Dienstag, 8. September 2015

Parkinson-Freezing = "Rühr dich ja nicht vom Fleck!!"


http://vignette3.wikia.nocookie.net/grimmbilder/images/7/75/Rumpelstilzchen_Philipp_Grot_Johann_2.jpg/revision/latest?cb=20140905100247&path-prefix=de

Jahrelange  Selbst-Tests im "Ich-Labor" und eine unermüdliche Auswertung der anthroposophisch-psychiatrischen Fachliteratur kommen zu einem überraschenden Resultat: Der sogenannte Morbus Parkinson vom idiopathischen Typ ist eine psychische Störung, die selbst nach partieller Überwindung ihrer heftigsten Symptome auf einen einzigen inneren Befehl reduziert werden kann. Dieser lautet - und ist zu verstehen als Äußerung einer  vom Kleinkind vorgefundenen Pflegeperson, geäußert im beschwörenden Tonfall: "Rühr dich ja nicht  vom Fleck!" Natürlich könnte man auch sagen: "Wehe, du rührst dich von der Stelle!" oder andere mundartliche Formulierungen.Die suggestive Wirkung dieses Befehls wird noch erhöht durch den Zusatz: "... sonst werd' ich fuchtsteufelswild !"

Entscheidend ist, dass das Kleinkind diesen Befehl mit dessen impliziter Drohung so auffasst, dass es für sein Befinden unumgänglich erscheint dem Befehl nachzukommen. Der Befehl wird internalisiert. Im Falle des Bloggers kam dieser Befehl von der Mutter, und zwar in der berechtigten Absicht, das Bübi möge vor dem Zubettgehen besser seine Blase und seinen Darm in den Nachttopf entleeren. Das Ganze mit dem nachvollziehbaren Ziel, nächtens (1946/47) keinesfalls mit einer "bösen" Überraschung aufzuwachen und das in den Kriegswirren sekundär inkontinent gewordene Kleinkind samt Bettwäsche wieder in einen schlaffähigen Zustand zurück versetzen zu müssen.

Das Ur-Verbot sollte ja bewirken, dass sich das Kleinkind nicht etwa unverrichteter Dinge vom Topf erhebt, um sich seinem Spielzeug zu widmen oder gar Faxen zu machen. - Nun ist er schon 71 Jahre alt und hat 20 Parkinson-Jahre am eigenen Leib erfahren sowie eine erfolgreiche Psychotherapie gegen heftige neurotische Störungen absolverrt - "Rühr dich ja nicht vom Fleck!" ist jetzt - im September 2015 - immer noch der  Befehl, dem er unwillig folgt -  durch dick und dünn, vergleichbar dem russischen Wachsoldaten, der noch 20 Jahre nach Kriegsende hoch oben im Ural ausharrte, um vor der deutschen Invasion nach Sibirien zu warnen.

Wie in diesem Blog früher dargelegt, geht die totale Unterordnung des Kleinkindes auf Umstände zurück, die in den Ausführungen zum Märchen "Das eigensinnige Kind" bereits dargelegt wurden. Man stelle sich ein Szenario vor, in dem Straßen-Kleinkinder den Gassenhauer schmettern: "Warte, warte nur ein Weilchen; dann kommt Haa..." Da nützt es nichts, dass jener schon 20 Jahre tot war: Unheimlich, ja gruselig fühlte sich das Leben JETZT  an!


Hier sind die Beweise der hier vorgetragenen These von der psychischen Störung der Gehbewegung bis hin zum "Einfrieren" (= gänzlich Erstarren), wobei es nicht auf deren  Bezeichnung ankommt sondern auf ihren psychosomatischen Wirkmechanismus:
Strukturelle Dissoziation, 
Dissoziative Identitätsstörung,
Neurasthenie,
Intellektualismus,
 postraumatische Belastungsstörung, 
 Hysterie, 
Herz-Verstand-Abspaltung
sind nur einige der Namen, die schon genannt wurden. Die Sache ist stets die gleiche: keine Lähmung, sondern ein innerer Zwang zur Hemmung der Fortbewegung. Die vielzitierte Degeneration der Substantia-Nigra-Zellen reduziert sich zum Begleitsymptom, ist nicht ursächlich für die Störung. Koinzidenz und Kausalität bleiben eben unterschiedliche Dinge." Angelernter Nicht-Gebrauch" der Substantia Nigra lässt inaktive Zellen mausetot erscheinen. Hierzu mehr in neueren Postings zum Thema "Neuroplastizität" (Norman Doidge).

