohn - und war dazu noch durchaus fähig, wie veröffentlichte Musik-CDs und private Video-DVDs dokumentieren. - Aber nach jedem dieser "Zwischenhochs" kam ein Absturz in Richtung Hilflosigkeit und  Aussichtslosigkeit, ja Orientierungslosigkeit. - 

"Compartmentalization" nennt Greenwood das Ergebnis dieses Vorgangs (siehe oben genannte Quellen hier im Blog).

2.  Nachtrag vom 4.4.2019

Die neun Paläste des Herzens (Tao)

Greenwood unterstreicht in seiner Interpretation des heart-mind-split die Bedeutung des
Theorem der 9 Paläste des Herzens
Den direkten Bezug zum Menschen in  Therapie sind die 9 Schmerzen des Herzens. Diese kommen dadurch  zustande, dass in den neun Palästen zerrüttete Zustände herrschen, die im Herzen weh tun. 
Hier sind die Namen der 9 Paläste des Herzens:

1.  Gesundheit
2.  Liebe, menschliche Beziehungen
3.  bescheidener Wohlstand
4.  Wissen, berufliche Karriere
5.  Heimat, Zugehörigkeit
6.  weltweite Abenteuer, Reisen
7.  Kreativität,  Nachkommenschaft
8.  Weisheit
9.  Überfluss,  Ruhm, Ehre
9 Paläste-Theorem wird hier z. B. für Feng Shui eingesetzt, gilt aber generell aus Sicht der TCM/Tao-Philosophie

 

 

Meilen-Stein der Entgiftung erreicht: ohne gezieltes L-Doping morgens in die Tagesarbeit


Das gezielte und geschickte Zusammenwirken von

# Shiatsu (medizinisches Qi- Gong mit TherapeutIn),

# Akupressur und -punktur und (selbst u. a. mit Elektro-Akupunktur-Stift "Search'n Stim")
# Duft Qi Gong (medizinisch-gymnastisches Qi Gong)

hat bewirkt, dass der Blogger trotz seines heftigen Sturzes am 27.03.2019 vormittags mit Hämatomen am rechten Knie und an den Hüften am nächsten Tag, d. h. heute Morgen, ohne gezielte L-Dopa-Medikation im Hinblick auf die Zeit des Aufstehens aufgestanden ist. Das "zeitlose" Aufwachen und Hinüber-Gleiten in die Halbwachheit ohne hierdurch bedingte Mobilitäts-Einschränkungen erspart nicht weniger als nächtlich 60 -100 mg L-Dopa im Mucuna Pruriens-Extrakt. -
Fazit:
Ab sofort L-Dopa ab 5 Uhr nachts ausschleichend, d. h. ohne Nachlegen,  und weiter dann auf Null bis 21 Uhr abends, d. h. auch ohne hinausgezögerte letzte Medikation gezielt auf 60 Minuten vor dem geplanten Aufsteh-Termin.

Trotz des geschildeten Experiments hat der Blogger sein Maximalprogramm für diesen Tag aufrechterhalten: mittags Treffen mit Begleitung und Spaziergang in belebter Geschäftsstraße ohne jede L-Dopa-Zufuhr von außen. Mitführen eines neuen Tretrollers, der sich bei aufkommenden Kollisionsrisiken bewährt hat: Er ist schwerer und deutlich länger als übliche Tretroller aus Aluminium und hat deutlich größere Vollgummireifen. Letztere helfen dabei Unebenheiten des Untergrundes klaglos zu überrollern. Keine Neigung dieses Tret-Rollers zum vornüber Kippen bzw. zum unter den Beinen nach vorn heraus Rollen.

Während der Rollerfahrt auf der Flaniermeile durfte der Blogger zum Überfluss noch die Huldigung einer attraktiven Dame entgegen nehmen: "Das sieht richtig gut aus! - Ich kauf mir auch so einen Roller!" - Wer braucht da noch Dopamin aus der Pharmaindustrie? -
Dann ein Mittagessen mit der Begleitperson im Restaurant, und der Rückweg wieder zu Fuß bzw. Eisen-Tretroller,  je nach Lage.

Am Nachmittag danach kam auch noch einer Therapiestunde Shiatsu auf dem  Futon und Wohnzimmer-Teppich  hinzu. -  Was kann schöner sein?