"Der Intellekt ist das automatische Fortdenken, nachdem man von der Welt längst abgeschnitten ist."
Rudolf Steiner

Beweiis 1.
Mitten in der Nacht, 14 Stunden nach der Medikation des letzten 25 mg-Krümels der einzigen täglichen L--Dopa-Tablette am Morgen des Vortages - kann sich der Blogger  beim Aufstehen, d.h. Erheben aus der Schlafposition, nur zentimeterweise vorwärts gehend bewegen und muss mit heftigen Schwankungen seines Gleichgewichts rechnen. Er kann aber in einem großen Schritt nach vorn vom Fußboden auf sein 140 cm breites Bett springen und dort - aufrecht stehend - locker mit den Beinen zappeln, hin und her springen wie ein gesundes Schulkind - ohne jede Bewegungseinschränkung, beweglich wie Rumpelstilzchen ("Ach, wie gut dass niemand weiss, ...") - Steigt er wieder herab von seiner Bett-Bühne, sackt er auf dem Boden stehend wie gewohnt in sich zusammen, jeder Schritt so langsam wie der eines hundertjährigen Elefanten und keine Chance auch nur einmal das Knie richtig anzuheben.

Was ist passiert? - Der innere Befehlsgeber wurde 'kalt erwischt'. Bei seiner Kontrolle des Immobilisierten hatte er nicht damit gerechnet, dass dieser sich nicht gehend sondern springend in die Bewegungsfreiheit wird retten können. Dies ist ihm nun gelungen, und der Kontrolleur geht diesmal leer aus - ein ständiges "Hasch-mich-Spiel". Auf dieser Grundlage muss nun weiter trainiert werden: nächliches "Bett-Hüpfen" im ursprünglichen Wortsinn.

Natürlich kann der engagierte Parkinson-Patient statt seines Bettes auch ein größeres und sicheres Trampolin einsetzen, wie es offenbar der Parkinson-Überwinder POGGEL erfolgreich vorexerzierte.

Das zum Beweis 1. gehörige Video wird nachgeliefert.

Kundige Leser dieses Blogs erinnern die entsprechenden Szenen in dem Film mit Robert de Niro als Parkinson-Patienten und dem unvergessenen Robin Williams in der Rolle des Neurologen: "Zeit des Erwachens" ( Engl "Awakenings") und der gleichnamigen Erzählung inkl. Dokumentation von Dr. Oliver Sacks  (Kugelschreiber- und Ball-Auffangen-Szenen). In diesem Film geht es um Parkinsonismus als Endstadium der in den 20er Jahren grassierenden Europäischen Schlafkrankheit und um die Wirkung der damals neuen "Wunderdroge" L-dopa.

Beweis 2.
Trotz seines Zustandes am Nachmittag ohne jede Medikation kann der Blogger zügig und locker vorwärts gehen - so als hätten seine stundenlangen Gehübungen in dem grünen Garten und auf der Landstraße gefruchtet, indem sie scheinbar halfen, dem Immobilitäts-Befehl entgegen zu wirken. Aber: Der Übungserfolg war partiell und auch temporär: bei Sonnenschein und entspanntter Stimmung funktioniert es, ansonsten eben nicht. Es kommt darauf an wie groß die Gesamtbelastung des Bloggers ist. Es geht ganz offenbar um eine post-traumatische Belastungsstörung, und  n i c h t   um eine physiologisch bedingte Minderleistung. Keine Zelldegeneration ist als Ursache "verantwortlich" zu machen, sondern eine  Schwäche des Ich-Widerstandes gegen den internalisierten Immobilitätsbefehl.
(Vgl. Video-Dokumente in den Postings vom 2. Juni 2014 und vom 22. Dezember 2014)

Beweis 3..
Der innere Befehl "Rühr dich ja nicht vom Fleck!" kann auch interpretiert werden als Auslöser einer permanent wirksamen Angst, die dann nach Ausbrechen der Krankheit zur Angst wird vor den Schmerzen, die auf jeden Sturz des Patienten unausweichlich folgen. So kann der Parkinsonismus sich leicht perpetuieren, denn das Gehen des Menschen auf zwei Beinen ist eine Großtat des Gleichgewichtssinnes im Gehirn - und leicht zu stören. Beim Blogger ist diese Störung der Körperbalance im Gehen eines der wenigen Symptome, die nach Überwindung des Zitterns, des Rigors und anderer Symptome "übrig" geblieben ist. Doch auch  dieser gestörte Gleichgewichtssinn ist im Zustand der täglichen 18 medikationsfreien Stunden immer dann wieder "in Ordnung" gebracht, wenn die Bedingungen für die Gehbewegung günstig sind. Dies ist z.B. beim Barfußgehen im Gras innerhalb eines Gartens möglich - eben weil ein potenzieller Sturz ohne große Schmerzfolgen eingeschätzt wird. (Dies gilt übrigens auch für das Hüpfen auf der Bettmatraze.)
Dem interessierten Nutzer des Blogs wird empfohlen, die Ausführungen von Howard Shifke vom 29. Januar 2010 zum Thema "Balance" zu studieren. Howard hat heute keinerlei Parkinson-Symptome mehr, er ist gänzlich genesen.

Howard's Fazit:
1. Balance des Geistes zurück gewinnen.
2. Balance des Denkens und Fühlens zurück gewinnen.

3. Balance der Gehmotorik zurück gewinnen. (durch Geh-Meditation, vgl. auch die Videos dieses Blogs im Posting vom 30. April 2015)

Genau in dieser Reihenfolge.

Zum Punkt 1. empfiehlt der Blogger die Meditation "Wer bin ich?", präsentiert vom Zen-Meister Willigis Jaeger., Benediktiner Mönch und anerkannt als 87. Nachfolger Buddhas.

Zum Punkt 2. empfiehlt der Blogger die Achtsamkeitsmeditation, vgl. ältere Hinweise hier im Blog.

Bitte zu beachten:

Die Ausführungen beziehen sich auf einen L-Dopa-freien Zustand des Parkinson-Patienten.

Howard hatte zum  Glück gar nicht erst mit L-Dopa angefangen. Er startete sofort mit Östlicher Medizin.

- Der Blogger begann seinen Kampf zur Überwindung des Parkinsonismus erst 13 Jahre nach der Diagnose und 5 Jahre nach klassisch westlicher L-Dopa- und MAO-Hemmer.Medikation. Seit 2009 erlebt er täglich 18 medikationsfreie Stunden mit eingeschränkter Geh-Mobilität, aber ansonsten in guter Verfassung. Unter schwacher Medikation sind Gehstörungen nur noch auf heftige Streßerlebnisse begrenzt; allerdings gibt es medikationsbedingte Überbewegungen (hyperkinese) beim Gehen größerer Strecken. -

Samstag, 29. August 2015

Lichtblick für Erkrankte mit psychogenem Parkinson

Und es macht doch Sinn, sich zwecks Besserung unangenehmer Parkinson-Symptome abzurackern:
Die Anthroposophische Medizin mit ihrem psychosomatischen Krankheitsverständnis hält entsprechende Therapieansätze bereit.
Auf den Posting in diesem Blog NUR 'RAUS AUS DER "dissociation" vom 28. April 2010 wird hingewiesen, um die Relevanz psychogener Faktoren klar zu stellen.