Exemplarische Anwendung des Theorems vom oszillierenden Chi

"attraktive Dame"


Nehmen wir die im vorausgehenden Absatz erwähnte Huldigung einer "attraktiven Dame" zum Ausgangspunkt. Typisch für eine Herz-Verstand-Spaltung wäre das Aufkommen eines Wunsches nach Kontaktaufnahme mit der vermeintlichen Verehrerin. Schon dieser Gedanke würde des Bloggers Nervensystem derart falsch ausrichten, dass es schlagartig vorbei hätte sein können mit der intuitiv-genießerischen Tret-Roller-Kurverei auf der Flaniermeile. "Platsch" wäre der Blogger an der nächsten Risikostelle vom Roller auf's harte Steinpflaster gekippt. - wie vor einigem Monaten schon erlebt.
In der oben geschilderten Dreiteilung der Spaltung hätte der Körper keine Chance gehabt, die herzlich gemeinte Huldigung der Dame für sich auszuschlachten. Aber auch der Verstand geht leer aus bei der Distribution von Chi, weil der Gedanke des stolz Seins auf Zuspruch zu vordergründig ist, um überzeugend und kräftigend zu wirken.  - Fazit: keine Reaktion zu zeigen, lächelnd weiter zu rollern war die passende Reaktion des Bloggers... und sie, die Blog-Nutzer, haben jetzt noch ihre Freude an der wahen Begebenheit!  - Ist der Blogger schon auf dem neuen, dem Vierten Weg? - Bestimmt nicht; aber er darf ahnen, wie der Vierte Weg einmal beginnen könnte, wenn die Herz-Verstand-Spaltung einmal überwunden sein wird.

Gurdjieff würde hinzu fügen:
# Mechanistische neurologische Abläufe haben nichts mit der Wirklichkeit und Wahrheit des Bewusstseines entwickelter Menschen gemein.
# Sie lenken nur ab von der mühevollen Arbeit an der Entwicklung eines individuellen Lebenssinns.


Körperlicher Rück-Schlag mahnt Positionswechsel an im Herz-Verstand-Split

War der zitierte Sturz des Bloggers am Vortage nicht auch wieder ein Zeichen, dass eine Umkehr erforderlich ist und bevorsteht ?
# Natürlich - ja!
# Dabei nicht in die Falle des Wundenleckens locken lassen.
# Mutig bleiben und nach bester Vorbereitung den nächsten Schritt wagen.
# Dem eigenen Hang zur mechanistischen Reaktion entgegentreten.



Schlaf-Theorem Gurdjieffs:

Der "normale" Mensch befindet sich grundsätzlich im neurologischen Zustand des Schlafes. Er selbst vermeint wach zu sein. Zu eigenständigem Denken muss er mühsam erwachen. Wenn der Mensch diese Mühe nicht auf sich nimmt, vermeidet er die Arbeit, die seinem Leben einen Sinn gibt. 
Kennen bzw. Kenntnis ohne Praktizieren führt nicht zur Erkenntnis. Statt "Dichter des freien Wortes" zu werden, verharrt der Mensch in der Rolle des Bibliothekars, der die Werke von Dichtern und Erleuchteten für die Nutzung durch andere sammelt und ordnet.

Daoistisches Theorem der "neun Paläste" des Herzens

In einem folgendem Post wird der Blogger auch der von Michael Greenwood aufgeworfenen Frage nachgehen, woran der Adept erkennt, ob eine vor ihm liegende Herausforderung zu den großen 9 Herausforderungen gehört, vor denen jeder Mensch steht:
"Mit welchem der 9 Paläste des Herzens liege ich gerade im Clinch? - Gehört mein akutes Problem zu einem dieser Paläste?"