Auf nur 60 Seiten entwickelt Dr. Markus Treichler, leitender Oberarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin, Psychotherapie..an der Filderklinik bei Stuttgart ein mitreißendes Szenario der Mitverantwortung des Erkrankten für die Besserung seiner Leiden unter psychosomatisch bedingten Symptomen.
Neueste Literatur von Aaron Antonovsky wird von Treichler dabei berücksichtigt: "Salutogenese - zur Entmystifizierung der Gesundheit", 1997. Kernpunkt des Salutogenese-Konzepts ist die Entdeckung und die Beschreibung des Kohärenz-Gefühls (sense of coherence SOC), etwa im Sinne von Stimmigkeit. Diese bezieht sich auf das Erleben des Erkrankten selbst und motiviert ihn zum Durchhalten und zur Kreativität. "Abkürzungen" stehen dabei nicht zur Verfügung.

Hier ein Blick in das Inhaltsverzeichnis von Treichlers Heft:.



Gesunde Dynamik

„Die Zugkraft der Zukunft ist stärker als die Schubkraft der Vergangenheit." Leonhard  Euler (1707-1783), Mathematiker








Freitag, 28. August 2015

TRE - Trauma Releasing Exercise für Parkinson-Patienten

Howard Shifke hat es bewiesen: Mit bewussst induzierten Zitter- und Schüttelbewegungen kann die Schüttellähmung bezwungen werden (vgl. Posting vom 25. April 2012 auf diesem Blog). Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Technik als Qigong oder als TRE(R) bezeichnet wird. Dr. David Berceli hat eine Reihe geeigneter Übungen für diesen Zweck entwickelt und charakterisiert ihre neurobiologische und physiotherapeutische Einordnung. Am 9./10. November  2015 wird er in Berlin und München Seminare für Therapeuten anbieten.
Der Blogger arbeitet seit 2012 mit bewusst eingeleiteten Zitter- und Schüttelbewegungen und hat damit erstaunlich gute Ergebnisse erzielt. Heute, im 20 Jahr seiner Parkinson-Erkrankung, kann er z. B. eine gefüllte Tasse heißen Tees - auch im medikationsfreien Zustand - ohne jedes Zittern vom Tisch zum Mund bewegen. Die Übungen des von Berceli entwickelten TRE(R) werden nun das Übungsprogramm des Bloggers bereichern.
Auch der unermüdliche Robert Rodgers lässt Berceli mit seiner TRE per
TRE Online Course auf dem Parkinson's Recovery Blog zu Worte kommen. - Viel Spaß und Erfolg bei den Neuentdeckungen!

Donnerstag, 6. August 2015

Trauma versus "Parkinson-Gene" ?

Jüngste Forschungen im Bereich der Epigenetics haben ergeben, dass die These vom frühkindlichen Trauma als begründende Parkinson-Vorbedingung durchaus plausibel ist und nicht im Widerspruch zur These steht, dass einige  Parkinson-Patienten gleichgelagerte genetische Voraussetzungen aufweisen: Es kommt darauf an, dass genetische Dispositionen auch tatsächlich aktiviert werden durch bestimmte "erschütternde" Erlebnisse. - Eben dieses sind Traumata der seelisch-emotionalen Art oder der physisch-sensitiven Art. Q.e.d., wenn wir auf Dr. Janice-Walton's Hypothese von 2008 zurück kommen. (Vgl. auch Posting vom 17. Mai 2014 in diesem Blog.  sowie auch zur Trauma-Hypothese)

Hier ein Zitat vom Parkinson's Recovery blog:

"An idea that has been floating around for decades is that we are stuck with the genes we are born with. Some people are lucky and some unlucky. If we have a gene that predicts cancer - it is likely we will get cancer. If we have the genes that
are disposed to Parkinson's disease, we are likely to develop the symptoms of Parkinson's. Some of us are dealt a lousy hand in life.

Research in the exciting field of Epigenetics reveals this thinking is baloney. Genes can be turned on and off by "programs" that control those genes. The issue turns on not whether genes exist, but whether they are turned on or off.

What circumstance switches a gene on or off? The answer will fascinate you. It is trauma! Research shows that the tendency toward post traumatic stress (which exhibits symptoms similar to those of Parkinson's) are passed down to the next generation. Children of holocaust survivors pass down a predisposition of stress and anxiety to their offspring.

You may have always thought that there have been no significant traumatic events in your life that could account for the degree of stress and anxiety that you currently experience. When you have heard me talk about the critical role of stress and trauma in affecting Parkinson's symptoms, you may well have dismissed my argument. Recent research clearly shows that the origins of stress can reside in the experiences of ancestors. This is why my Jump Start to Recovery course includes the tools for clearing family entanglements as well as releasing the residue of past traumas.

How could traumatic events influence whether genes are turned on or off? Simple. When something cataclysmic happens to people they will say that they are not the same person. You may well have heard yourself or friends say the same thing. There it is my friend.

Trauma changes everyone in the family system. If you remain skeptical, listen to the interview with neuro scientist and epigeneticist Rachel Yehuda who has studied epigenetic changes in holocaust survivors and their children."



Fazit des Bloggers: 

Lasst uns weiter daran arbeiten, den Heart-Mind-Split zu überwinden, der durch unser persönliches Trauma ausgelöst und später zur begründenden Ursache unseres Parkinsonismus' wurde.



Freitag, 31. Juli 2015

Von Obstipation befreien bei Parkinson


Bildergebnis für macrogol 3350 polyethylenglycolMacrogol = polyethylenglycol

Dem Rat von Prof. Dr.  med. Wolfgang H. Jost,  Parkinson-Klinik Wolfach Schwarzwald, können sie hier bedenkenlos folgen: Die besten Ergebnisse bei Obstipation lassen sich bei Parkinson-Patienten mit MACROGOL erzielen. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Makrozucker,  der viel Flüssigkeit bindet und nicht resorbiert wird. - Der Blogger hat nach 19 Jahren chronischer Parkinson-Verstopfung (Obstipation) und zwei Jahren chronischer Koprostase (Kot-Stau) mit Hilfe von MACROGOL den "Durchbruch" erzielt:
Mit einer täglichen Dosis eines Beutelchens MACROGOL-Pulver im Wasserglas wurde die gesamte Darmtätigkeit  normalisiert. Sogar der nicht mehr gehorchende Enddarm-Schließmuskel, der sich nicht mehr auf Befehl öffnen wollte, zeigt wieder Gehorsam. Und damit nicht genug: vorbei - die Zeiten heftiger und bei Darmdrang akuter Störungen der Beinbewegungen in Zeiten ansonsten moderater Parkinson-Symptomatik! Beachten sie auch die in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellten Symptome neurologischer Art (Gehstörungen, Lähmungen  usw.

MACROGOL (in Österreich unter der Marke MOLAXOLE bekannt) ist in Apotheken ohne Rezept erhältlich und ist auch für Dauerbehandlung geeignet.
Bevor sie MACROGOL einsetzen, sollten sie sich mittels "normaler" Abführmittel von heftigsten Stauungen befreien, denn MACROGOL braucht Zeit bis es am Enddarm ankommt, wenn Blockaden den Weg dorthin versperren.

Gewarnt sei auch vor alternativen Reformhaus-Abführmitteln, wie Leinsamen und Flohsamen, die bei zu niedrigen Wasserzufuhren eine Verstopfung noch verstärken können. Parkinson-Verstopfung hat wenig mit dem Trinkverhalten des Patienten zu tun, aber viel mit dem degenerativen Zell-Tod innerhalb der Darmwand, dem "Kleinen Gehirn des Darms" (Prof Jost). Die alten Taoisten wussten dies schon vor 3 000 Jahren: sie nannten den Tan Tien (Dan Tian) das "zweite Gehirn" im Unterbauchbereich.
das "zweite Gehirn" ist der Tan Tien / Dan Tian im Bauchbereich (Tao Qi Gong)


Exkurs:
-->
Zur Pathogenese des Morbus Parkinson:
frühe Störungen im Magen-Darm-Bereich  und
neurotische Belastungsstörungen  unterschiedlicher
Art sind einige der typischen Vorbedingungen
das Verdauungssystem inkl. Mundhöhle und Schluckvorgang

Lebensalter
Störung  (am Beispiel des Bloggers)
1 – 5
Blähungen
2 – 4



6


6




13 - 15
sekundäres nächtliches Einnässen und –koten (1945 – 1947 !)               