Bei der Arbeit an der Lösung der Herz-Verstand-Spaltung muss damit gerechnet werden, dass sich existenzielle Grundsatzfragen  stellen. Zu erkennen, in welchen Zusammenhang diese Fragen einzuordnen sind, ist daher entscheidend für das Erarbeiten einer zielführenden Antwort.
(Vgl. oben gezeigte Abbildung in diesem Post und Kurz-Benennung der neun Paläste)

5.4. 2019:

Gesegnet sind wir alle, liebevoller Schöpfer unser, denen du dieses unser Leben geschenkt hast. 
Du hast uns die Kraft verliehen, dass wir dieses Geschenk als solches erkennen. 
Niemals mehr will ich Dein Geschenk gering schätzen und auch meine Herausforderungen zu umgehen versuchen.
Dein Rudi Traugott



Donnerstag, 21. März 2019

Ex-Parkinson-Schulung mit Gurdjieff an jedem einzelnen Tag

Mit Hilfe seines Wissens und der strikten Anwendung dieses Wissens kann ein jeder Parkinson-Patient ab sofort eine Dialogform mit problematischen Kommunikationspartnern entwickeln, die völlig neuartig ist. Hierbei geht der Anwender (Parkinson-Patient) davon aus,

# dass sein Gegenüber leicht durch bestimmte Reizworte irritiert werden kann, die dann eine explosive Reaktion auslösen (triggern)

# dass er selbst die Möglichkeit hat, derartige Trigger zu vermeiden, wohingegen

# seinem Gegenüber diese Wahlfreiheit nicht zur Verfügung steht.
3 Hirne, ein Verstand - vereinfachte Darstellung

# Die Reaktion seines Gegenüber ist nämlich durch schnelles Umschalten auf den neurologischen Stammhirn-Modus geprägt. Das Eidechsen-Gehin ist auf Überleben, d.h. auf höchstmögliche Agression oder Flucht, getrimmt. In diesem Modus ist der Mensch stets für alles gewappnet und meint, den Anwender zu kennen, da dieser ebenfalls im Stammhirn-Modus sei.

Der Theorem-Anwender kann aber durch Anwendung dieser seiner Kognition - befindlich in einem anderen neurologischen Modus, dem des limbischen Systems, parasympathischer Zweig - voraussehen, was geschehen wird. Behält er die "böswilligen" bzw. aufreizenden Trigger-Inhalte für sich, dann gibt es keinen Anlass zum Unfrieden. Indem er die Trigger-Inhalte innerlich nicht mehr als "böswillig", sondern als "weniger entwickelt" erkennt, entkommt er der Falle des Sich-selbst-Richtens und der des Verurteilens des Gegenüber und beginnt mit dem Helfen, als Entwicklungshelfer mit klarem Auftrag:  sich und dem Gegenüber Heraushelfen aus der Hölle von Zorn und Zerwürfnis. -

# Wenn eine solche Attacke überstanden ist, kann auch das zornige Gegenüber  wieder lammfromm werden - weil da jemand geholfen hat...den "Kampf um's Dasein"-Modus hinter sich zu laassen.

# Ebenso die Strategie, wenn das Gegenüber mit Trigger-Reizworten provozieren will. Hier gilt es, solche Reiz-Versuche nicht zu kommentieren; die Ohren scheinbar "auf Durchzug" zu stellen...

# Der Parkinson-Patient wird allein schon durch diese Übung zum potenziellen Gewinner. Vorher war er der notorische Verlierer, dem nach 20 Leidensjahren mit dem Morbus Parkinson sogar die Stimme versagt. Er hatte nichts mehr zu sagen !

Sein Gegenüber erlebt erstmalig den Anwender nicht mehr als notorischen Brandstifter, sondern nun als Feuerwehr-Mann/Frau oder als SozialarbeiterIn.

# etwas blumiger ausgedrückt:

Nachsicht und Förderauftrag als Folge
allumfassender Liebe zur Menschheit
und zur Natur.

Nächstenliebe - pur

# typisch Gurdjieff klingt anders:

Im Kampf gegen seine eigene Maschinenhaftigkeit löst sich der Mensch auf dem "Vierten Weg" von automatisch ablaufenden Standards seines Handelns und gewinnt damit selbst die Kontrolle über seine Entwicklung.

# Das Maschinenhafte manifestiert sich beim obigen Beispiel des Theorems von den drei Gehirnen des Menschen als

# zwanghafter Übergang auf den "primitiven" Stammhirn-Modus, sobald Gefahr heranzieht.
Geht eine solche Gefahr vorüber, kommen automatisch höher enwickelte Teile des Gehirn wieder zum Zuge. Der "vollautomatisierte" Mensch merkt von all dem nichts. -

 # Gurdjieff: "Er schläft"!