Schielen mit dem linken Auge,
chirurgische Korrektur

Kinder-Landverschickung wegen Mangel-Ernährung und Entwicklungsrückstand


Belastungssttörungen
19 – 22
Magenschleimhaut-Entzündung = Gastritis (während des Studiums)
23 – 39
keine erkennbaren Störungen im Magen-Darmbereich; mit 30 vorüber gehende nervöse Störung; vom 35. – 45. Lebensjahr Psoriasis.
Schluck-Beschwerden:
Beim ESSEN scharf gewürzter Speisen oder Getränke: Schluckauf,  in-die-falsche-Kehle Bekommen = Verschlucken, Hustenanfälle beim "Löschen" des Durstes bei scharfen Gewürzen mit klarem Wasser.
Hast beim Essen und Trinken = überschnelle Bewegungen
40 – 60
Durchfall bei Belastung und Tendenz zur Verstopfung im Wechsel, verzögerter Stuhlgang, Verschlechterung nach Verwendung von Abführtropfen;
mit 43 neurotische Belastungsstörung; heftige elektrische Entladungen in  den Beinen nachts im Bett, später häufig wiederkehrend (= REM-Schlafverhaltensstörungen), seit 2013 an der Universität Barcelona als Vorlauf- Symptom einer 15 Jahre später zu erwartende Parkinson-Erkrankung identi-
fiziert), Vgl auch
häufig nächtliche Blähungen
53

67
Morbus Parkinson offenkundig;
vom 67. – 70. Lebensjahr: durch Parkinson-Medikation induzierte Zwangsneurose bzw. Belastungsstörung (nach dreijähriger Psychotherapie genesen)
60 – 68
häufig Verstopfung,
häufig Blähungen, Gehstörungen infolge von Angst vor unkontrollierbarem Stuhlgang und vor Harndrang
69 – 70
chronische Verstopfung, harter Stuhl, heftige Gehstörungen vor dem Stuhlgang und bei Harndrang
71
gestörte Koordination der inneren und äußeren Schließmuskeln, harter Stuhl,
chronische Verstopfung, zunehmende Gehstörungen bei Gedanken an Stuhlgang;
Parasomnia:
Schlaflähmung nach nächtlichem Aufwachen - trotz Medikation mit L-Dopa; häufiger in Zeiten der Nacht ohne L-Dopa-Medikation (sleep paralysis).- postdormital form.
72 (tägliche Einnahme von Macrogol-Lösung)
Normalisierung der Verdauungstätigkeit und  tägliche Ausscheidungen; Gehstörungen nur noch unabhängig vom Stuhlgang


Prof. Wolfgang H. Oertel geht auf Grund seiner Forschung davon aus, dass die schleichende Degeneration von Nervenzellen in dem Teil des Gehirns beginnt, wo die nervliche Aktivität des Magens gesteuert wird, beginnend mit abgeschwächten Bewegungen/Kontraktionen des Magens im Verdauungsprozess. Die Degeneration setze sich von dort aus fort bis dahin, wo die Gehirnzellen den REM-Schlaf steuern (die typischen motorischen Schlafverhaltensstörungen mit Fußtritten und elektrischen Entladungen). Erst in der Phase drei setze sich die Degeneration fort in der substantia nigra, welche das Dopamin erzeugt, an dem es dann fehle, verbunden mit dem Ausbleiben einer geordneten Steuerung von Bewegungen.
Magen/ST 1 Akupunkt leitet das Qi zum Dickdarm

Quelle:
Störungen des Magen- und Darm-Bereichs bei Morbus Parkinson, DESITIN  Patienteninformation Nr.9  (www.desitin.de)
eine weitere Quelle aus Österreich zum Thema Darm / Gehirn bei Parkinson
eine weitere Quelle aus den U.S.A. zum Thema Parkinson Darm/yoghurt-bacillus bulgaricus, linksdrehend. http://www.heise.de/tp/artikel/39/39227/1.html und http://parkinsonheilung.de/forschung/d-laktat-glykolat/

Beachten sie bitte die bahnbrechenden Forschungsergebnisse vom Max Planck-Institut in Dresden über den Lactobacillus Bulgaricus und seine segensreiche Wirkung auf die substantia nigra im Gehirn. Vgl. Posting vom 5. Juli 2016 "Yoghurt- und Ayran-Bacillus..." in diesem Blog.

Vgl. sie auch die Erkenntnisse der Helmholtz-Gesellschaft deutscher Forschungsinstitute über die Wirkung von Yoghurt-Bakterien auf die Darmflora.  - Statt zum Yoghurt-Becher im Supermarkt greifen sie lieber zu Yoghurt-Produkten beim "Türken um die Ecke". Die dort angebotenen Yoghurts und das gute Ayran-Yoghurt-Getränk enthalten die wirksamen Bakterien.


Freitag, 10. Juli 2015

Ratgeber "Akupunktur-Punkte für häufige Symptome des Parkinsonismus"

Der erste umfassende Ratgeber für die Akupunktur-Behandlung der wichtigsten Komplikationen des Parkinsonismus ist jetzt auf dem Markt. Er gehört in die Hand jedes Arztes für Traditionelle Chinesische Medizin und jedes Praktikers der Parkinson-Selbsthilfe.  Auch eine kurze Einführung zur Akupunktur im Allgemeinen wird in dem Ratgeber nicht vergessen.
Hier folgt eine kurze Angabe der inhaltlichen Gliederung der Therapien nach Symptom-Gruppen:

Originaltitel.
Acupuncture for Parkinsonism Simplified - An illustrated Guide


Mittwoch, 8. Juli 2015

Parkinson-Selbsthilfe mit Fußsohlen-Akupressur

Mit Hilfe des eigenen Daumens und Zeigefingers kann jeder Parkinson-Patient dazu beitragen, dass seine verschiedenen Schlafstörungen abklingen anstatt mit jedem weiteren Jahr zuzunehmen. Bevor die übliche Abendroutine im Bad beginnt, sollten nacheinander beide Fußsohlen - bei übergeschlagenen Beinen - mit den Fingern systematisch mit Fingerdruck bearbeitet werden. Beginnen sie mit dem großen Zeh, dessen untere Seite eine Verbindung zum Gehirn und zentralen Nervensystem aufweist. Pressen sie jede Stelle für ein paar Sekunden bis sie sagen können: Da tut nichts weh! - Falls es aber irgendwo schmerzt, ist ihr Etappenziel schon erreicht. Sie haben einen "wunden" Punkt gefunden, der nun so lange und so stark gepresst wird, bis der Schmerz nachlässt. - Und schon haben sie eine "Blockade" im Meridian und im darauf reagierenden Nerven- und Blutgefäßsystem heraus gefunden und selbst beseitigt. Der Schmerz weist den Weg.

Unruhige Beine, nächtliche Fußrötungen und Hautjucken der Fußsohlen und Unterschenkel können durch regelmäßige Pressur auf ein Minimum reduziert werden.



Seien sie besonders hartnäckig mit dem Mittelfuß, der bei vielen Patienten  gleich eine Vielzahl "wunder" Punkt aufweist. Die ganze Übung ist keineswegs eine bequeme Sache, weiß der Blogger, aber schon die erste besser durchschlafene Nacht entschädigt für die Verbiegungen, die nötig sind, um die Fußsohlen systematisch abzupressen. Bilder: Devendra Vora: Health in your hands"

Später sollten sie sich merken, welche "wunden" (= schmerzhaften) Stellen erneut auftreten und dann darüber reflektieren, welches ihrer Organe oder welche ihrer Drüsen einen Hinweis für die Ursachen der Stauungen geben können. Ein TCM-Facharzt kann dann eine Strategie zur Behebung tief sitzender Blockaden erarbeiten.

Was der ältere Herr links auf der Bank kann, können sie auch!